Das fanden die FBI-Ermittler in Trumps Haus – VG

AUFRUF: Der frühere Präsident Donald Trump ruft auf seiner Website Truth Social dazu auf, den Durchsuchungsbefehl zu veröffentlichen.

Mehrere streng geheime Dokumente, Auskunftrmationen über den französischen Präsidenten und 20 Inhaltskisten. Es gehört zu den Entdeckungen, die das FBI am Montag dieser Woche in Donald Trumps Haus in Florida gemacht hat.

Veröffentlicht:

Gerade eben aktualisiert

Der Artikel wird aktualisiert!

Ein Bundesrichter entschied am Freitagabend um 21.45 Uhr norwegischer Zeit, dass die Dokumente im Zusammenhang mit der Durchsuchung veröffentlicht werden können.

Am 9. August durchsuchte das FBI im Auftrag des US-Justizministers Merrick Garland das Anwesen von Donald Trump in Florida, Mar-A-Lago. So etwas ist einem ehemaligen Präsidenten des Landes noch nie passiert.

Hintergrund der Durchsuchung muss laut The Washington Post unter anderem gewesen sein: a Verdacht, dass Donald Trump geheime Dokumente aufbewahrte über Atomwaffen in seinem Haus.

Wallstreet Journal teilte am Freitag mit, dass das FBI bei der Durchsuchung elf geheime Dokumente gefunden habe. Zudem müssen einige der Dokumente als „streng geheim“ eingestuft worden sein.

Später am Freitagabend bestätigten mehrere andere Medien dies, und kurz vor 22 Uhr norwegischer Zeit kam die Bestätigung.

Aus den Dokumenten geht unter anderem hervor, dass der Verdacht eines Spionageverstoßes Teil der Rechtsgrundlage für die Durchsuchung ist.

Blättern Sie hier durch die Rechercheunterlagen:

1 / 7

Das Spionagegesetz kriminalisiert das Ausspionieren oder anderweitige Unterstützen eines Feindes der Vereinigten Staaten sowie das Teilen geheimer Regierungsauskunftrmationen ohne Erlaubnis.

Als Trump Präsident war, erhöhte er die Strafen für Verstöße gegen das Spionagegesetz oder das unbefugte Entfernen oder Aufbewahren von Verschlusssachen. Die Strafe wurde auf bis zu fünf Jahre Gefängnis erhöht.

Das haben sie gefunden

  • Das FBI soll 20 Kisten mit geheimen Auskunftrmationen als vertrauliche und geheime Dokumente gesammelt haben.
  • Neben als streng geheim gekennzeichneten Dokumenten sollen Ordner mit Fotos und handschriftlichen Notizen gefunden worden sein. Streng geheim ist die höchste Geheimhaltungsstufe in den Vereinigten Staaten.
  • Zudem berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass die Dokumente Auskunftrmationen über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron enthalten haben sollen.
  • Es muss auch ein dokumentierter Verstoß gegen das Strafgesetzbuch vorliegen, der sich mit der Sammlung oder Übermittlung von Verteidigungsauskunftrmationen befasst.
  • Reuters berichtet auch, dass die Ermittlungen Verstöße gegen das Spionagegesetz ergeben.
siehe auch  Biden: USA würden Taiwan gegen chinesische Invasion verteidigen; Peking reagiert | Nachrichten

Zudem soll laut Reuters bei der Suche Donald Trumps Begnadigung von Roger Stone gefunden worden sein.

Stone ist ein ehemaliger Trump-Berater und wurde es Unter anderem wurde er wegen Lügens unter Eid verurteilt.

– Überraschend, sagt der US-Experte

Seit letztem Jahr streitet Trump mit dem Norwegischen Nationalarchiv (NARA) über die öffentlichen Dokumente, die er angeblich mit nach Hause genommen hat.

Nach langem Hin und Her bekamen es die Archivbehörden 15 Kartons mit Dokumenten Anfang dieses Jahres von Trump überliefert. Das waren anscheinend alles Dokumente, auf denen er saß.

Jetzt hat die Bundespolizei noch mehr Kisten sichergestellt.

– Wenn Sie jetzt zusammenzählen, hat Trump 35 Kisten mit Dokumenten aus dem Weißen Haus mitgenommen, sagt die US-Expertin und Rechtsforscherin Sofie Høgestøl zu VG.

Einige der Dokumente werden auch benotet.

Er habe nicht nur viele Dokumente mitgebracht, er sei auch im Umgang mit den Behörden nicht ehrlich, sagt Høgestøl.

– Es ist überraschend.

USA-EXPERTE: Sofie Høgestøl glaubt, dass der Fall eine neue Wendung genommen hat.

Behauptet, er habe geheime Dokumente freigegeben

Laut mehreren amerikanischen Medien glauben Donald Trump und seine Unterstützer, dass er die Dokumente freigegeben hat, die er in seinem Haus in Mar-a-Lago hatte.

Ob er das tatsächlich getan hat, ist unklar.

– Damit habe der Fall eine neue Wendung genommen, sagt der US-Experte.

Sie erklärt, dass der Fall von Trump, der leugnete, Dokumente in seinem Haus gehabt zu haben, zu ihm übergegangen ist, der es jetzt zugibt.

– Jetzt versucht Trump zu sagen, dass er nicht für den Besitz geheimer Dokumente bestraft werden kann, da sie sowieso nicht geheim waren.

In einem möglichen Rechtsfall hält Høgestøl dies für wichtig:

– Die Betonung liegt dann auf dem, was Sie bewusst getan haben. Hier könne es so aussehen, als hätte er viele Dokumente absichtlich zurückgehalten, sagt Høgestøl.

Wäre ein Skandal für andere Präsidenten

Høgestøl glaubt, dass Trump einen neuen Standard in der amerikanischen Politik gesetzt hat.

– Normalerweise muss ein Präsident Diskretion und gute Manieren walten lassen, sagt Høgestøl.

Sie glaubt, dass die bloße Andeutung einer Straftat ein Skandal für andere in der gleichen Situation wäre.

– Er ist der erste Präsident, gegen den die Bundespolizei auf diese Weise ermittelt.

siehe auch  Gasgoo Awards 2022 Annual Most Growth Value Award Bewerber: Shanghai DAISCH Intelligent Technology Co., Ltd.

Høgestøl erinnert daran, dass gegen den ehemaligen Präsidenten nur ermittelt wird.

– Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Trump angeklagt wurde.

DAS GESETZ GILT FÜR ALLE: Am Mittwochabend sagte US-Justizminister Merrick Garland, er habe persönlich eine Durchsuchung genehmigt und betonte, dass das Gesetz für alle gelte.

Die FBI-Agenten sollen auch nach Dokumenten im Zusammenhang mit Atomwaffen gesucht haben, behaupteten Quellen Washington Post Nacht auf Freitag.

Trump behauptet auf seiner eigenen Website Truth Social, die Vorwürfe seien Unsinn.

– Die Sache mit Atomwaffen ist einfach Unsinn, genau wie Russland, Russland, Russland. Russland war ein Scherz, die Amtsenthebung war ein Scherz und die Mueller-Untersuchung ist ein Scherz.

Die Medien, die bisher schreiben, dass ihnen Zugang zu den Dokumenten gewährt wurde, erwähnen nicht, dass es sich bei dem Material um atomwaffenbezogene Dokumente handeln soll.

– Die Zeitungen werden von linksradikalen Demokraten produziert

Sowohl Trump als auch das Justizministerium forderten die Herausgabe der Fahndungsunterlagen.

– Ich werde der Veröffentlichung der Dokumente im Zusammenhang mit der unamerikanischen, ungerechtfertigten und unnötigen Razzia und dem Einbruch in mein Haus nicht widersprechen, schrieb Donald Trump auf seiner Website Truth Social.

Auf der Website forderte Trump die sofortige Freigabe der Dokumente.

Dies trotz der Tatsache, dass Trump selbst behauptete, die Dokumente seien von seinen Gegnern vorgelegt worden:

– Die Dokumente wurden von radikalen linken Demokraten und möglichen zukünftigen politischen Rivalen erstellt, die ein starkes Interesse daran haben, mich anzugreifen, schreibt der ehemalige Präsident.

STRENG GEHEIM: Nancy Pelosi glaubt, dass die Seriosität der Dokumente festgestellt werden muss.

Die demokratische Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, sagt, eine Veröffentlichung sei wichtig, um die Seriosität dieser Dokumente festzustellen, die Trump aufbewahrt haben soll.

– Ich finde es wichtig zu wissen, wie seriös der Inhalt der Dokumente ist. Hoffentlich wissen wir mehr, aber wir wollen auch nicht zu viel wissen, weil es unsere Sicherheit gefährden könnte, sagte sie laut CNN.

KRITISCH: Kevin McCarthy beantwortet am Freitag Fragen der Medien zur Durchsuchung.

Auch der republikanische Vorsitzende im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, will, dass das Justizministerium mehr als nur den Durchsuchungsbefehl veröffentlicht.

– Warum machen sie die Dokumente nicht einfach öffentlich? Man wolle öffentlichen Stellen vertrauen, und Geheimhaltung untergrabe dieses Vertrauen, sagte McCarthy.

SUCHE: Am Dienstag wurde die Wohnung von Donald Trump in Florida vom FBI durchsucht.

Korrigiert

In einer früheren Version dieses Falls hieß es, die Nachrichtenagentur Reuters habe berichtet, Trump habe ein juristisches Dokument eingereicht, in dem er erklärte, dass er der Veröffentlichung von Dokumenten im Zusammenhang mit der Durchsuchung nicht widersprechen werde.

Später korrigierte Reuters diese Auskunftrmation, die mit Äußerungen Trumps selbst auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social verknüpft ist, wo er bereits am Donnerstag ankündigte, sich dem nicht zu widersetzen.

Der Artikel wurde am Freitag, den 12. August 2022 um 20:38 Uhr geändert.

Newsletter

Leave a Reply

Your email address will not be published.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.