Das Koronavirus breitet sich aus. Wie sich China und Deutschland vorbereiten

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ichIm Fitnessstudio werden Feldbetten mit blauen Bezügen aufgestellt. Ein Kissen ist am Kopfende mit Folie umwickelt. Einige Basketballkörbe in der Halle sind zusammengeklappt, die Handballtore stehen noch. Hier treiben die Mitarbeiter von Fraport, dem Betreiber des Frankfurter Flughafens, in der Regel Sport. Am Samstag werden jedoch die Passagiere, die von der Bundesregierung aus der chinesischen Stadt Wuhan nach Frankfurt geflogen werden, in der Halle untergebracht. Nach der Landung werden sie von Mitarbeitern der Gesundheitsabteilung empfangen und mit dem Bus in die Halle, das Medical Assessment Center, gebracht.

Wenn alle Passagiere gesund sind, bleiben sie nur ein paar Stunden dort. Weist ein Patient jedoch Symptome auf, werden diese getrennt und in das Frankfurter Universitätsklinikum gebracht. Vom Medical Assessment Center sollen die Passagiere zu einer Quarantänestation in Germersheim in der Südpfalz gebracht werden. Es wurde in einer Trainingskaserne auf einem Luftwaffenstützpunkt eingerichtet. Die Rückkehrer müssen 14 Tage hier bleiben. Dies ist die Anordnung des Bundesministeriums für Gesundheit. Laut Außenminister Heiko Maas (SPD) gibt es unter denjenigen, die derzeit aus China ausgeflogen werden, niemanden, der infiziert ist, und keinen Verdachtsfall. Rund hundert Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, des Frankfurter Gesundheitsamtes und des Flughafens sind am Samstag im Einsatz.

Experten widersprechen Befürchtungen, dass der Transport der betroffenen Deutschen im Flugzeug Infektionen erzwingen könnte. Durch den ständigen Luftaustausch über Klimaanlagen wird immer ausreichend Frischluft zur Verfügung gestellt. Ein Flugzeug birgt kein besonderes Infektionsrisiko – zumindest nicht mehr als andere geschlossene Räume, in denen sich mehrere Personen aufhalten. Alles andere macht Angst. Laut Maas gab es auch Anfragen aus anderen Ländern, ihre Bürger mit dem Air Force Airbus auszufliegen, der die 90 Deutschen und rund 40 Angehörige anderer Nationalitäten aus Wuhan abholte. Aber alle Plätze in der Bundeswehrmaschine waren besetzt. Auf Wunsch Chinas wurden auf dem Hinflug dringend 10.000 Schutzanzüge transportiert, die dort dringend benötigt werden.

Die chinesische Regierung kündigte am Freitag Rückkehrer für ihre im Ausland gestrandeten Bürger an. Das Außenministerium sagte, dass dies besonders für die Bewohner von Wuhan zutrifft. Derzeit gibt es keine regelmäßigen Flüge nach Wuhan, da die Regierung die gesamte Stadt von der Außenwelt abgeschnitten hat, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Im Internet hatten einige Wuhans auch Bedenken geäußert, dass Fluggesellschaften sich weigern könnten, sie an Bord von Flügen in andere chinesische Städte mitzunehmen. Am Montag wurde bekannt, dass chinesische Passagiere auf ihrem Rückflug aus Japan beantragt hatten, eine Gruppe aus Wuhan aus präventiven Gründen von der Reise auszuschließen. Erst als die Angestellten des chinesischen Konsulats in Nagoya hereingebracht wurden, konnten Reisende ihre Plätze im Flugzeug von China Southern Airlines einnehmen. Auch Berichte über Auslandsgeschäfte, die sich weigerten, Wuhaner- oder chinesische Kunden zu bedienen, sorgten im Internet für Aufsehen.

Viele Fluggesellschaften fliegen nicht mehr nach China

Die ersten beiden Charterflugzeuge aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok und der malaysischen Stadt Kota Kinabalu sollen am Freitagabend in Wuhan landen. Nach Angaben der chinesischen Luftfahrtbehörde befanden sich 217 Personen aus Wuhan an Bord. Weitere Rückflüge sind in Singapur, Osaka, Krabi und Mandalay geplant. Charterflugzeuge sollen auch nach Kanada verschickt werden.

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