Berufsleben, Macht | Einer von vier Kronen-Tomatenbauern Håvard (44) verdient Strom und Gas: – Ich mache mir große Sorgen

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Jetzt fordert er die Politiker auf, einzugreifen.

Skavland Gartneri liegt auf der Insel Talgje, eine 40-minütige Fahrt und drei Tunnel vom Stadtzentrum von Stavanger entfernt. Der Hof wurde von Håvard Skavland gekauft, als er 18 Jahre alt war. Er ist Tomatenbauer in dritter Generation und betreibt den Garten zusammen mit seiner Frau Edle Skavland.

Im 26.000 Quadratmeter großen Gewächshaus brauchen die Tomatenpflanzen zum Wachsen Wärme und Licht. Früher produzierte Skavland mit 100 Prozent Erdgas, aber in den letzten fünf oder sechs Jahren hat die Gärtnerei immer mehr Strom in die Produktion eingebaut, um umweltfreundlicher zu werden.

Im letzten Jahr haben sich sowohl die Gas- als auch die Strompreise vervielfacht.

– Wenn sich die Gas- und Strompreise nicht bald normalisieren, wird es für uns und für viele andere, Skavland, kritisch.

Einhergehend mit den höheren Strompreisen sind die Preise für Verpackungen, Kartonagen und Plastikfolien für Tomaten gestiegen. Norwegische Tomaten stehen jedoch in einem harten Wettbewerb mit importierten Tomaten aus dem Ausland, und Skavland kann die gestiegenen Kosten im Endpreis für die Verbraucher nicht tragen.

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Muss Tomatenpflanzen werfen

Skavland war inspiriert, als er die Mutter eines kleinen Kindes sah Anita Bjørnevig Knutsen spricht über himmelhohe Stromrechnungen auf Debatten im NRK am Dienstag. Es fühlt sich ungerecht an, dass Staat, Stromkonzerne und Öl- und Gaskonzerne bei hohen Energiepreisen Superprofite erzielen, während gleichzeitig Haushalte und kleine, energieintensive Unternehmen aufgrund steigender Preise fast zusammenbrechen.

– Norwegen liefert riesige Gasmengen ins Ausland, die dem Finanzministerium täglich mehr als zwei Milliarden Kronen einbringen. Aber es hilft mir nicht, wer Lebensmittel herstellt, sagt Skavland.

Am Donnerstag wurde klar, dass sich die Regierungsparteien mit dem Haushaltspartner SV darauf geeinigt haben, Maßnahmen zu finden, die die Verbraucher durch die himmelhohen Stromrechnungen entlasten können. Derzeit ist unklar, worum es bei den Maßnahmen geht.

Für den Tomatenbauern Skavland, der jährlich 1.000 Tonnen Tomaten produziert und in den letzten sechs Monaten galoppierende Strom- und Gaspreise hinnehmen musste, kann Krisenhilfe nicht schnell genug kommen.

– Wir mussten 15 Prozent der Tomatenpflanzen wegwerfen, einfach weil es so viel Unsicherheit auf den Märkten und unsicheren Zeiten gibt. Es gehe sowohl um Strompreise als auch um Gaspreise, sagt der 44-Jährige.

Viele Unternehmen haben sich mit langfristigen Verträgen gegen himmelhohe Stromrechnungen abgesichert. Skavland hat diesen Herbst einen Festpreisvertrag abgeschlossen, der ihm die schlimmsten Gipfel erspart hat. Einen Festpreis für Benzin kann er allerdings nicht bekommen, da er einen zu geringen Verbrauch hat.

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Angst vor einem harten Winter

Als die Energiepreise im letzten Jahr relativ niedrig waren, bezahlte Skavland rund vier Millionen Kronen an Gas- und Stromrechnungen. Dies entspricht etwa zehn Prozent des Umsatzes.

– Dieses Jahr zahlen wir neun Millionen Kronen oder rund 22 Prozent des Umsatzes, sagt der Tomatenbauer.

Bei einem harten Winter und hohen Spitzenlasten kann die Gärtnerei im nächsten Jahr schnell mit 15 Millionen NOK an Energiekosten enden. Das entspricht 33 Prozent der Einnahmen, und für andere zu deckende Ausgaben bleibt nicht viel übrig.

Skavland versucht ständig, Maßnahmen zu ergreifen, um weniger Energie pro Tomate zu verbrauchen. Das Familienunternehmen hat in den letzten zehn Jahren rund 80 Millionen NOK in neue Gewächshäuser, Luftentfeuchter, Vorhänge, LED-Leuchten und andere technische Lösungen investiert, um umweltfreundlicher zu werden.

– Ich mache mir jetzt große Sorgen und hoffe, dass die Politik das angeht, damit wir stabile Rahmenbedingungen für die Gewächshausindustrie in Norwegen bekommen, sagt Skavland.

Zudem hat sich die mit dem Coronavirus verbundene Verunsicherung zurückgeschlichen. Skavland wartet um die Weihnachtszeit auf bis zu 16 ausländische Arbeiter, die ihm bei der Winterproduktion helfen.

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