Carlos Ghosn soll aufgetürmt sein, nachdem Nissan aufgehört hatte zu beschatten

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Es gibt wachsende Spekulationen über Carlos Ghosns spektakuläre Flucht. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge gelang es dem mehrfach angeklagten Ex-Nissan-Chef, aus Japan in den Libanon zu fliehen, nachdem die Gruppe ihre Beschattung durch eine private Sicherheitsfirma beendet hatte.

Ghosn, der wegen Untreue und finanziellem Fehlverhalten vor Gericht stehen soll, ist am 30. Dezember aus Tokio verschwunden. Die Überwachung durch das Sicherheitsunternehmen wurde am 29. Dezember eingestellt, berichtet Reuters unter Berufung auf drei Insider. Das Unternehmen, dessen Name Reuters nicht erwähnt, wurde von Nissan in Auftrag gegeben. Sie sollten feststellen, ob Ghosn verdächtige Menschen traf.

Ghosn war lange Zeit Renault- und Nissan-Chef. Er gilt als Architekt der internationalen Fahrzeugallianz zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi und wurde für seine Verdienste respektiert. Dann, im November 2018, wurde Ghosn festgenommen. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, sein Einkommen sei zu niedrig und er habe Nissan einen Schaden von fünf Millionen Euro zugefügt.

Im Frühjahr 2019 wurde Ghosn gegen eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar aus der Haft entlassen. Seitdem steht er unter Hausarrest und wird engmaschig überwacht.

Ghosn hat die Anschuldigungen immer zurückgewiesen und auf eine Intrige ehemaliger Vorstandsmitglieder hingewiesen. Der Prozess gegen ihn sollte im April beginnen. Die Chancen dafür stehen jetzt schlecht.

Die Anwälte von Ghosn sollen gedroht haben, Anhänger in eine Klage zu verwickeln

Laut Reuters haben die Anwälte von Ghosn die Sicherheitsfirma von Nissan gebeten, die Überwachung ihres Kunden einzustellen. Die Beschattung war eine Verletzung der Menschenrechte von Ghosn, die Anwälte hatten argumentiert und gedroht, das Unternehmen zu verklagen.

Kurz nach dem Ende der Überwachung war Ghosn nach Beirut geflohen. Er besitzt eine Luxusimmobilie in der Stadt, seine Familie stammt ursprünglich aus dem Libanon.

Wie genau Ghosn entkommen konnte, ist nicht bekannt. Der Ex-Manager möchte am kommenden Mittwoch eine öffentliche Erklärung abgeben – und dann möglicherweise die vielen Gerüchte über seinen plötzlichen Abgang klären.

Unter anderem soll der Ex-Manager von einer privaten Sicherheitsfirma aus Tokio geschmuggelt und mit einem Privatjet über Istanbul nach Beirut geflogen worden sein. Laut dem türkischen Sender NTV haben die türkischen Behörden sieben Personen festgenommen, die an seiner Flucht beteiligt waren.

Noch abstruserer erscheinen Berichte des libanesischen Nachrichtensenders MTV. Demnach spielte eine Gruppe von Paramilitärs angeblich als Musiker für eine Dinnerparty und schmuggelte Ghosn in einem Kontrabasskoffer aus seinem Haus.

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