Biopsieroboter kombiniert Ultraschallbilder mit MRT-Scans

Der Biopsieroboter kann die Biopsienadel viel genauer positionieren, indem er sowohl Ultraschallbilder als auch einen zuvor gemachten MRT-Scan verwendet. Ultraschallbilder zeigen genau, wo sich die Nadel befindet, aber das verdächtige Gewebe, aus dem eine Biopsie entnommen werden muss, ist nicht deutlich sichtbar. Dazu dient die MRT-Untersuchung.

Biopsieroboter erkennt verdächtiges Gewebe

Anhand der Ultraschallbilder und der MRT-Untersuchung bestimmt der Roboter die genaue Stelle für die Entnahme einer Biopsie. Die Nadel wird vom Roboter genau an die richtige Stelle geführt, danach ist die Entnahme der Biopsie nur noch eine Frage von „Knopfdruck“.

Während des Vorgangs wird dem Arzt ein kombiniertes Bild gezeigt, das sowohl die Nadel als auch das verdächtige Gewebe zeigt. Dadurch kann der Roboter die Biopsienadel genau „im“ verdächtigen Gewebe positionieren. „Mona Lisa bietet uns das Beste aus beiden Welten“, sagt Urologe Harm van Melick.

Zuerst in den Niederlanden

Im Moment ist es St. Antonius immer noch das einzige niederländische Krankenhaus und eines von zehn Krankenhäusern weltweit, in dem der Biopsieroboter Mona Lisa eingesetzt wird. „Der Hersteller hat uns für das Pilotprojekt ausgewählt, weil wir viel Erfahrung mit der Biopsie und Behandlung von Prostatakrebs haben“, sagt Van Melick. In der kommenden Zeit wird entschieden, ob das Krankenhaus den Roboter endgültig kauft. Dazu gehört auch die Betrachtung der Rendite einer Investition.

Die Wahl von St. Antonius als Pilotumgebung für den Biopsieroboter lag unter anderem daran, dass das Krankenhaus eines der größten Behandlungszentren für Prostatakrebs in unserem Land beherbergt. Jedes Jahr werden fast 2000 MRT-Scans der Prostata durchgeführt und Urologen nehmen Biopsien von etwa 700 Männern mit Verdacht auf Prostatakrebs.

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„Mit diesem Gerät besteht eine größere Chance auf ein zuverlässiges Ergebnis. Sie wollen bösartiges Gewebe nicht übersehen, wenn es da ist. Dann erhalten Sie ein falsch negatives Ergebnis und behandeln den Patienten nicht optimal“, schließt Van Melick.

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