Wirtschaft Der Euro verliert gegenüber dem US-Dollar weiter an Wert

Der Euro verliert gegenüber dem US-Dollar weiter an Wert

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Frankfurt Der Euro-Wechselkurs ist am Freitag leicht gefallen und hat seit Wochenbeginn weiter an Wert verloren. Die gemeinsame Währung stand den fünften Tag in Folge unter Verkaufsdruck und hat seit Montag rund ein Prozent an Wert verloren.

Am Nachmittag notierte der Euro mit 1,0969 USD etwas tiefer als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzzinssatz auf 1,0969 USD (Donnerstag: 1,1003 USD) fest. Der Dollar kostete damit 0,9117 (0,9088) Euro.

Zum Ende der Woche wirkten sich enttäuschende Wirtschaftsdaten aus dem Währungsraum negativ aus. Die Indikatoren für die Industrieproduktion in Deutschland, Frankreich und Spanien waren durchweg schwach. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, gab es sogar einen Einbruch. Die Gesamtproduktion ging im Dezember gegenüber dem Vormonat um 3,5 Prozent zurück. Dies war der stärkste Rückgang seit Anfang 2009, als die Produktion infolge der Finanzkrise einbrach.

Generell standen die globalen Wachstumsbedenken im Verlauf der Woche „wieder im Rampenlicht des Devisenmarktes“, sagte der Devisenstratege Lee Hardman von der japanischen Mitsubishi Financial Group. Davon profitierten Währungen wie der als sicherer Hafen geltende US-Dollar.

Der Dollar erhielt am Nachmittag zusätzliche Impulse von besser als erwarteten US-Wirtschaftsdaten, während der Euro im Gegenzug weiter belastet wurde. Im Januar wurden in den USA 225.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das ist deutlich mehr als die Analysten erwartet hatten. “Die Jobmaschine in den USA läuft weiterhin robust”, sagte Experte Bernd Krampen von der NordLB.

Für andere Hauptwährungen setzte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf £ 0,84720 (0,84835), £ 120,51 (120,87) Japanischer Yen und 1,0705 (1,0715) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London zu einem Preis von 1.567 USD gehandelt, der sich kaum vom Vortag unterschied.

Mehr: Der EZB-Präsident räumt ein, dass die Zentralbanken im Falle eines Abschwungs nicht mehr über viel Geld verfügen werden. Unter Mario Draghi klang es anders.

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