Das FBI warnt nach Trump-Ermittlungen vor Bomben und Ausschreitungen

Das FBI und die Sicherheitsbehörden haben mehrere Drohungen gegen Strafverfolgungsbehörden des Bundes beobachtet, heißt es in der Warnung. Auch die örtliche Polizei und Regierungsbeamte erhalten mehr Drohungen. Über den Inhalt der Warnung haben die Nachrichtenagenturen Reuters, CNN, NBC und CBS berichtet, die Reuters nun auch von den Nationalen Sicherheitsbehörden der USA bestätigt wurde.

Besorgt über Bomben und Bürgerkrieg

Das Platzieren sogenannter „schmutziger Bomben“ vor FBI-Gebäuden und Aufrufe zu „Bürgerkrieg“ und „bewaffneter Rebellion“ gehörten laut CBS zu den Bedenken, die in dem Rundschreiben erwähnt wurden. Sie berichten von mehreren Drohungen und Aufrufen, mit der Durchsuchung in Verbindung stehende Strafverfolgungsbehörden und Regierungsbeamte zu töten. Unter anderem soll der Bundesrichter, der die Durchsuchung genehmigt hatte, Morddrohungen ausgesetzt gewesen sein.

Die meisten Bedrohungen werden laut Warnung online veröffentlicht.

Trump-Anhänger versammelten sich nach der FBI-Durchsuchung am Montag vor Trumps Haus in Mari-a-Lago. Foto: MARCO BELLO / AP / NTB

Das FBI die Gestapo nennen

Der Durchsuchungsbefehl wurde am Freitag bekannt gegeben, nachdem die Durchsuchung ergab, dass der ehemalige Präsident Donald Trump 11 Sätze geheimer Dokumente zu Hause hatte. Der Verdacht, dass Trump über solche Dokumente verfügte, löst ein Durchsuchungsrecht aus. Am Sonntag forderten mehrere Republikaner das FBI auf, seine Gründe für die Beschlagnahme der Dokumente öffentlich zu machen.

Trump und seine Verbündeten haben darauf reagiert, indem sie ihre Wut auf das FBI und andere Regierungsbeamte gerichtet haben, die an den Ermittlungen gegen Trump beteiligt waren. Laut Reuters haben sowohl Trump als auch andere den Unterstützern gesagt, dass das FBI sie verfolgen könnte, wenn sie das nächste Mal keine Beweise haben.

Ein FBI-Agent geht am Samstag mit dem Hund vor dem FBI-Hauptquartier in Washington spazieren.  Anfang dieser Woche forderte die FBI-Führung Agenten auf, keine sichtbaren Karten oder Uniformen in der Öffentlichkeit zu tragen.  Foto: José Luis Magana / AP / NTB

Ein FBI-Agent geht am Samstag mit dem Hund vor dem FBI-Hauptquartier in Washington spazieren. Anfang dieser Woche forderte die FBI-Führung Agenten auf, keine sichtbaren Karten oder Uniformen in der Öffentlichkeit zu tragen. Foto: José Luis Magana / AP / NTB

Laut Reuters nennen einige von Trumps Verbündeten das FBI die „Gestapo“, während andere darum bitten, die finanzielle Unterstützung einzustellen. Andere werfen dem FBI vor, politisch motiviert zu sein.

Trump: Holen Sie sich die Dokumente zurück

Am Sonntag forderte Trump das FBI auf, die beschlagnahmten Dokumente zurückzugeben. Er behauptet, die Dokumente seien durch das Anwalts-Mandanten-Verhältnis geschützt und könnten daher nicht beschlagnahmt werden.

Trump machte den Schritt in den sozialen Medien „Truth-social“ zufolge Geschäftseingeweihter.

Die Fahndung nach einem Schützen, der versuchte, in ein FBI-Gebäude in Cincinnati einzudringen, endete nach einer Verfolgungsjagd in einem Maisfeld mit einer Schießerei.  Die Straße zum Maisfeld wird vorübergehend von staatlichen Behörden mit Zivilfahrzeugen gesperrt.  Foto: Jay LaPrete / AP / NTB

Die Fahndung nach einem Schützen, der versuchte, in ein FBI-Gebäude in Cincinnati einzudringen, endete nach einer Verfolgungsjagd in einem Maisfeld mit einer Schießerei. Die Straße zum Maisfeld wird vorübergehend von staatlichen Behörden mit Zivilfahrzeugen gesperrt. Foto: Jay LaPrete / AP / NTB

Angriff auf das FBI-Gebäude

Am Donnerstag versuchte ein bewaffneter Mann, in ein FBI-Gebäude in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio einzudringen. Nach einer Verfolgungsjagd, die mit einer Schießerei in einem Maisfeld endete, wurde der Mann erschossen.

Der Mann soll laut Polizei Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen gehabt haben. Er soll sich auch in den Tagen vor dem Sturm auf den Kongress am 6. Januar vergangenen Jahres in Washington aufgehalten haben. Laut NBC News gehörte der Mann zu denen, die nach der Durchsuchung von Trumps Wohnung in Florida mehrfach in den sozialen Medien zu Gewalt aufgerufen hatten.

Der Fall wird noch untersucht, und es wurde nicht bestätigt, dass die Durchsuchung die Ursache für den Vorfall in Cincinnati war.

Bewaffnete Anhänger demonstrierten

Bewaffnete Trump-Anhänger haben laut CNN mehrfach vor dem FBI-Büro in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona demonstriert Geschäftseingeweihter. Sie trugen Bundesfahnen und Transparente mit Parolen.

Der Protest war legal und endete friedlich, ohne dass die Demonstranten das FBI-Gelände betraten.

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