Bilanzskandal bei Wirecard: Singapur beschuldigt ehemaligen Treuhänder

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Die Behörden von Singapur haben eine erste Anklage in der Wirecard-Skandal angehoben. Im Stadtstaat wurde der Leiter von Citadelle Corporate Services wegen Fälschung von Dokumenten angeklagt. Dies geht aus den Gerichtsakten hervor, die der Nachrichtenagentur AFP zur Verfügung stehen.

Der 54-jährige R. Shanmugaratnam soll in den Jahren 2016 und 2017 Schreiben eingereicht haben, in denen er als Treuhänder Wirecard-Guthaben in Höhe von 30 bis 177 Millionen Euro beglaubigte. Die Konten waren jedoch leer, die Briefe wurden “mit betrügerischer Absicht” geschrieben, sagt die Staatsanwaltschaft.

Die philippinischen Behörden warten auf lange Ermittlungen

In der Zwischenzeit werden die Ermittlungen auf den Philippinen nach Angaben der Justizbehörden monatelang fortgesetzt. Die zuständige Geldwäschebekämpfungsbehörde (AMLC) der Regierung in Manila überprüft derzeit 50 Personen und Organisationen im Zusammenhang mit dem Skandal, sagte AMLC-Direktor Mel Racela von der deutschen Presseagentur. “Wir werden jeden Stein umdrehen.”

Der Zahlungsdienstleister Wirecard hat Ende Juni Insolvenz angemeldet. Zuvor musste das Unternehmen Dax zugeben, dass die in der Bilanz aufgeführten Mittel in Höhe von 1,9 Mrd. EUR, die sich auf asiatischen Bankkonten befinden sollten, nicht gefunden werden konnten. Das fehlende Geld sollte auf philippinischen Treuhandkonten sein; Ein philippinischer Anwalt hatte das Treuhandmandat erst im vergangenen November von einem Unternehmen in Singapur übernommen. Im Juni stellte sich heraus, dass weder die Milliarden- noch die Treuhandkonten existierten.

Ikone: Der Spiegel

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