Broadcom wird von VMware geschluckt. Dafür zahlt er 61 Milliarden Dollar

Die Übernahme erfolgt durch Aktientausch und Barzahlung. VMware-Aktionäre können wählen, ob sie 142,5 US-Dollar für jede ihrer Aktien auszahlen oder 0,252 Broadcom-Aktien erhalten möchten. Der Angebotspreis stellt eine Prämie von mehr als 48 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der Aktie vom 22. Mai dar, bevor die Verhandlungen über die Vereinbarung begannen. Broadcom übernimmt auch VMwares 8-Milliarden-Dollar-Schulden.

Die Vereinbarung kommt etwa sechs Monate, nachdem das amerikanische Unternehmen Dell Technologies seinen 81-prozentigen Anteil an VMware aufgegeben hat. Dell-Gründer Michael Dell besitzt zusammen mit der Investmentfirma Silver Lake, die ihm geholfen hat, Dell 2013 in ein Privatunternehmen umzuwandeln, mehr als 50 Prozent von VMware.

Die Gremien beider Unternehmen haben der Vereinbarung bereits zugestimmt. Es wird erwartet, dass es im nächsten Geschäftsjahr abgeschlossen wird und die derzeitigen Aktionäre von Broadcom etwa 88 Prozent der Anteile an dem fusionierten Unternehmen besitzen werden. Die verbleibenden 12 Prozent werden von den derzeitigen Anteilseignern von VMware gehalten. Die Broadcom Software Group soll nach Abschluss der Transaktion in VMware umbenannt werden.

Broadcom ist ein Halbleitergigant, der hauptsächlich durch Übernahmen gewachsen ist. Das Unternehmen sucht nach Vereinbarungen, die ihm helfen würden, auf dem Markt für Unternehmenssoftware zu wachsen. Letztes Jahr stand kurz davor, das Softwareunternehmen SAS Institute zu übernehmen, aber am Ende änderten die Gründer ihre Meinung. Der erste große Einstieg in den Softwaremarkt war die Übernahme von CA Technologies im Jahr 2018 für rund 19 Milliarden US-Dollar.

Konkurrenz für Amazon und Microsoft

Die größte Akquisition dieses Jahres wurde im Januar bekannt gegeben. Microsoft kündigte daraufhin an, den Videospielehersteller Acitivision Blizzard für 68,7 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Die Nachfrage nach Cloud Computing, bei dem Kunden Rechenleistung mieten statt in eigene zu investieren, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die ersten Nutzer dieser Dienste waren Start-ups und andere Unternehmen, die nicht über die Unterstützung einer eigenen IT-Abteilung verfügten. Unternehmen aller Branchen setzen mittlerweile darauf.

Newsletter

Leave a Reply

Your email address will not be published.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.