Carlos Ghosn: Ex-Renault und Nissan-Chef haben Japan überraschend verlassen

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Der frühere Chef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, hat nach mehreren Medienberichten Japan verlassen. Ghosn, der zuletzt in Tokio unter Hausarrest stand, ist am Montag in den Libanon geflogen, schreibt die Zeitung "Les Echos" unter Berufung auf Insider. Für den Bericht gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Der ehemalige Kfz-Manager ist nicht nur Franzose, sondern besitzt auch die libanesische und brasilianische Staatsbürgerschaft.

Ghosn wird in Japan wegen Vertrauensbruches und finanziellem Fehlverhalten des japanischen Renault-Partners Nissan angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, sein Einkommen sei zu niedrig, er habe dem Autohersteller Nissan fünf Millionen Euro Schaden zugefügt und er habe sich persönlich bereichert. Er wurde im November 2018 festgenommen. Ghosn wies die Vorwürfe zurück. Die jüngste Ankündigung war, dass sein Prozess im April beginnen sollte.

Die Umstände seiner Abreise aus Japan sind unklar. Nach Angaben des Wall Street Journal floh er aus dem Land. Andere Berichte besagen, dass es möglicherweise einen Deal mit den japanischen Behörden gegeben hat. Nach Angaben der New York Times verbrachte Ghosn einen Großteil seiner Jugend im Libanon und unterhält dort familiäre Beziehungen.

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