Bei TeamNL läuten die Alarmglocken: Flugkorona-Athleten vollgepackt mit anderen Sportlern | Sport

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Die gesamte Tennisauswahl, darunter Kiki Bertens, die Hockeymannschaft der Herren, einige Bech-Volleyballer und Tom Dumoulin waren auf Flug KL861 anwesend. Ein paar reisten Business Class und scheinen weniger zu befürchten. Ein Großteil der Athleten wird zweifelsohne mit Angst und Zittern auf die nächste Runde der Testergebnisse warten.

Die nächsten zwei bis fünf Tage seien “sehr spannend”, so der Virologe Ab Osterhaus in einer ersten Reaktion auf die neuesten Entwicklungen. „Ich glaube, einige Alarmglocken haben geläutet. Mit Schlussfolgerungen sollte man nach diesen ersten Befunden immer vorsichtig sein, dort muss man aber in den kommenden Tagen sehr vorsichtig auf einen neuen Befall achten. Genau dieses Szenario hatten wir befürchtet.“

Überprüfen Sie den Verlauf des Fluges

Dass sich die drei positiv befundenen Personen von TeamNL im Flugzeug infiziert haben, ist laut dem Virologen alles andere als sicher. „Um das herauszufinden, müssen Sie die gesamte Geschichte dieses Fluges durchgehen. Wie viele Passagiere waren insgesamt da, wie viele andere Passagiere wurden positiv getestet? Sitzen die drei nebeneinander oder waren sie weit voneinander entfernt? Im letzteren Fall besteht die Möglichkeit, dass sich mehr Menschen mit dem Virus infiziert haben.“

Osterhaus: „Ob drei Infektionen viel auf einem Flug sind? Das hängt davon ab, wie viele Menschen das Virus im Flugzeug verbreitet haben. Ist das einer oder gibt es noch mehr, die an verschiedenen Stellen im Gerät waren? Aus meiner Sicht bleibt abzuwarten, ob drei positiv getestete Personen auf diesem Flug bleiben.”

Laut Osterhaus besteht jedenfalls nach den aktuellen Daten die Chance, dass die drei Infektionen bei TeamNL im Flugzeug entstanden sind. „Mir ist bekannt, dass die Teammitglieder vor dem Abflug und bei der Ankunft in Tokio getestet wurden und dann im olympischen Dorf einem täglichen Test unterzogen wurden. Es ist sehr gut, dass sie das so machen und die positiven Menschen früh herausgefischt werden. Aber einen Tag nach dem Flug kann man nicht positiv sein, wenn man sich im Flugzeug angesteckt hat. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel vier bis fünf Tage. Schaut man sich also den aktuellen Stand der Dinge beim niederländischen Team an, können die Infektionen tatsächlich während des Fluges entstanden sein. Die kommenden Tage werden daher für die Orange in Tokio sehr spannend.“

Tom Dumoulin war einer der Athleten, die mit den drei positiv getesteten TeamNL-Mitgliedern auf der Flucht waren.

Tom Dumoulin war einer der Athleten, die mit den drei positiv getesteten TeamNL-Mitgliedern auf der Flucht waren.

Tube

Alle TeamNL-Athleten wurden vor ihrer Abreise nach Japan dreimal auf das Coronavirus getestet. Unmittelbar nach der Ankunft folgte ein Test. Während der Spiele müssen die Athleten täglich eine Tube Speichel zur Untersuchung abgeben. „Ja, wir warten auf die Ergebnisse von morgen. Aber auch die von übermorgen und übermorgen”, sagte ein Sprecher von TeamNL.

Sitznummer

„Jeder musste seine Sitznummer eingeben, also überprüfen sie die Tests derer, die den positiven Fällen nahe standen. Wenn ein Anlass dafür besteht, werden zusätzliche Tests durchgeführt.“

Laut NOC*NSF ist dies derzeit nicht der Fall. „Es ist in den Regeln sehr genau definiert, wenn man ein sogenanntes enger Kontakt sind. Dies wird bis in die Sitzreihen für das Flugzeug genau erfasst. Wer die ebenfalls im Flugzeug obligatorische Mundkappe aufbehalten hat, wird nicht behandelt als enger Kontakt gesehen.”

Regeln

Die NOC*NSF-Führung ist davon überzeugt, dass sich die Athleten im olympischen Dorf an alle Regeln halten. “Selbst in den Niederlanden war ich noch nie an einem Ort mit einer so unglaublich hohen Mundkappendichte”, sagt der Sprecher. „Wir haben über die Teammanager fast täglich Kontakt zu den Athleten. Wir kommunizieren immer: Pass auf, lass uns scharf bleiben.“

Geimpft

Fast alle olympischen Athleten und Betreuer sind bis auf wenige vor der Abreise gegen das Coronavirus geimpft. „Wir haben im Vorfeld gemerkt, dass wenn man irgendwo mit so vielen Leuten unterwegs ist und auch so oft testet, die Möglichkeit besteht, dass dort positiv getestet wird. Dies haben wir natürlich im Vorfeld berücksichtigt. Das ist jetzt sehr ärgerlich, aber wir haben immer noch die Sorge, die wir vorher hatten, es ist nicht schlimmer geworden. Es gilt immer abzuwarten, was passiert.“

Pieter van den Hoogenband, Chef de Mission des niederländischen Teams in Tokio.

Pieter van den Hoogenband, Chef de Mission des niederländischen Teams in Tokio.

Pieter van den Hoogenband

„Wir hatten zwei harte Tage. Das sollte klar sein”, sagte Missionschef Pieter van den Hoogenband am Donnerstag zuvor in einem Interview im vieldiskutierten Olympischen Dorf. „Drei Mitglieder unseres Teams sind aufgrund eines positiven Tests ausgeschieden. Das ist schrecklich.”

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