Bis zu 50 % Preissprung bei Gebrauchtwagen, auch Elektroautos sind gefragt

Die Gebrauchtwagenpreise steigen weiter. Die Branche prognostiziert, dass der Anstieg im Vergleich zu den Preisen des letzten Jahres fast 50 Prozent erreichen könnte. Vor diesem Hintergrund hätten Hersteller von Neuwagen aufgrund des pandemiebedingten Teilemangels weiterhin große Terminschwierigkeiten, hieß es BNT.

Seit Anfang des Jahres steigen die Preise für Gebrauchtwagen. Der Grund: Dem Zweitmarkt in Westeuropa mangelt es an Angeboten. Traditionelle Importe aus Italien, Deutschland, der Schweiz und Österreich sind stark eingeschränkt, da die Wartezeit auf ein neues Auto zwischen 8 Monaten und anderthalb Jahren nach dem weltweiten Lockdown beträgt.

“Etwa 4-5 externe Händler kämpfen derzeit um ein Auto. Die Preise sind sowohl für Neu- als auch für Gebrauchtwagen um mindestens 30 Prozent gestiegen”, erklärte Lubomir Dorosiev – Verband der Autoimporteure.

Der Hauptgrund dafür ist die enorme Verzögerung bei Ersatzteilen und Lieferung. Aus diesen Gründen hat sich der heimische Automarkt in Bulgarien in den letzten Jahren ziemlich entwickelt, fügt Autohändler Konstantin Popov hinzu.

In unserem Land sind die am meisten bevorzugten Autos bis zu 10 Jahre alt. Laut den Händlern wird die Autoflotte in Bulgarien, wenn auch langsam, erneuert, da die Fahrer in den großen Städten die Euro-Zertifizierung des Autos berücksichtigen.

“Die Preisspanne der Autos, die auf dem bulgarischen Markt verkauft werden, liegt zwischen 3-4.000 BGN und 40-50.000 BGN. Dieselautos sind am meisten gefragt. Autos mit kleinen Motoren sind vorzuziehen. Da Propan-Butan derzeit die der billigste Kraftstoff auf dem Markt, es besteht auch großes Interesse an Autos mit Gaseinspritzung”, sagte Autohändler Emil Nikolov.

Auch das Interesse an Hybridautos hat zugenommen wegen des niedrigen Verbrauchs, der im Durchschnitt 30 % unter dem eines Standard-Otto- oder Dieselmotors der gleichen Klasse liegt.

In den letzten Monaten haben Händler auch einen anderen Trend bemerkt. Steigendes Interesse an Elektroautos wegen der hohen Spritpreise. Sie können gebraucht zu einem Preis zwischen 20.000 und 80.000 BGN gefunden werden.

Elektromobilität bleibt hierzulande aber vorerst eher ein Boutique-Vergnügen. Bis zum 1. Juli gab es etwas mehr als 4.600 zugelassene Elektroautos. Einer der Gründe ist laut Händlern das Fehlen einer Vielzahl von Ladestationen im Land. Vor diesem Hintergrund gehen die Prognosen von weiter steigenden Preisen aus und der Markt wird frühestens im nächsten Jahr das verlangsamte Tempo wieder aufholen.

“Von 60-70 Autos, die ich auf Lager habe, habe ich derzeit 9 Autos im Autohaus. Wir verkaufen, aber es gibt nichts zu kaufen”, erklärte Lubomir Dorosiev – Verband der Autoimporteure.

Nach Angaben des Verbands der europäischen Automobilhersteller ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Europa im Juni um knapp 17 Prozent gesunken. Seit Anfang des Jahres melden Länder wie Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien einen Rückgang. Der höchste Prozentsatz im Juni wurde in Kroatien registriert – fast 30 Prozent.

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