Börsenstrom: Dax schließt unter 9000 Punkten – Wirtschaft

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Montag, 16. März, 21.28 Uhr: Die Versandhandelsfirma Amazonas plant, 100.000 Lager- und Lieferarbeiter in den USA einzustellen, um den Anstieg der Online-Bestellungen aufgrund der Coronavirus-Epidemie zu bewältigen. Das Unternehmen wird 350 Millionen US-Dollar investieren, um den Stundenlohn in den USA um zwei Dollar und in Europa um etwa zwei Euro zu erhöhen. In den USA haben Mitarbeiter derzeit einen Stundenlohn von 15 US-Dollar. rtr

Montag, 16. März, 18:17 Uhr: Nach zumindest einer leichten Erholung an den Börsen in Deutschland, Europa und den USA begann am Montagnachmittag die Dax mit einem Minus von 5,31 Prozent bei 8742,25 Punkten. Das MDax verlor 5,07 Prozent auf 19 230,20 Punkte. dpa

Montag, 16. März, 17:21 Uhr: Das Deutsche Börse spricht sich gegen die Einstellung des Börsenhandels trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten aus. „Die Tatsache, dass es derzeit starke Preisbewegungen und Unsicherheiten an den Märkten gibt, ist kein Grund für eine Aussetzung des Handels“, sagte ein Börsensprecher am Montag. Vielmehr ist insbesondere in turbulenten Zeiten eine transparente und faire Preisgestaltung an den Börsen erforderlich: „Gerade in Zeiten hoher makroökonomischer Unsicherheit ist es wichtig, dass die Börsen offen sind, damit die Marktteilnehmer ihre Risiken steuern können.“ Schutzmechanismen wie Volatilitätsunterbrechungen würden ebenfalls einen ordnungsgemäßen Handel gewährleisten. Zuvor war die US Securities and Exchange Commission gegen eine Schließung der Wall Street: „Die Märkte sollten in Zeiten wie diesen weiterhin funktionieren“, sagte SEC-Chef Jay Clayton gegenüber CNBC. Reuters

Montag, 16. März, 16:31 Uhr: An der Wall Street brachen die Preise zu Handelsbeginn um mehr als 12 Prozent ein. Der Handel wurde vorübergehend eingestellt. Es war noch am Freitag Dow Jones um mehr als neun Prozent erhöht. Im weiteren Handelsverlauf am Montag erholte sich der US-Leitindex leicht auf einen Verlust von gut sieben Prozent (rund 21.500 Punkte). Auch die Ölpreis, der vorübergehend auf 29,34 USD (North Sea Brent) fiel, erholte sich im weiteren Handelsverlauf leicht. Das Minus liegt aber immer noch bei fast neun Prozent. Das Dax Gleichzeitig ging es um rund vier Prozent zurück.

Montag, 16. März, 13:33 Uhr: Vier Wochen nach seinem Rekordhoch von 13.795 Punkten hat der Dax Aufgrund der Koronavirus-Pandemie sind sie in letzter Zeit um rund 40 Prozent auf 8290 Punkte gesunken – so niedrig wie seit September 2013. Noch nie in seiner Geschichte ist der deutsche Leitindex so drastisch bergab gegangen. Mit einem Minus von fast 37 Prozent seit Jahresbeginn geht es auch in das schwärzeste Quartal. Der Eurozonenindex EuroStoxx50 verlor am Montag vorübergehend 9,3 Prozent und war mit 2345 Punkten so niedrig wie vor fast acht Jahren. Auch bei der Wall Street Die Anzeichen waren auf Crash: Der börsennotierte SPDR-Fonds des US-Index S & P 500 fiel im US-Geschäft vor dem Umtausch um fast zehn Prozent und steuerte auf einen der größten täglichen Verluste in seiner Geschichte zu.

Auch der sonst sichere Hafen in Krisenzeiten Gold konnte seine anfänglichen Gewinne nicht halten und fiel um vier Prozent auf 1.468,10 USD je Feinunze (31,1 Gramm). Anscheinend müssten andere Investoren das Edelmetall verkaufen, um Verluste in anderen Bereichen auszugleichen, sagten Börsenhändler. Neben der Angst vor einer Rezession setzte der Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland die Preise auf dem Rohölmarkt unter Druck. Dies drückte den Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee um elf Prozent auf ein Vierjahrestief von 30,05 USD pro Barrel (159 Liter). Reuters

Montag, 16. März, 11:28 Uhr: Der Dax stürzt im frühen Handel um mehr als acht Prozent ab und fällt vorübergehend auf 8414 Punkte. Dies ist der niedrigste Stand seit Oktober 2014, gemessen an den Schlusskursen, sogar seit September 2013.

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Autohersteller gehören zu den größten Verlierern. Lufthansa-Papiere brechen um zwölf Prozent ein, und auch die Aktien der Deutschen Bank fallen um elf Prozent. Die heute in London gelistete Reisegruppe Tui verliert ein Drittel ihres Wertes.

Die Fed senkte ihren Leitzins am Sonntagabend überraschenderweise um einen vollen Punkt auf etwas mehr als null Prozent und kündigte auch Pläne an, in den kommenden Monaten Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere im Wert von 700 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Mit ihrer drastischen Senkung der Leitzinsen hatten die Geldhalter gehofft, die Märkte zu überraschen. Schließlich wollten sich die Zentralbanker erst Mitte der Woche wirklich treffen. Das hat mit der Überraschung geklappt – aber an den Börsen wurde es negativ.

Die Tatsache, dass die Fed in diesem Notfallschritt ihren Leitzins um einen Prozentpunkt senkte, war für viele Anleger ein Schocksignal. „Die Fed ist in Panik geraten und der Markt hat Angst“, sagte Michael O’Rourke von Jones Trading. Viele professionelle Anleger fragen sich auch, wie viel Spielraum die Zentralbank jetzt im Zweifel hat, da die Zinssätze jetzt nahe an der Nulllinie liegen. Andere fragen sich, ob die Zentralbanker ihr Pulver nicht zu früh aufgebraucht haben – denn wer weiß, wie lange das Coronavirus die Wirtschaft lähmen wird.

Auf der anderen Seite waren einige der Fed-Maßnahmen nicht darauf ausgerichtet, die Aktienmärkte zu unterstützen, sondern wichtige Ecken des Finanzsystems am Laufen zu halten. Zum Beispiel hatte es in der vergangenen Woche Turbulenzen auf dem Markt für wichtige US-Staatsanleihen und Diskussionen über das weltweite Angebot an Dollar gegeben, was angesichts der globalen Handelsketten in Dollar äußerst wichtig ist. „Die Maßnahmen der Fed werden dazu beitragen, dass die zentralen US-Finanzmärkte wieder ordnungsgemäß funktionieren“, schreibt Joachim Fels vom Vermögensverwalter Pimco.

Der Ölpreis fiel am Montag ebenfalls um fast acht Prozent auf 31,24 USD (Sorte Brent). hgn / gojd

Montag, 16. März, 8.55 Uhr: Das Hypo-Vereinsbank schließt ein Drittel seiner Filialen aufgrund der Corona-Krise. Die Filialteams arbeiten dann von zu Hause aus. „In den kommenden Tagen wird sich die persönliche Beratung in Filialen schrittweise auf geschäftige Standorte und Flaggschiff-Filialen konzentrieren.“ Zukünftig sollten Mitarbeiter Kunden häufiger per Telefon, Videoanruf oder Skype anrufen. Das Deutsche Bank gab am Sonntagabend bekannt, dass alle Filialen vorerst geöffnet bleiben. Ab Montag werden Teams auf der ganzen Welt getrennt und räumlich getrennt arbeiten.

Sonntag, 15. März, 22:19 Uhr: Die US-Notenbank Federal Reserve Aufgrund der Folgen des Koronavirus werden die Leitzinsen zum zweiten Mal in zwei Wochen überraschend gesenkt. Die neue Spanne liegt zwischen null und 0,25 Prozent – ein Prozentpunkt niedriger als zuvor, wie die Zentralbank am Sonntagabend bekannt gab. Sie will die US-Wirtschaft vor den Folgen der Pandemie schützen. „Die Auswirkungen des Koronavirus werden die Wirtschaftstätigkeit kurzfristig belasten und ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung darstellen“, begründete die Fed diesen Schritt. Reuters

Samstag, 14. März, 10.30 Uhr: Inditex, die Muttergesellschaft der Modekette ZaraDie Nachrichtenagentur Europa Press schließt vorübergehend alle Geschäfte in Spanien.

Samstag, 14. März, 9 Uhr: Apple schließt alle Geschäfte außerhalb Chinas für zwei Wochen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus. Sie wollen helfen, die Krankheit zu verlangsamen, sagte CEO Tim Cook. Die iPhone-Gruppe hat rund 460 interne Geschäfte außerhalb Chinas, Apple hatte die Geschäfte in Italien bereits in den letzten Tagen geschlossen. Die mehr als 40 Apple Stores in China werden nun nach manchmal längeren Schließungen wiedereröffnet.

Freitag, 13. März, 17.15 Uhr: Das Dax schlüpfte am Freitagnachmittag wieder in die roten Zahlen. Zuvor hatte es versucht, sich am deutschen Aktienmarkt zu erholen, und der führende deutsche Index war tagsüber um neun Prozent gestiegen. Kurz vor Handelsschluss ging sie jedoch mit 9078 Punkten um knapp ein Prozent zurück. Negative Impulse kamen von der Wall Streetwo die wichtigsten Indizes ihre anfänglichen Gewinne deutlich reduziert hatten. Der führende Index der Eurozone, EuroStoxx 50, war zuletzt ebenfalls leicht niedriger – nachdem er einen Höchststand von 9,75 Prozent erreicht hatte. dpa

Freitag, 13. März, 14.13 Uhr: Am Ende einer der schwärzesten Börsenwochen in der Geschichte hat die Aussicht auf staatliche Anreize die europäischen Investoren beruhigt. Dax und EuroStoxx50 stieg am Freitagnachmittag um rund acht Prozent auf 9937 und 2770 Punkte. Der wöchentliche Verlust an der deutschen Börse betrug noch rund 14 Prozent. Die Bundesregierung hat Unternehmen, die von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind, uneingeschränkte Hilfe zugesagt. Es geht um staatliche Darlehensgarantien KfW Entwicklungsbank sowie Steuererleichterungen. „Diese Maßnahme ist effektiv, weil sie die Unternehmen direkt erreicht“, sagte der VP Bank-Ökonom Thomas Gitzel. „Es baut tatsächlich wirtschaftlichen Stress ab, da es Unternehmen hilft, schwierige Zeiten zu überstehen.“

Der besonders erschütterte europäische Tourismussektor gewann mehr als fünf Prozent. Lufthansa stieg um rund 20 Prozent an die Spitze des Dax. Auch die Deutsche Bank, der am Donnerstag rund 18 Prozent verlor, legte um 17 Prozent zu und liegt bei 5,70 Euro. Einige Experten sehen das Wachstum jedoch eher als technische Gegenbewegung als als Stimmungsänderung. „Die Mitternachtsverbote für Leerverkäufe in Italien und Spanien könnten ein Warnsignal für Leerverkäufer sein, ihre Positionen zu verlassen“, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Bei sogenannten Leerverkäufen leihen sich Anleger Aktien aus, um diese sofort zu verkaufen. Sie verlassen sich darauf, dass sie die Papiere bis zum Rückgabetermin günstiger kaufen können. Sie sammeln die Differenz als Gewinn.

An der Wall Street deuteten die Zeichen am Freitag ebenfalls auf eine Erholung hin. Die Anleger hofften auf ein Konjunkturpaket der US-Regierung und eine weitere Zinssenkung in der kommenden Woche, um die Wirtschaft zu stützen. Und dazu Rohstoffmärkte Die Preise stiegen wieder. Das Brentöl stieg um 6,7 Prozent auf 35,46 USD pro Barrel (159 Liter). Der Preis für das Industriemetall Kupfer stieg um 2,2 Prozent auf 5.558 USD pro Tonne. Aufgrund der Stabilisierung der Aktienmärkte zogen einige Anleger Bundesanleihen aus den „sicheren Häfen“ zurück. Infolgedessen stieg die Rendite zehnjähriger Aktien von minus 0,740 Prozent auf minus 0,574. Reuters

Freitag, 13. März, 9:09 Uhr: Nach dem zweitschwärzesten Handelstag seiner Geschichte begann der deutsche Aktienmarkt mit einem Plus von rund 3,7 Prozent zu handeln. Das Dax stieg in den ersten Handelsminuten am Ende der Woche auf 9.490 Punkte. Wirecard stieg um fast 30 Prozent. Der Zahlungsabwickler erklärte, dass der lang erwartete Prüfungsbericht bisher keinen Grund zur Korrektur der Bilanzen gegeben habe. Der MDax für mittelgroße Aktien stieg ebenfalls um 3,3 Prozent auf rund 20.827 Punkte.

„Die Frage ist nur, wie lange die Ruhe anhält“, sagte Christian Henke, Marktexperte beim Maklerhaus IG Markets. Am Vortag hatte die sich verschärfende Corona-Virus-Krise an den globalen Finanzmärkten zu massiven Umwälzungen geführt. Wie zu Beginn der Woche flohen Anleger vor Wertpapieren, die als sicher eingestuft wurden. dpa, Reuters

Freitag, 13. März, 7:16 Uhr: Am Ende einer der schwärzesten Handelswochen seiner Geschichte, der Dax Nach Berechnungen von Banken und Maklern wird der Handel am Freitag etwas schwächer beginnen. Am Donnerstag hatte er 12,2 Prozent auf 9161,13 Punkte verloren, als Reaktion auf das überraschende Einfrieren der USA für die meisten Europäer in der sich verschärfenden Coronavirus-Krise. Es war der zweitgrößte tägliche Verlust in der Geschichte. Die Viruspandemie bleibt am Freitag, den 13. das dominierende Thema auf dem Parkett. Bund und Länder schworen den Deutschen, sich einer sehr schwierigen Herausforderung zu stellen. Die US-Notenbank bereitete sich mit einer enormen Finanzspritze auf einen Markteinbruch vor. Dies wird die bevorstehenden deutschen Inflationsdaten und Unternehmensbilanzen zu einer Nebensache machen. Reuters

Freitag, 13. März, 4.51 Uhr: In Japan setzte sich der starke Preisverfall vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie am Freitag fort. Die 225 Werte Nikkei-Index ging um 10,1 Prozent auf 17.081 Punkte zurück und erreichte ein Dreieinhalbjahrestief. Während der gesamten Woche fiel der Index um über 18 Prozent, den höchsten Stand seit einer Woche seit 2008. „Es fühlt sich wie Panik an. Investoren verkaufen Wertpapiere, die nicht länger vom Koronavirus betroffen sein sollten“, sagte Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities Stratege Takuya Hozumi.

Analysten waren sich einig, dass der Ausverkauf fortgesetzt wurde, da die Anleger keine Ahnung hatten, wie weit sich die Weltwirtschaft nach der Pandemie abkühlen würde. Die Frage, ob die Olympiade diesen Sommer in Tokio stattfinden soll, trägt zur Unsicherheit bei. Bisher hat die japanische Regierung trotz der Absage von Massenveranstaltungen auf der ganzen Welt dafür gesorgt, dass die Spiele wie geplant stattfinden. Analysten gehen davon aus, dass die Absage der Olympischen Spiele die Binnenwirtschaft um fast ein Viertel senken könnte. Reuters

Donnerstag, 12. März, 18 Uhr: Nach einer zweitägigen Verschnaufpause gerieten die Anleger an den Aktienmärkten am Donnerstag wieder in Panik. Das Dax fiel zu Handelsbeginn unter die Marke von 10.000 Punkten. Am Nachmittag fiel der führende deutsche Index mit 9.475 Punkten um 9,3 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Sommer 2016. Italien schließt aufgrund des Corona-Fortschritts landesweit Geschäfte und Restaurants. US-Präsident Trump hat Europa ein 30-tägiges Einreiseverbot auferlegt. „Die Aktienmärkte bleiben in Panik. Die gestrigen Ankündigungen des Weißen Hauses haben mehr Angst als Beruhigung ausgelöst“, sagte Milan Cutkovic, Analyst bei Broker AxiTrader.

Fast alle europäischen Aktien hatten tiefe rote Zahlen. Die Verluste gingen durch alle Branchen. Im DAX gehörten die Papiere des Versorgungsunternehmens RWE trotz eines Gewinnanstiegs im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Rückgang von mehr als 15 Prozent zu den schwächsten. Die Freizeit- und Reisebranche stand erneut unter besonderem Druck. In diesem Land brachen die Lufthansa-Papiere um 11,4 Prozent ein. Die Papiere des Flughafenbetreibers Fraport schnitten im M-Dax mit minus neun Prozent kaum besser ab. Der Titel des Flugzeugherstellers Airbus sank um 15 Prozent. Das von der Europäische Zentralbank (EZB) wurde von Anlegern in Bankaktien nicht gut aufgenommen. Der europäische Industrieindex verlor 14 Prozent. Die EZB hatte den Leitzins nicht berührt, kündigte aber gleichzeitig neue Liquiditätsspritzen für Banken an. Papiere der Deutschen Bank führten die DAX-Verlierer mit einem Abschlag von 16 Prozent an. Im M-Dax fielen auch die Aktien der Commerzbank um 16 Prozent.

Mit der überraschenden Einreise der Europäer in die USA schickte auch US-Präsident Donald Trump dies US-Börsen wieder bergab. Das Dow Jones Zwei Stunden nach Handelsbeginn fiel er um 7,4 Prozent auf 21.812 Punkte. Die Fluggesellschaften gehörten zu den größten Verlierern. Die Aktien von United Airlines fielen um 11,7 Prozent, während die Aktien von Delta Airlines fast 12 Prozent verloren. Nach den starken Kursverlusten am Vortag gaben die Aktien des Flugzeugherstellers Boeing erneut um 14 Prozent nach. ri, Reuters, dpa

Donnerstag, 12. März, 18 Uhr: Neben dem Wirtschaftspessimismus hat der Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland die Preise auf dem Rohölmarkt wieder gesenkt. Das Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump für Europäer hatte ebenfalls massive Auswirkungen auf den Ölmarkt. Der Preis für Brentöl Von der Nordsee aus sank der Höchststand um gut neun Prozent auf 32,52 USD pro Barrel, die US-Sorte WTI kostete vorübergehend ebenfalls neun Prozent weniger bei 30,02 USD. Experten zufolge werden die Reisebeschränkungen die US-Fluggesellschaften besonders hart treffen und einen weiteren Rückgang der Treibstoffnachfrage für den bereits angeschlagenen Ölmarkt bedeuten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Weltgesundheitsorganisation die Ausbreitung des Coronavirus nun als Pandemie ansieht.

Vor diesem Hintergrund flohen Investoren in „sichere Häfen“. Der Ansturm geht weiter Staatsanleihen Die Renditen von Zweijahresaktien aus Deutschland und den USA stiegen vorübergehend auf Tiefststände von minus 1,020 bzw. plus 0,378 Prozent. Die zehnjährigen Bundesanleihen erzielten eine Rendite von minus 0,802 Prozent nach minus 0,751 Prozent am Vortag. Die Erwartung eines Konjunkturpakets der Europäischen Zentralbank veranlasste die Anleger auch, Staatsanleihen zu kaufen. Gold hingegen wurde verkauft. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls kostet mit 1.581 US-Dollar 3,3 Prozent weniger. Alexander Zumpfe, Goldhändler bei Heraeus, begründete den Verkauf damit, dass viele Anleger ihre Goldbestände verkauften, um Verluste in anderen Bereichen auszugleichen.

Der Euro geriet unter erheblichen Druck, obwohl die Europäische Zentralbank den Leitzins in ihrer Zinsentscheidung unverändert bei null Prozent belassen hatte. Die gemeinsame Währung fiel um mehr als ein Prozent auf 1,1150 USD. Die schwierige Situation in Italien belastet auch den Euro. cikr, Reuters, dpa

Donnerstag, 12. März, 14.48 Uhr: Das Hilfspaket von EZB Gegen die wirtschaftlichen Folgen der Koronavirus-Pandemie haben sich die Anleger an der deutschen Börse am Donnerstag nicht beruhigt. Im Gegenteil, sie reagierten auf sie, indem sie sie weiter verkauften. Das Dax fiel um bis zu 10,2 Prozent. „Schwarzer Montag“ und „Schwarzer Donnerstag“ werden wahrscheinlich eine „Schwarze Woche“ für den führenden deutschen Index. Insgesamt verliert der Dax fast 20 Prozent und strebt den zweitgrößten wöchentlichen Verlust in seiner Geschichte an. Erst im Oktober 2008, während der Finanzkrise, war der Rückgang mit knapp 22 Prozent noch stärker. dpa, Reuters

Nach einem Preisverfall von über 7 Prozent wurde der Handel an der Wall Street am Donnerstag kurz nach dem Start vorübergehend unterbrochen. Die Befürchtungen eines großen Knicks in der Weltwirtschaft aufgrund der Coronavirus-Epidemie belasten weiterhin die Preise. Das von den Vereinigten Staaten für die meisten Europäer verhängte Einreiseverbot beunruhigte auch die Anleger. Der führende US-Index Dow Jones Industrial rutschte vor der Unterbrechung um 7,20 Prozent auf 21.856,91 Punkte ab. Der marktweite S & P 500 ging um 7,02 Prozent auf 2549,05 Punkte zurück. Nach den Regeln der US-Börse geht der Handel verloren, wenn die S & P. unterbrochen von 7 und 13 Prozent. Mit einem Minus von 20 Prozent endet der Handel für diesen Tag. dpa

Donnerstag, 12. März, 9 Uhr: Nachdem US-Präsident Donald Trump ein 30-tägiges Einreiseverbot für Europäer aus dem Schengen-Raum angekündigt hatte, reagierten die globalen Finanzmärkte. Zu Beginn des Handels war der Pleite Dax erneut massiv fiel der Leitindex zum ersten Mal seit fast vier Jahren wieder unter 10.000 Punkte. Das bedeutete zeitweise Verluste von mehr als fünf Prozent. Das Ölpreise fiel auch nach den Ankündigungen: Der Preis für ein Fass (159 Liter) des Nordseetyps Brent ist inzwischen auf 34,37 Dollar gefallen. Das waren 1,43 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel WTI in den USA fiel zeitweise um 1,39 USD auf 31,59 USD. dpa

Mittwoch, 11. März, 18:17 Uhr: Nach den Panikverkäufen am Montag und einem ausgeprägten Auf- und Abstieg am Dienstag versucht er es Dax Mitte der Woche wieder Erholung. Die Intervention der ersten Zentralbanken in Europa hat die Stimmung etwas aufgehellt. Die britische Federal Reserve war die US Federal Reserve gefüttert im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Epidemie, gefolgt von einer Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt und will vor allem den Banken mehr Unterstützung geben. Jetzt erwarten viele, dass die EZB zieht am Donnerstag um. Es gilt jedoch weiterhin Vorsicht. Für die Dax Von Mittwoch bis Nachmittag stieg er um 0,8 Prozent auf 10 566 Punkte – der deutsche Referenzindex gab einen Teil der Gewinne vom Morgen auf. Anfang der Woche hatte das deutsche Börsenbarometer mit knapp acht Prozent den größten Verlust seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erlitten.

Die Geldzufuhr der britischen Zentralbank half vor allem den Aktien von Banken. Der europäische Bankenindex verzeichnete mit sechs Prozent zunächst den größten Tagesgewinn seit April 2017, stieg danach jedoch nur noch um 2,6 Prozent. in dem Dax Die Aktien der Deutschen Bank verbesserten sich um zwei Prozent und die von Commerzbank im M-Dax um fast fünf Prozent.

Der Ausbruch des Corona-Virus macht die Sportartikelhersteller Adidas und Puma ein Schuss durch die Rechnung. Adidas erwartet angesichts des langjährigen Einzelhandels einen Umsatzrückgang in China. Puma hat die Hoffnung aufgegeben, dass sich die Situation um den Virusausbruch schnell wieder normalisieren wird. Die Aktien von Adidas gaben um elf Prozent nach, Puma verlor 2,6 Prozent an Wert. Die stark angeschlagenen Fahrzeugwerte erholten sich: Daimler, Volkswagen und BMW legten zwischen 2,4 und 2,9 Prozent zu. Der Ausstieg von K + S aus dem amerikanischen Salzgeschäft trieb die Aktien in die Höhe. Die Titel des Salz- und Düngemittelherstellers im M-Dax steigen um 15,3 Prozent.

Die Investoren in New York waren verunsichert, da US-Präsident Donald Trump bisher keine Einzelheiten zu Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft bekannt gegeben hat. Der führende Index Dow Jones verlor bei der Eröffnung am Mittwoch 3,3 Prozent auf 24.199 Punkte.

Mittwoch, 11. März, 18:13 Uhr: Die Coronavirus-Krise verursachte erneut Preisschwankungen an den Devisenmärkten. Nach erheblichen Verlusten vom Vortag hat die Euro merklich auch. Die einheitliche europäische Währung stieg am Nachmittag auf 1,1322 USD, nachdem sie nachts unter 1,13 USD gefallen war. Der Euro profitierte von der Nervosität an den Aktienmärkten, da er als sichere Alternative zunehmend nachgefragt wurde. Neben dem Euro wurden auch andere sichere Währungen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen gesucht.

Das Pfund fiel zeitweise nach der überraschenden Zinssenkung der Bank of England erheblich. Die britische Währung reagierte auf die Entscheidung der Zentralbank mit einem Rückgang um mehr als einen Euro auf 1,1312 Euro. Dann ging es ein wenig bergauf. Zuletzt notierte das Pfund Sterling mit 1,1440 EUR ungefähr auf dem Niveau des Vortages. Sein erster bestätigter Coronavirus-Fall in der Türkei wurde der Landeswährung hinzugefügt. Im Gegenzug stieg der Euro um ein Prozent auf 7,0149 Lira.

Die Rohölpreise gingen etwas zurück. Auf Anweisung des saudi-arabischen Energieministeriums wird der Ölproduzent Saudi Aramco sein Produktionsvolumen im Preiskampf mit Russland noch schneller und stärker als ursprünglich beabsichtigt erhöhen. Ein Nordseefass von Brent fiel um 2,8 Prozent auf 36,20 USD. Saudi-Aramco sollte seine Produktionskapazität von zwölf auf 13 Millionen Barrel pro Tag erhöhen, sagte der Leiter des staatlichen Unternehmens Amin Nasser. Tun Sie alles, um sie so schnell wie möglich umzusetzen. Beim Treffen der Opec-Länder in der vergangenen Woche gab es keine Einigung mit Russland, und der Ölpreis fiel dann um bis zu ein Drittel. Russland signalisierte am Dienstag die Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen, die vorübergehend zu einer leichten Erholung des Ölmarktes geführt hatten.

Mittwoch, 11. März, 14.13 Uhr: Die Zinssenkung durch die britische Zentralbank kann die Anleger nicht beruhigen. Der Preis steigt bei Dax und EuroStoxx50 brach nach einer schwächeren Wall Street zusammen. Am Nachmittag wurden beide Indizes bei 10.469 und 2912 Punkten kaum verändert.

Die britische Zentralbank hatte die Fed im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Epidemie mit einer außerplanmäßigen Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt verfolgt. Viele erwarten nun, dass die EZB am Donnerstag nachziehen wird. Die Investoren in New York waren verunsichert, da US-Präsident Donald Trump bisher keine Einzelheiten zu Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft bekannt gegeben hat.

Auf dem Devisenmarkt flohen Anleger erneut in als krisenfest geltende Währungen wie den Schweizer Franken und den Yen. Ebenfalls Gold blieb gefragt. Die Feinunze des Edelmetalls stieg um 1,2 Prozent auf 1.667 US-Dollar. Reuters

Dax beginnt mit der Preiserholung zu handeln

Mittwoch, 11. März, 9:30 Uhr: Der saudische Ölkonzern Aramco wird seine Produktion auf 13 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag steigern. Mit der Ankündigung verlässt Aramco angesichts des anhaltenden Niedergangs der Ölpreis Ein weiterer Schritt im Ölstreit. Das staatliche Unternehmen hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass die Produktion ab dem 1. April auf den Rekordwert von 12,3 Millionen Barrel pro Tag steigen werde. Es wurde nicht gesagt, wann der Anstieg fortgesetzt werden würde. Das Energieministerium ordnete die Inbetriebnahme an.

Die Organisation der erdölexportierenden Staaten (Opec) konnte sich am Wochenende nicht mit Russland auf eine Produktionskürzung einigen. Infolgedessen fielen die Ölpreise am Montag um 25 Prozent, den höchsten Stand seit dem Golfkrieg 1991. AP, Reuters

Mittwoch, 11. März, 9:26 Uhr: Nach der Panik am Montag und einem heftigen Auf und Ab am Dienstag ist die Dax hat am Mittwoch einen Wiederherstellungsversuch gestartet. Die Aktionen der ersten Zentralbanken in Europa haben die Stimmung aufgehellt. Wirtschaftswissenschaftler fordern auch wirtschaftliche Impulse, zum Beispiel von der Bundesregierung.

Es gilt jedoch weiterhin Vorsicht. Der Dax stieg kurz nach Handelsbeginn um 1,77 Prozent auf 10.661 Punkte. Der M-Dax mittelständischer Unternehmen stieg um 1,52 Prozent auf 23.249 Punkte. Der führende Index der Eurozone EuroStoxx 50 legte um 1,88 Prozent auf 2965 Punkte zu.

In der Eurozone hofften die Marktteilnehmer auch auf Schritte der Europäischen Zentralbank (EZB), die am Donnerstag ihre reguläre Zinsentscheidung trifft. Die EU will außerdem 25 Mrd. EUR zur Unterstützung der Wirtschaft gegen die schlimmsten Folgen der Coronavirus-Epidemie einsetzen. dpa

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