Der Abwärtstrend in der Branche ist vorbei

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Hochofen

Der ifo-Wirtschaftsexperte geht davon aus, dass der Abschwung in der Branche beendet ist.


(Foto: AP)

Düsseldorf Die Industrie hat sich von einer Galionsfigur zu einem Sorgenkind für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Laut Timo Wollmershäuser, Geschäftsleiter des renommierten ifo Instituts, dürfte der Abwärtstrend jedoch im neuen Jahr ein Ende haben. "Der freie Fall der Branche hat aufgehört", sagte er in einem Interview mit dem "Tagesspiegel".

Wollmershäuser erlebt jedoch noch kein Comeback des wichtigen Wirtschaftssektors. "Es geht nicht weiter nach unten, aber es geht zuerst nicht wieder nach oben", zitiert ihn die Zeitung. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt-Forschungsinstituts, hat kürzlich die Entwicklung der deutschen Industrie deutlich kritischer kommentiert. "Vor allem die deutsche Industrie muss sich auf eine längere Durststrecke einstellen", sagte er bei der Vorstellung der neuen Konjunkturprognose.

Betrachtet man nicht nur die Industrie, sondern die gesamte Wirtschaft, so sind die Wachstumsprognosen laut ifo Institut besser. Die Wirtschaftsforscher prognostizierten für 2020 ein Wachstum von 1,1 Prozent, und auch der Mitte Dezember veröffentlichte Geschäftsklimaindex gab Anlass zur Hoffnung. In der Unternehmensumfrage blickten die Geschäftsführer deutlich optimistischer auf die Aussichten für das kommende Jahr. Auch für 2020 rechnen Experten mit einem weiteren Anstieg der Aktienkurse – allerdings langsamer als im laufenden Jahr.

Der Wirtschaftschef Wollmershäuser sieht die Gefahr einer Rezession, vor der Experten vor einigen Monaten gewarnt hatten, als gebannt an. "Aus heutiger Sicht müssen wir für das kommende Jahr keine Rezession befürchten", sagte er im Interview.

Laut Wollmershäuser ist es nicht erforderlich, dass der Staat die Wirtschaft durch Investitionsprogramme zusätzlich ankurbelt. Dies sei zum Teil aus praktischen Gründen nicht möglich, erklärt er in Bezug auf die Infrastruktur: "Die Auftragsbücher der Bauunternehmen sind voll – mehr können sie nicht tun."

Der Wirtschaftsexperte betont, dass solche staatlichen Investitionen sogar kontraproduktiv sein können. Private Investoren hätten ihre Projekte wegen der aktuell hohen Baupreise eingestellt, kritisiert er im Interview mit dem "Tagesspiegel".

Mehr: Head of Business Practices: "Wir haben allen Grund, zuversichtlich zu sein".

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