Beliebteste Vornamen 2019: Emma und Ben weiter vorne – Panorama

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Regional gibt es jedoch große Unterschiede bei der Wahl des Vornamens.

Greta Thunberg taucht 2019 in etlichen Listen auf. Dafür ist beispielsweise die schwedische Klimaaktivistin zuständig Zeit Zeitschrift die "Person des Jahres". Der 16-Jährige hatte einen großen Einfluss auf das vergangene Jahr – aber nicht auf die beliebtesten Vornamen in Deutschland.

"Ich habe mich sehr darauf gefreut und ihn zum Vornamen des Jahres gekürt und bin jetzt etwas enttäuscht", sagte Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg (Schleswig-Holstein). Er geht davon aus, dass einige Eltern vom Hype um Greta verstört sind und andere den Namen speziell wegen des berühmten Vorbilds gewählt haben. "Alles scheint ausgeglichen zu sein." Der Vorname Greta ist wie in den Vorjahren in der Bielefelder Statistik auf Platz 30 zu finden.

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An der Spitze der Rangliste für die beliebtesten Vornamen im Jahr 2019 stehen nach wie vor die Namen Emma und Ben. Damit liegt Ben zum neunten Mal in Folge auf dem ersten Platz, Emma zum vierten Mal seit 2014. "Ben hatte auch einen großen Vorsprung vor den anderen. Es war für die Mädchen knapp. Und Emilia und Hannah folgen ziemlich genau, wie ich mir vorstellen kann nächstes Jahr wird sich etwas ändern. "

Die Top Ten Mädchennamen:

1. Emma

2. Emilia

3. Hannah / Hanna

4. Mia

5. Sophia / Sofia

6. Lina

7. Mila

8. Marie

9. Ella

10. Lea

Die zehn besten Jungennamen:

1. Ben

2. Paul

3. Finn / Fynn

4. Leon

5. Jonas

6. Noah

7. Elias

8. Felix

9. Luis / Louis

10. Henri / Henry

"Sogar Kurznamen sind seit Jahren sehr beliebt und werden immer beliebter, und Ben ist ein Paradebeispiel", sagt Bielefeld. Für die Zweitnamen verwendeten die Eltern die repräsentative Stichprobe, insbesondere Sophie / Sofie, Marie und Maria sowie Alexander, Elias und Maximilian. Bielefeld sieht den größten Aufwärtstrend bei den Namen Frieda und Ella sowie Matteo und Emil.

Nord-Süd-Aufteilung in Modenamen

Die auffälligsten Unterschiede zwischen den Regionen bestehen in Bayern. Dort wählten Eltern immer Namen für ihre Babys, die anderswo längst nicht mehr in Mode waren. "Wie Andreas oder Michael. Sie waren vor nur 50 Jahren beliebt, sind fast überall ausgestorben. Aber sie werden immer noch in Bayern verwendet." Außerdem kommen typisch bayerische Namen wie Xaver, Korbinian und Veronika fast ausschließlich in Bayern vor. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Name Kurt in Sachsen überraschend sehr beliebt ist. "Es erscheint nirgendwo anders. Aber es ist einer der gebräuchlichsten Namen in Sachsen."

Und der Name Fiete ist vor einigen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht und hat sich bereits in ganz Norddeutschland etabliert. "Er wird wahrscheinlich in den nächsten Jahren nach Süden fahren." In der Regel tauchten Modenamen häufig zuerst in Norddeutschland auf und setzten sich dann in Süddeutschland durch.

Für seine Statistik werteten der Wirtschaftsinformatiker Bielefeld und seine Helfer die Informationen aus Entbindungskliniken und Standesämtern aus. Insgesamt sollen 592 verschiedene Quellen aus 466 Städten herangezogen werden. 2019 hat er 177.570 Geburtenberichte aus ganz Deutschland erfasst und ausgewertet. Dies entspricht rund 23 Prozent aller 2019 geborenen Kinder. 2018 wurden 787.500 Kinder geboren. Die Zahlen für 2019 sind noch nicht verfügbar.

Bielefeld hat die Rangliste der Vornamen seit 2006 veröffentlicht. Insgesamt hat es rund 2,1 Millionen Namen in seiner Datenbank. Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlicht eine ähnliche Statistik, erlaubt jedoch, dass alle Namen von Kindern gleichermaßen in die Rangliste aufgenommen werden. Infolgedessen waren Paul und Marie 2018 die beliebtesten Namen in Deutschland.

Bielefeld betrachtet in seiner Bewertung auch die ungewöhnlichsten Namen. Im Jahr 2019 bemerkte er Aureliana, Axella, Dilda, Lieschen und Shyanne sowie Achill, Aureliano, Ektor, Willibert und Duda. "Ja, ich war erstaunt. Es ist eine portugiesische Form von Edouard. Kindergartenkinder sind tatsächlich entspannt, wenn es um Namen geht. Aber mit solch einem offensichtlichen lustigen Namen (wie Duda) wird es dem Kind nicht leicht fallen. "

Infolgedessen beeinflussen gesellschaftliche Ereignisse oder berühmte Personen gelegentlich die Namensliste. "Es ist immer wichtig." In diesem Jahr wurden jedoch weder Archie (Sohn von Prinz Harry und seiner Frau Meghan), Rezo (Youtuber mit blauen Haaren), Eilish (bekannter amerikanischer Sänger) noch Malaika (deutscher Weitsprung-Weltmeister) zu Modemarken. "Und ich glaube auch nicht, dass sie anfangen werden."

Greta hat übrigens einen kleinen Siegeszug: "Greta hat tatsächlich einen Sprung mit den zweiten Vornamen geschafft – um zehn Plätze." Im Jahr 2018 war der Name etwa 70.

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