Am Steuer des Škoda Afriq, einem Studenten-Special für Offroad-Rennen

Die Konzepte der Škoda-Berufsschule, die das Schülerteam seit 2014 jedes Jahr baut und der Welt zeigt, sind meist Autos zum Spaß, zum Spaß.

Das ist manchmal wirklich viel, der schelmische Citijet – ein Roadster auf Basis des Škoda Citigo – von 2014 macht unglaublich viel Spaß.

Allerdings wirkt die diesjährige Maschine fast so, als käme sie direkt von der Rennstrecke. Er heißt Afriq und seine Studenten feiern gleich zwei Dinge – das 120-jährige Jubiläum von Škoda Motorsport und die Verantwortung von Škoda für alle Aktivitäten des Volkswagen Konzerns in Nordafrika.

Dort wurde auch die Offroad-Rallye Dakar ins Leben gerufen – weshalb der afriq, der sich den Kamiq-Crossover als Namen und Technik nimmt, wie ein Special für Offroad-Wettkämpfe aussieht.

Er stellte sich am Montag, den 23. Mai, vor und am nächsten Tag nahm ich eine Einladung an, ihn mir näher anzusehen und auch mitzufahren.

Ich erinnere mich, dass das Slavia-Modell, das die Studenten vor zwei Jahren vorgestellt haben, eher ein Showcar als ein tatsächlich fahrbares Auto war.

Aber Afriq sieht wirklich so aus, als könnte er sofort Rennen fahren. Wird es also besser auf der anspruchsvollen und holprigen Rennstrecke in Bělá pod Bezdězem?

Leider durfte ich den Asphalt nicht verlassen.

Foto: Škoda

Aber zuerst untersuche ich Afriq im Detail. Er erhielt ein Armaturenbrett, Sitze und ein Lenkrad vom Wettbewerbsfabia Rally2 Evo, mit dem der Autobauer in der WRC2-Klasse und im Verkauf an Privatteams sehr erfolgreich ist.

Die Kotflügel und Radhäuser wurden für den Einbau größerer Räder mit Offroad-Bereifung modifiziert, und der Einbau von Motor, Allradantrieb und Octavia-Fahrwerk wiederum erforderte größere Modifikationen am hinteren Boden.

Zusätzlich gibt es noch einen funktionalen Schutzkäfig.

Das Watergen-System zur Gewinnung von Wasser aus Luftfeuchtigkeit kann bis zu 20 Liter Trinkwasser pro Tag produzieren, was …

Foto: Škoda

Auf dem Armaturenbrett, das mit schwarzem Wildlederimitat überzogen ist, um sich bei direkter Sonneneinstrahlung möglichst wenig in der Windschutzscheibe zu spiegeln, befindet sich ein uhrenähnliches Gebilde, das statt der Uhrzeit Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wasservorrat im Tank anzeigt.

Durch Berühren des Displays kann das Wasser in eine kleine Tasse gegossen werden. Warum ein Becher, wenn beim Autofahren das Wasser aus ihm schwappt, und nicht irgendwelche geschlossenen Behälter – und sei es auch nur ein Becher mit Deckel, in dem man an der Tankstelle Kaffee bekommt? In diesem Fall ist es wichtig, die Technologie so gut wie möglich zu demonstrieren.

… ist nicht sehr gut, aber es wird Sie vor dem Dursttod bewahren, und das ist das Hauptziel.

Foto: Škoda

Das probiere ich auch, ich zapfe und schmecke etwas Wasser. Es ist nur Wasser – es löscht den Durst, in einer extremen Situation rettet es Sie vor der Zerstörung, aber es würde nicht gesagt werden, dass es lecker wäre. Wichtig ist aber, dass das System funktioniert.

Das System kann ab 15 ° C und 20 % Luftfeuchtigkeit betrieben werden und diese kleine Einheit kann je nach äußeren Bedingungen bis zu 20 Liter Wasser pro Tag produzieren.

In der Wüste wird es wahrscheinlich nicht so viel sein, aber hohe Temperaturen helfen, lerne ich.

Der Getriebewähler sowie die Feststellbrems- und Lichtsteuerung stammen direkt vom Octavia. Die Konsole und andere Treiber sind die Arbeit der Studenten.

Foto: Škoda

Aber ich steige bereits in einen extrem schmalen Rennsitz ein – wenn ich wirklich in diesem Auto fahren müsste, bräuchte ich einen Stuhl, der über meiner Brust breiter ist – und ich fahre einen Sechspunkt-Sicherheitsgurt.

Es ist gegenüber dem Serienzustand nichts verändert, es fehlt lediglich die Schalldämmung, so dass ich zB das Saugzischen höre.

Der Innenraum stammt größtenteils aus dem Rally2 Evo Fabia, einschließlich des Armaturenbretts. Das heißt: Schallschutz vergessen.

Foto: Škoda

Ein kleiner Wähler, der unverändert vom Octavia IV kommt. Generation schalte ich das Doppelkupplungsgetriebe in den D-Modus und es geht los. Zunächst langsam wegen des Fotoshootings; Der Antriebsstrang funktioniert so reibungslos, wie man es erwarten würde.

Aber wenn der Fotograf fertig ist, gebe ich etwas mehr Gas und vermisse sehr schnell die Möglichkeit der manuellen Gangwahl. Das Lenkrad vom Fabia Rally2 Evo ist hier angekommen, aber leider fehlen die Schaltwippen komplett.

Der Grip des Motors an allen Rädern ist bekannt und durch die unglaublich weiche Federung habe ich den Eindruck, dass sich das Auto etwas verwindet. Allerdings nicht im Körper, es ist dank des Schutzkäfigs extrem stark.

Das Fahrwerk kann sich wunderbar darauf abstützen und größere Unebenheiten werfen es nicht weg, es geht mit Anmut und Souveränität damit um und ich fasse schnell den Mut, auf dem engen Kurs etwas schneller zu starten.

Afriq sieht aus, als könnte er sofort Rennen fahren.

Foto: Škoda

Schalldämmung fehlt nicht nur am Motor, sondern auch an Rädern und Fahrwerk. So sind die Steine, die die Rennkiesreifen werfen, wenn ich hier und da eine Kurve schneide oder über den Flugsand fahre, in den Radhäusern gut hörbar.

Nach ein paar Runden bringe ich den Afriq zurück zu meinem Platz und ziehe mich voller Eindrücke durch den Käfig.

Das Ergebnis der studentischen Arbeit kann sich wirklich sehen lassen – es ist kein Spaßauto, es erweckt den Eindruck, als könnte es gleich bei irgendeiner Offroad-Rallye starten.

Dazu wird es natürlich nicht kommen, der Afriq wird neben sieben weiteren solchen Autos ein Studentenkonzept bleiben.

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