Bußgelder für blockierte Autofahrer A35 zurückgezogen | Inland

Ein Polizeisprecher sagte früher am Tag, er sei mit der Verhängung des Bußgeldes nicht einverstanden. „Wenn Menschen Opfer einer Blockade werden, müssen sie nicht noch einmal die Opfer sein.“

Aktivistische Bauern besetzten am Donnerstag stundenlang die Azelo-Kreuzung in der Nähe von Almelo. Dies führte auf den Autobahnen A35 und A1 zu langen Staus in beide Richtungen. Die Polizeibeamten von Twente wurden angewiesen, gegenüber Menschen hinter der Blockade Zurückhaltung zu üben. „Stellen Sie sicher, dass die Sicherheit gewahrt bleibt und Personen nicht gefährdet werden. Wenn es nicht möglich ist, die Blockade zu beenden, muss man schauen, wie man sicherstellt, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden, indem man sie zum Beispiel wegführt“, so die Sprecherin.

Nach Angaben der Polizei Twente wurden die Bußgelder von zwei Motorradpolizisten aus Rotterdam von der National Unit verhängt, die in der Nähe waren und ihre Hilfe anboten. Die Anweisung zur Zurückhaltung sei ihnen nicht erteilt worden. Die betroffenen Motorradoffiziere haben jetzt mit dem Teamchef von Twente gesprochen und verstehen den Zusammenhang, so der Sprecher.

Ein Jahr ohne Auto?

Einer der beiden mit einem Strafzettel belegten Personen, Ruud Leliefeld aus Borne, schrieb auf Facebook, dass er wegen Verstoßes gegen Artikel 5 des Straßenverkehrsgesetzes mit einer Geldstrafe belegt worden sei. Die Polizei konnte dies nicht bestätigen.

Leliefeld fuhr mit zwei kleinen Kindern auf der Straße, als der Verkehr zum Erliegen kam. Die Situation würde bis 20 Uhr andauern. Mit einem kleinen Baby und einem Kind, das ins Bett muss, ist das nicht ideal. Als andere Fahrer anfingen abzubiegen: „Es müssen 50 gewesen sein, vielleicht hundert. Am Ende haben wir uns entschieden, diesen Leuten zu folgen.“

Aber Ruud und seine Familie hatten Pech und wurden deshalb mit einer Geldstrafe belegt: „Es würde dem Richter vorgelegt werden. Ich habe verstanden, dass die Höchststrafe 8.700 Euro und ein Jahr Fahrverbot beträgt!“ Er wurde nicht wütend, aber er war frustriert: „Ich denke, ein Jahr ohne Auto würde sehr weit gehen. Diese Ungewissheit ist vielleicht das Schlimmste“, schrieb er.

VIDEO: Verkehrssicherheitsexperte Collin Bell erklärt, was zu tun ist, wenn man sich einer Blockade eines Bauern nähert.

Artikel 5

Artikel 5 besagt, dass es verboten ist, im Straßenverkehr Gefahren zu verursachen. Wer dagegen verstößt, dem drohen bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von bis zu 9.000 Euro. Außerdem darf eine Person bis zu zwei Jahre lang kein Fahrzeug führen.

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