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Bundesliga, 29. Spieltag: Sechs Tore in Köln – RB Leipzig verteidigt Platz drei

Sport Bundesliga, 29. Spieltag

Sechs Tore in Köln – RB Leipzig verteidigt Platz drei

Stand: 01.06.2020 | Lesedauer: 3 Minuten

Mann des Spiels: Leipzigs Christopher Nkunku traf zur Pausenführung

Mann des Spiels: Leipzigs Christopher Nkunku traf zur Pausenführung

Quelle: Ina Fassbender/Pool via Getty Images

Der 1. FC Köln und RB Leipzig haben sich zum Abschluss des 29. Spieltags einen offenen Schlagabtausch geliefert. Insgesamt fielen sechs Treffer. Die Hälfte davon viel innerhalb von sieben Minuten.

Der 1. FC Köln hat erneut eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt verpasst. Der Tabellenelfte verlor am Pfingstmontag gegen RB Leipzig 2:4 (1:2) und blieb damit auch im vierten Spiel seit dem Re-Start sieglos. Mit einem weiteren Sieg gegen den früheren Chef hat Julian Nagelsmann mit RB Leipzig hingegen den Champions-League-Platz verteidigt.

„Wir wollten nach dem Unentschieden gegen Hertha drei Punkte. Das ist uns gelungen. Dennoch sind wir mal wieder in Rückstand geraten“, ärgerte sich RB-Boss Oliver Mintzlaff, der die Maßgabe für das Saisonfinale formulierte: „Wir sind auf Champions-League-Kurs, wollen aus den letzten fünf Spielen noch mindestens einen Zweier-Punkteschnitt holen. Jetzt müssen alle, auch um die Mannschaft, ,All In‘ gehen.“

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Der zwischenzeitlich auf Rang fünf abgerutschte Herbstmeister nahm den dritten Platz zumindest zum Abschluss des 29. Spieltags wieder ein. Im Hinspiel hatte Nagelsmann Kölns Trainer Markus Gisdol, unter dem er einst Assistent in Hoffenheim war, durch ein 4:1 den Einstand beim FC verdorben.

Zahlreiche Strafraumszenen, die Mehrheit davon im Kölner Sechzehner. Timo Horn stoppt Leipzigs Patrik Schick

Zahlreiche Strafraumszenen, die Mehrheit davon im Kölner Sechzehner. Timo Horn stoppt Leipzigs Patrik Schick

Quelle: Ina Fassbender/Pool via Getty Images

Die Kölner waren durch das zwölfte Saisontor von Jhon Cordoba sogar in Führung gegangen (7.). Patrik Schick (20.), Christopher Nkunku (38.), Timo Werner mit seinem 25. Saisontor (50.) und Dani Olmo (57.) drehten die Partie aber für RB, das nach bereits sechs Unentschieden in der Rückrunde aber wohl nicht mehr in den Meisterkampf eingreifen kann. Anthony Modeste hatte das zwischenzeitliche 2:3 erzielt (55.).

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Der Klassenerhalt dürfte angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf Rang 16 dennoch gesichert werden, der kurze Traum von Europa ist bei nun acht Zählern Rückstand auf Rang sieben aber wohl ausgeträumt.

Leipzig kontert Kölner Anschlusstreffer

Die Leipziger, die im 15. Bundesliga-Spiel gegen einen Aufsteiger zum 13. Mal gewannen und nie verloren, begannen dominant und wären durch Werner fast schnell in Führung gegangen (4.). Stattdessen fiel das Gegentor, als Elvis Rexhbecaj nach schöner Einzelleistung den Innenpfosten traf und Cordoba den Abpraller ins Netz drosch.

Doch schon nach 22 Minuten war Schluss für Cordoba, der nach einem Schlag auf das Knie gegen Modeste ausgewechselt werden musste. Die Kölner Offensive wurde damit weiter geschwächt, nachdem schon Mark Uth wegen muskulärer Probleme fehlte. Während Cordobas Behandlungspause fiel prompt der Ausgleich durch einen Kopfball von Schick nach Flanke von Angeliño, der den gesperrten Nationalspieler Marcel Halstenberg ersetzte.

Leipzig war mit scharfem Passspiel und großer Positions-Flexibilität fast durchweg dominant. Der Führungstreffer fiel allerdings in einer Phase, als die Gäste wenig Torgefahr zu erzeugen schienen. Dann spielte Konrad Laimer einen Traumpass auf Nkunku, der den Ball über Timo Horn lupfte.

Vereitelte zahlreiche der 18 Leipziger Torschüsse, war aber dennoch viermal geschlagen: Kölns Schlussmann Timo Horn

Vereitelte zahlreiche der 18 Leipziger Torschüsse, war aber dennoch viermal geschlagen: Kölns Schlussmann Timo Horn

Quelle: Ina Fassbender/Pool via Getty Images

Hanebüchen aus Kölner Sicht war das 1:3, als Werner nach einem Abschlag von Peter Gulacsi fast 40 Meter alleine aufs Tor zulaufen konnte. Gisdol schlug schon die Hände über dem Kopf zusammen, da war Werner noch nicht einmal in den Strafraum eingedrungen. Fünf Minuten später ballte Gisdol aber wieder die Faust, als Modeste mit einem Rechtsschuss aus 20 Metern wieder für Spannung sorgte. Aber nur kurz: Nach Olmos Treffer war das Spiel endgültig gelaufen.

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Schon vier Minuten später wäre wohl das fünfte Tor fällig gewesen, hätte Schiedsrichter Christian Dingert RB nicht einen klaren Vorteil weggepfiffen. Nagelsmann sprang am Spielfeldrand fassungslos hin und her und rief nachvollziehbar: „Ist das schlecht, Mann!“ Beinahe hätte Dingert auch noch einen falschen Elfmeter für Köln gepfiffen (73.), nach Ansicht der Video-Bilder korrigierte er sich aber.

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