Angeborene Immunitätsfehler erhöhen das COVID-19-Todesrisiko | Aktuelle Nachrichten für Ärzte, Krankenschwestern und Apotheker

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Kinder mit vorbestehenden angeborenen Immunitätsfehlern (IEI) haben laut einer neuen Studie ein höheres Todesrisiko, wenn sie mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert werden.

Die Studie umfasste 31 Kinder und Jugendliche (im Alter von 0,5–19 Jahren) mit vorbestehenden angeborenen Immunitätsfehlern, die jedoch keine endgültige molekulare Diagnose hatten. Alle Teilnehmer erkrankten später an COVID-19-Komplikationen. Zu den Endpunkten der Studie gehörten der Schweregrad und die klinischen Ergebnisse der COVID-19-Erkrankung sowie SARS-CoV-2-spezifische Antikörper und andere Immunmarker.

Insgesamt erhielten 90,3 Prozent (n=23) der Teilnehmer letztendlich eine potenzielle genetische Ursache für ihren IEI, einschließlich Mutationen, die das Komplementsystem, das Inflammasom, die Interferon-Signalübertragung und die B- und T-Zellfunktion beeinträchtigen könnten. Vierzehn Patienten konnten virusspezifische Antikörper produzieren.

Während der Nachbeobachtung starben fünf Patienten an COVID-19-Komplikationen, insbesondere infektiöser Natur, was einer Sterblichkeitsrate von 35,4 Prozent entspricht. Dies stellt eine „3.000-fach höhere Sterblichkeitsrate im Vergleich zur COVID-19-Sterblichkeitsrate bei normalen Kindern“ dar, die bei etwa 0,01 Prozent liegt, sagten die Forscher. [Nature 2021;595:639]

Die anschließende Literatursynthese ergab, dass von den 381 Kindern mit IEI, die sich bisher mit COVID-19 infiziert hatten, 23,6 Prozent eine schwere Erkrankung entwickelten und die Sterblichkeitsrate bei 8,7 Prozent lag.

„Da diese Studie nur auf die schweren Fälle beschränkt war, die vom Wildtypvirus und ohne Impfung betroffen waren, sind weitere Studien erforderlich, um die Auswirkungen verschiedener Varianten von Bedenken und verschiedener Arten von Impfstoffen auf diese spezielle Patientengruppe zu bewerten“, sagten die Forscher .

Dennoch „betonen unsere Gesamtergebnisse die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels bei SARS-CoV-2-infizierten Kindern, da Schweregrad und Sterblichkeit bei pädiatrischen Patienten mit IEI in der Vorgeschichte extrem hoch sind“, fügten sie hinzu.

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