Der deutsche Minister wünscht enge Sicherheitsbeziehungen zu Großbritannien nach dem Brexit

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DATEIFOTO: Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nimmt am 8. Januar 2020 an der wöchentlichen Kabinettssitzung im Kanzleramt in Berlin teil. REUTERS / Hannibal Hanschke

LONDON (Reuters) – Deutschland will nach der Scheidung Großbritanniens von der Europäischen Union die Handelsbeziehungen zu London vertiefen und bei Sicherheits- und Verteidigungsprojekten weiterhin eng zusammenarbeiten, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag.

Großbritannien wird die EU am 31. Januar verlassen, nachdem es Ende letzten Jahres eine Einigung erzielt hat. Sie wird bis Ende 2020 im Rahmen einer vereinbarten Übergangsphase, die den Austritt erleichtern soll, an die Regeln des Blocks gebunden bleiben.

“Der Brexit ist nicht das Ende der Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Europa und überhaupt nicht das Ende der Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Deutschland”, sagte sie in einer Rede in London, in der sie die gemeinsamen Interessen betonte, die sie miteinander verbanden.

„Wir wollen unseren Handel vertiefen und frei von Zöllen und Beschränkungen halten. Deutschland ist nach den USA der wichtigste Handelspartner Großbritanniens. Das muss auch ohne die Schutzdecke der EU so bleiben “, heißt es in dem Text.

Auch Kramp-Karrenbauer, Chef der konservativen deutschen CDU und mögliche Nachfolgerin von Bundeskanzlerin Angela Merkel, machte deutlich, dass sie die britische Stimme in den Sicherheitsdebatten schätzte. Die Sicherheit Europas sei unteilbar, sagte sie und fügte hinzu, sie wolle gemeinsam Rüstungsprojekte vorantreiben.

“Das bedeutet, dass Großbritannien nicht kategorisch von EU-Programmen ausgeschlossen wird und wir eine vernünftige Drittstaatsregel finden”, sagte sie in der Rede.

Nach dem Brexit seien neue Gruppierungen außerhalb der NATO erforderlich, damit Deutschland und Großbritannien effektiv über die europäische Sicherheit diskutieren könnten. Sie nannte das Beispiel, wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich mit den Weltmächten zusammengearbeitet haben, um den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln.

Berichterstattung von Madeline Chambers in Berlin; Schnitt von Giles Elgood

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