Aktien, Fonds & Crowdfunding: Private Equity für Kleinanleger

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ichIn Zeiten niedrigster Zinssätze sind Anleihen als Anlage wenig attraktiv. Last but not least wechseln viele Investoren zu Private Equity, der direkten Beteiligung an Unternehmen. Normalerweise unterschreitet nichts eine sechsstellige Summe. Für Kleinanleger wird es also schwierig. Insbesondere in den USA gibt es gelegentlich sogenannte Feeder-Fonds, die in einzelne Private-Equity-Fonds investieren und nur minimale Mindestanlagesummen erfordern. Da es sich jedoch um nicht öffentliche Fonds handelt, stehen sie nur "akkreditierten Anlegern" mit einem Jahreseinkommen von mehr als 200.000 USD oder einem Nettovermögen von 1 Million USD zur Verfügung.

Martin Hock

In Deutschland blühten seit einiger Zeit Private-Equity-Dachfonds. Ihre Vorteile sind jedoch umstritten. Zum einen verursacht die Verwaltung zusätzliche Kosten, zum anderen laufen viele dieser Dachfonds schon lange, zum Teil über 20 Jahre. Dies führt zu einer erheblichen Ertragssenkung und einer Verschlechterung der Prämie, die Anleger für den Verzicht auf Liquidität für Aktien erhalten.

Private Equity-Aktien sind ebenfalls Aktien

Eine Alternative sind Aktien von Private-Equity-Unternehmen und börsennotierte Indexfonds (Exchange Traded Funds; ETF) auf diese. Das war keine schlechte Investition: Langfristig übertraf die Performance den Aktienmarkt im Jahresdurchschnitt um 1,5 bis 3,5 Prozentpunkte. Die letzten drei Jahre waren besonders gut. Die Aktien einzelner Unternehmen entwickelten sich sehr unterschiedlich. Während der Kurs der Swiss Partners Group in den letzten fünf Jahren durchschnittlich um fast drei Prozentpunkte höher war als der Schweizer Aktienindex SMI, blieb der Titel des American Carlyle um durchschnittlich rund zwei Prozentpunkte hinter dem S & P 500-Index zurück. Letztendlich sind Aktien oder Aktienfondsanlagen genau das und kein Private Equity. Hier werden Investoren direkter investiert.

Gebraucht

Eine weitere Alternative sind Spezialisten für Secondaries, d. H. Der Kauf bestehender Fondsanteile oder Beteiligungen an einem langfristigen Private Equity-Fonds wie dem Swiss Matador Private Equity. "Das Geschäft mit Secondaries ist lukrativer, da der J-Kurven-Effekt von Primaries vermieden wird", erklärt Florian Dillinger, Präsident des Verwaltungsrates. "Man steigt erst ein, wenn die Probleme bekannt und die Kosten überschaubar sind." Es gibt viele Möglichkeiten zu kaufen. Der Markt wird durch die Notwendigkeit befeuert, das Portfolio anzupassen. Immerhin wurden 10 Prozent der getätigten Investitionen weiterverkauft.

Sie können es auch direkt in Unternehmen einsetzen Crowdfunding investieren. Dies sollte jedoch nicht mit Private Equity verwechselt werden. Zum einen ist das Angebot im Wesentlichen auf Start-ups und Wachstumsunternehmen beschränkt. Auf der anderen Seite haben Aktieninvestitionen in Deutschland erst vor kurzem wieder begonnen, nachdem die Gesetzgebung für Kleinanleger zunächst nur Kredite erlaubte. In der Zwischenzeit bietet die Plattform Companisto GmbH Beteiligungen oder Aktien in Höhe von 1.000 bis 25.000 Euro an, an denen sich Anleger entweder direkt oder über ein Zweckinstrument beteiligen. Aber es geht nicht darum, Unternehmen zu beeinflussen. Tatsächlich handelt es sich um eine weniger liquide Anlage, ähnlich wie bei Wertpapieren. International wenden sich viele Plattformen wieder "qualifizierten Anlegern" zu, nicht zuletzt, weil dies die Sache viel einfacher macht.

Unbekannter Weltmarktführer

Aber es gibt Bewegung auf dem Markt. "Es ist nicht ersichtlich, dass Renditen von mehr als 10 Prozent institutionellen und semiprofessionellen Anlegern vorbehalten sind", sagt Thomas Sonntag, Geschäftsführer von Sonntag Corporate Finance. Das Unternehmen ist seit mehr als 15 Jahren auf die Nachfolgeplanung in kleinen Unternehmen spezialisiert. Jetzt wollen sie das Geschäftsmodell mit Unterstützung der Crowdfunding-Plattform Seedmatch erweitern. Zu diesem Zweck wurde die Tochtergesellschaft Kapitalkontor gegründet, die es Anlegern ermöglichen soll, mit Sonntag Corporate Finance in ein "risikodiversifiziertes Portfolio brillanter mittelständischer Unternehmen" zu investieren. In gewisser Analogie zum Crowdfunding sollte in Unternehmen investiert werden, die aus dem Bereich stammen, den Sonntag als "Nano-Segment" bezeichnet: Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 3 bis 5 Millionen Euro.

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