Beste Sachbücher: WELTs beste Liste für Februar 2020

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EINHier erscheint monatlich die Empfehlungsliste mit der größten Verbreitung im deutschsprachigen Raum. Medienpartner sind LITERARISCHE WELT, WDR 5, NZZ und Austria 1. Experten wählen zehn Sachbücher (keine Fachbücher) aus den Geistes-, Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften aus. Im Februar geht es um die Konsequenzen der Identitätspolitik, das Ende der Evolution und um das Datengefängnis von uns allen.

1. Robert Misik:

Die falschen Freunde der einfachen Leute. Suhrkamp, ​​138 p., 14 €.

Gibt es noch die „kleinen Leute“ – die Arbeiterklasse? Stellen Parteien, die Ressentiments gegen die Globalisierung hervorrufen, tatsächlich die „einfachen Leute“ dar? Robert Misik analysiert die Ökonomie der aktuellen Identitätspolitik und beleuchtet deren Folgen kritisch.

2. Quinn Slobodian:

Globalisten. Das Ende der Reiche und die Geburt des Neoliberalismus. Suhrkamp, ​​523 Seiten, 32 €.

Ein Wirtschaftsbuch, das alle interessieren sollte, die wollen, dass Neoliberalismus nicht nur als Schimpfwort verstanden, sondern auch historisch erklärt wird. In Slobodians anspruchsvollem Buch ist der Freihandel heute vom „globalen Moralismus“ der Umverteilung bedroht.

3. Matthias Glaubrecht:

Das Ende der Evolution. Der Mensch und die Vernichtung der Spezies. C. Bertelsmann, 1072 S., 38 €.

Dieses Buch argumentiert, dass das, was Charles Darwin beschrieben hat, zu einem Ende gekommen sein könnte. Weil die Menschheit, lange Zeit nur ein Teil der Evolution, aufgrund von Bevölkerungsexplosion, Ressourcenknappheit, Umweltzerstörung und Artensterben selbst zu einem negativen Faktor der Evolution geworden ist.

4. Susanne Foitzik / Olaf Fritsche:

Weltmacht auf sechs Beinen. Das verborgene Leben der Ameisen. Rowohlt, 320 Seiten, 22 €.

Nach Bienen und Bäumen hat sich das Schreiben in der Natur jetzt auf Ameisen verlassen, und tatsächlich gibt es hier viel zu lernen: „Das Geheimnis für den Erfolg von Ameisen liegt in ihrer Lebenseinstellung:‚ Frag nicht, wofür deine Leute etwas tun können Sie! Fragen Sie, was Sie für Ihr Volk tun können! ”Erklären Sie Susanne Foitzik und Olaf Fritsche.

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5. Dieter Thomä:

Warum Demokratien Helden brauchen. Ein Plädoyer für zeitgenössischen Heldentum. Ullstein, 272 p., 20 €.

Dieter Thomä sucht demokratische Helden. Wir brauchen sie auch, besonders in postheroischen Zeiten – aber welche? Wer wird die ehemaligen Kriegshelden ersetzen? Sind sie Menschen aus der Bürgerrechts- oder Frauenbewegung? Sind sie Whistleblower wie Edward Snowden? Oder sind sie die Klimaaktivisten der jungen Generation?

6. Adam Higginbotham:

Mitternacht in Tschernobyl. Die geheime Geschichte der größten Atomkatastrophe aller Zeiten. S. Fischer, 640 S., 25 €.

Adam Higginbotham hat unzählige Interviews mit Augenzeugen geführt, Archive durchsucht, unveröffentlichte Briefe und Dokumente gesiebt. Die Geschichte des Superschmelzens von 1986, die zuvor im Sumpf von Propaganda, Geheimhaltung und Fehlinformation verborgen war, kann hier wie ein Thriller gelesen werden.

7. Etienne Françoir (Hrsg.):

Europa. Die Gegenwart unserer Geschichte. Eine Zeitreise von der Antike bis heute. Ethnologie, Archäologie, Religion, Politik, Kunst und Sprache. Was ist Europa? Theiss, 3 Bände, 1344 Seiten, 128,99 €.

In Europa leben über 800 Millionen Menschen, 47 Länder und rund 200 verschiedene Sprachen. Wie passt das zusammen? Ein Standardwerk für alle, die Europa umfassend verstehen und studieren wollen.

8. Thekla Chabbi:

Die Zeichen der Gewinner. Der Aufstieg Chinas im Spiegel seiner Sprache. Rowohlt, 192 Seiten, 25 €.

Ein Sinologe erklärt, wie Chinesisch funktioniert – und warum BMW, VW und Siemens ihre eigenen chinesischen Namen haben.

9. Lee Smolin:

Quantenwelt. Wie wir bis zum Ende darüber nachdenken, was mit Einstein angefangen hat. DVA, 400 S., 25 €.

Lee Smolin ist einer der führenden Physiker unserer Zeit und möchte nicht weniger als Einstein denken: Die Probleme der Quantenphysik sind aus einem Grund ungelöst und unlösbar: Smolin argumentiert, dass die Quantentheorie unvollständig ist.

10. Adrian Lobe:

Speichern und Bestrafungen. Die Gesellschaft im Datengefängnis, C. H. Beck, 256 S., 16,95 €.

Die Anspielung auf den großen Denker Foucault („überwachen und bestrafen“) sagt alles: Je mehr Apps und Geräte den digitalen Alltag erleichtern, desto mehr kontrollieren wir uns, argumentiert Adrian Lobe: „Commissioner Technology bringt uns in ein Gefängnis, das es nicht tut.“ Wir brauchen nicht einmal Mauern, weil wir freiwillig zur offenen Durchsetzung gehen. Und Siri, Alexa und Cortana sind Teil davon – die freundlichsten Gefängniswärter, die die Menschheit jemals hatte. “

Die Jury

Tobias Becker, „Spiegel“; Kirstin Breitenfellner, „Falter“; Peter Ehmer, WDR 5; Eike Gebhardt; Daniel Haufler; Jochen Hörisch, Universität Mannheim; Günter Kaindlstorfer, Wien; Otto Kallscheuer; Petra Kammann, „Feuilleton Frankfurt“; Elisabeth Kiderlen; Jörg-Dieter Kogel; Herfried Münkler, Humboldt-Universität zu Berlin; Marc Reichwein, DIE WELT; Thomas Ribi, „NZZ“; Sandra Richter, DLA Marbach; Wolfgang Ritschl, ORF Wien; Florian Rötzer, „Telepolis“; Dr. Frank Schubert, „Spektrum der Wissenschaft“; Norbert Seitz; Joachim Treusch, Jacobs University, Bremen; Andreas Wang; Michael Wiederstein, getAbstract, Luzern; Harro Zimmermann; Stefan Doubt, freischaffender Kritiker, Schweiz.

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