Bauern durchbrechen Blockade vor Ministerhaus, Polizei: Protest verhärtet sich

Presseagentur Heitink

NOS-Nachrichten

Aufständische Bauern durchbrachen gestern Abend eine Polizeiblockade am Haus von Stickstoffminister Van der Wal. Nach Angaben der Polizei war die Situation für die Beamten so unsicher, dass sie nicht sofort eingreifen konnten. „Damals wurde die Wahl zu unserer eigenen Sicherheit getroffen“, schreibt die Polizei Twitter.

Das Verhalten der Bauern wird von mehreren Seiten kritisiert. Polizeichef Willem Woelders nennt das „völlig inakzeptabel“. LTO-Chef Sjaak van der Tak missbilligt die Aktion „zu 100 Prozent“. D66, die Partei für die Tiere und die BoerBurgerBeweging wollen eine schnelle Debatte über die Verhärtung der Bauernproteste.

Sehen Sie sich hier die Bilder der Bauern an, die die Polizeiblockade durchbrechen:

Bilder von Unruhen im Haus von Minister Van der Wal

Beim Durchbrechen der Blockade zerstörten die randalierenden Bauern ein Polizeiauto. Sie entleerten auch einen Gülletank in der Nähe der Residenz des Ministers. Insider berichten, die Ministerin sei zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause gewesen, wohl aber ihre Familie.

Wegen der unsicheren Situation für die Beamten griffen sie laut Polizei nicht sofort ein. Ein Ermittlungsteam sucht nach den Tätern. „Den Bildern zufolge sind hier Straftaten begangen worden. Die öffentliche Ordnung wurde gestört, sie haben Vandalismus betrieben und auch den notwendigen Müll entsorgt“, sagte Polizeipräsident Wölders.

Der Polizeichef antwortete auch auf Op1:

Auch ein Polizeiauto wurde letzte Nacht in Stroe angegriffen. Randalierer griffen einen Lieferwagen mit großen Hämmern und Stahlrohren an. Hier wird die ME eingesetzt.

ME Van wird bei Bauernprotest angegriffen

Mit den Angriffen auf die Polizei war der Bauernprotest gestern Abend der gewalttätigste, seit Minister Van der Wal vor 2,5 Wochen die Stickstoffpläne des Kabinetts bekannt gegeben hatte. In der vergangenen Woche demonstrierten Zehntausende Bauern in Stroe und blockierten auch mehrere Autobahnen.

In den vergangenen Tagen kam es unter anderem auch zu mehreren Straßensperren und Aktionen bei Gemeinde- und Provinzhäusern. Bauern waren schon mindestens zweimal bei Van der Wal gewesen, aber dann blieb es ruhig.

Protest verhärtet sich

Laut Polizeichef Woelders sind die Anschläge der vergangenen Nacht ein Zeichen dafür, dass sich der Bauernprotest verhärtet. Er sagt, Bauern hätten das Recht zu demonstrieren, aber sie hätten eine Grenze überschritten. “Du kannst deine Geschichte erzählen, aber was hier passiert ist, ist einschüchternd.”

Laut LTO-Führer Van der Tak haben die Vorfälle der letzten Nacht den gegenteiligen Effekt. „Das hilft nicht, mit dem Stickstoff anzufangen und Clearing zu verhindern“, sagt er zu NOS. „Ich rufe alle, die sich daran beteiligt haben, dazu auf, innerhalb unserer Bauernfamilien ins Gespräch zu kommen. Nur so kann Frieden geschaffen werden.“

Van der Tak konzentriert sich auch auf das Umfeld randalierender Bauern. “Ich sage Landwirten, die nicht an den Aktionen teilgenommen haben und die Jungen kennen, die teilgenommen haben: Fangen Sie ein Gespräch an.”

Dringende Aussprache erbeten

Mehrere Fraktionen im Repräsentantenhaus wollen eine Dringlichkeitsdebatte über die ausufernden Bauernproteste. Der Vorsitzende der D66-Partei, Paternotte, will im Laufe des Tages eine Debatte darüber führen. „Eines muss klar sein: So kommt man in den Niederlanden nicht zurecht“, sagte er in der Talkshow Humberto.

Parteichefin Caroline van der Plas von der BoerBurgerBeweging unterstützt den Antrag auf eine Dringlichkeitsdebatte. Aber ihrer Meinung nach sollte es in dieser Debatte auch darum gehen, wie die Regierung Landwirte und Bürger behandelt. „Bitte beachten Sie: Ich billige keine Ausschreitungen. Sie zerstören keine Dinge, besuchen keine Menschen zu Hause. Aber diese Ausschreitungen gehen tiefer als nur der Stickstoffplan“, schreibt sie. Twitter.

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