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Aktivisten besetzen das Kohlekraftwerk Datteln 4

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Laut der Allianz „End of Terrain“, die seit Jahren gegen den Braunkohlenabbau im Rhein protestiert, besetzten am Sonntagmorgen 150 Menschen das Kohlekraftwerk. Aktivisten von Ende Terrain und Decoalonize Europe drangen gegen halb acht in das Kraftwerksgebiet ein und blockierten dort die zentrale Infrastruktur, sagten die Klimaschützer. Mit dieser Aktion will man gegen das Kohlengesetz der Bundesregierung protestieren.

Vor einigen Tagen hat die Bundesregierung den Gesetzesentwurf zum Ausstieg aus der Kohle verabschiedet. Damit ist nach dem Ende der Kernenergie auch die Einstellung der Kohleförderung und Stromerzeugung in Deutschland bis spätestens 2038 vorgesehen. Der Plan stieß auf massive Kritik von Klimaschützern. Der Ausgang ist für sie nicht schnell genug. Vor allem aber kritisieren sie, dass Datteln 4 noch ein neues Kraftwerk ist. Sie haben Termine 4 als neues Symbol im Kampf für mehr Klimaschutz angekündigt – so wie sie gegen den Erhalt des Hambacher Waldes protestiert haben

Die offizielle Inbetriebnahme des Termins 4 ist für den Sommer geplant, der Testbetrieb ist jedoch bereits im Gange. Im Gegenzug will der Betreiber Uniper alle anderen Kohlekraftwerke, die er besitzt, bis 2025 vom Netz nehmen und erklärt, dass dies die CO2-Emissionen reduzieren wird.

Die Kohlekommission, die die Grundlage für den Kohleabbau Anfang 2019 erarbeitet hatte, hatte empfohlen, kein neues Kohlekraftwerk vom Netz zu nehmen, sondern mit den Betreibern zu verhandeln. Bundesregierung und Uniper konnten sich offenbar nicht auf eine angemessene Entschädigung einigen.

“Das Kohleaustrittsgesetz ist eine Katastrophe”, sagt Kathrin Henneberger, Sprecherin von Ende Terrain. „Wir können unmöglich 18 Jahre lang weiter Kohle verbrennen. Wenn wir nicht sofort aus allen fossilen Energien herauskommen, werden wir unvermindert in eine 4-6 Grad heißere Welt rennen. Datum 4 wäre der letzte Sargnagel für Klimagerechtigkeit. “Uniper hat sich auch am Sonntagmorgen geäußert:” Meinungsfreiheit ist ein wertvolles Gut und unserer Ansicht nach gibt es nichts gegen friedlichen Protest zu sagen “, sagte ein Unternehmenssprecher:” Heute jedoch den Menschen den illegalen Zugang zu unserem Kraftwerk zu ermöglichen Standort in Datteln. Aus diesem Grund behalten wir uns das Recht vor, rechtliche Schritte einzuleiten, auch wegen Übertretens. „Im Moment steht jedoch die Sicherheit aller Beteiligten im Vordergrund. Uniper steht im “engen Austausch” mit den zuständigen Behörden und der Polizei. Es war zu früh, um die wirtschaftlichen Auswirkungen und möglichen Schäden abzuschätzen.

Datteln 4 ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein Symbol für Klimaschutz im Kampf gegen Kohle. Bei der Entscheidung über den Bau im Jahr 2007 galt die 1.100-Megawatt-Anlage als eine der modernsten der Welt. Es soll tatsächlich 2011 in Betrieb gehen. Umweltschützer reichten eine Beschwerde gegen die Genehmigung und eine verspätete Inbetriebnahme ein. Den Behörden gelang es, die Fehler zu beheben, die Inbetriebnahme verzögerte sich jedoch aufgrund von Baumängeln.

Mehr: Uniper-Chef Andreas Schierenbeck hat keine Angst vor den von Klimaaktivisten angekündigten Protesten. Datteln 4 CO2 einsparen, leistet Uniper damit einen Beitrag zum Klimaschutz.

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