Anklage gegen mutmaßlichen Dopingarzt aus Erfurt | ZEIT ONLINE

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Dem mutmaßlichen Veranstalter der Blutbeutel-Affäre und vier Helfern wird nachgesagt
Der Prozess wird gemacht. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat den Erfurter Sportarzt Mark S. angeklagt.
und hob seine Komplizen. Wie die Behörde mitteilte, werden sie es tun
unter anderem die kommerzielle und teilweise bandartige anwendung
wegen verbotener Dopingmethoden oder Beihilfen angeklagt.
Mark S. wird ebenfalls gefährlicher Körperverletzung verdächtigt
angeklagt.

Zwei der fünf Verdächtigen wurden seit ihrer Festnahme Ende Februar und Mitte März festgenommen. Drei von ihnen wurden im Mai und Juni 2019 aufgrund eines Aufschubs des Haftbefehls freigelassen, hieß es. Das Amtsgericht München II hat die Eröffnung des Verfahrens noch nicht entschieden.

Die Münchner Behörden hatten in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen in Österreich ein internationales Blutdoping-Netzwerk durch Ermittlungen und eine Razzia bei der Österreichischen Ski-Weltmeisterschaft im Februar in Seefeld, Österreich, aufgedeckt. Eine Spur folgte Erfurt, wo bei Hausdurchsuchungen Dutzende von Blutbeuteln gefunden wurden. Durch die Untersuchung, die sich gegen 50 Personen, Sportler, Ärzte, Betreuer und deren Helfer richtete, wurde bekannt, dass 23 Sportler aus acht europäischen Ländern mit Blutdoping behandelt worden waren. Doch erst mit Inkrafttreten des Anti-Doping-Gesetzes am 18. Dezember 2015 werden die Straftaten für Sportler in Deutschland begangen.

"Laufende Einnahmequelle von einiger Dauer und zu einem gewissen Grad"

In ihrer Anklageschrift vermutet die Staatsanwaltschaft, dass Mark S. seit spätestens Ende 2011 systematisch und in einer unbekannten Anzahl von Fällen weltweit von Erfurt aus operiert Blutdoping praktiziert – vor allem in Europa, vor allem in Deutschland und Österreich. Damit wollte er "eine dauerhafte Einnahmequelle von gewisser Dauer und in gewissem Maße" schaffen. Der Schwerpunkt lag auf Radfahren und Wintersport.

Neben Blutmanipulationen zur Steigerung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit verschrieb Mark S. vermutlich auch Medikamente, insbesondere Wachstumshormone. Die Blutmanipulationen wurden auf der Grundlage von ausgeklügelten Behandlungsplänen für Sportler durchgeführt, so dass in Drogentests über einen langen Zeitraum keine Hinweise auf eine verbotene Substanz vorlagen. Mark S. hatte eine kleine Gruppe von Menschen unterhalten, die für ihn autologes Blutdoping initiiert oder die Akte zumindest ab 2014 logistisch begleitet hatten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Erfurter Sportarzt einem Sportler im September 2017 sogar das neue Erythrozytenpräparat in Form von trockenen Thrombozyten verabreicht. Zu diesem Zeitpunkt hätte er "keine verlässlichen Informationen über den Inhalt, die Zusammensetzung oder die Zusammensetzung" haben müssen die Wirkungsweise der Zubereitung im Hinblick auf Nebenwirkungen ", sagte die Behörde.

Mark S. soll dem Athleten wahrheitsgemäß mitgeteilt haben, dass das Präparat an mehreren Personen getestet worden sei und keine Gefahr bestehe. Tatsächlich soll der Athlet eine halbe Stunde nach der Einnahme erhebliche Nebenwirkungen gehabt haben, dies führte jedoch nicht zu dauerhaften Schäden.

Die 145-seitige Anklageschrift erwähnt über 30 Zeugen, darunter zahlreiche Sportler und mehrere Experten, sowie zahlreiche Dokumente als Beweismittel.

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