Der Krieg in der Ukraine – Alles gefilmt

Zwei Wochen lang filmte die ukrainische Sanitäterin und Ärztin Juliia Paievska (53) die schrecklichen Szenen, die sich in der kriegszerrütteten Hafenstadt Mariupol abgespielt haben.

Insgesamt filmte die Ärztin etwa 256 Gigabyte ihrer Arbeit, die sie und das Team geleistet haben, um Menschen vor dem Tod zu retten, bevor die Speicherkarte in einem Tampon versteckt und aus dem Kriegsgebiet geschmuggelt wurde.

Die Speicherkarte sei dann an Journalisten der internationalen Nachrichtenagentur AP übergeben worden, schreibt sie Sky Nachrichten.

Zuvor muss die Speicherkarte bis zu 15 russische Checkpoints passiert haben, bevor sie schließlich das von den Ukrainern kontrollierte Gebiet erreichte.

DOKUMENTIERTE DEN KRIEG: Zwei Wochen lang filmte die Ärztin Juliia Paievska ihre Arbeit während des Krieges. Foto: Juliia Paievska / AP / NTB
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Gefangen

Am Tag nach dem Herausschmuggeln und Übergeben der Videos, am 16. März, soll Paievska verschwunden sein.

Laut Sky News wurde sie von russischen Streitkräften gefangen genommen. Niemand sonst soll den 53-Jährigen danach gesehen haben, schreibt das Medienhaus.

Russische Behörden behaupten, dass Paievska gehört Das Azow-Regiment, Teil der ukrainischen Nationalgarde, das seit 2014 im Kampf der Ukrainer gegen die Russen in Mariupol von zentraler Bedeutung ist. Die Soldaten waren sehr aktiv bei der Veröffentlichung von Fotos und Videos von den Kriegshandlungen der Russen.

Es sollte jedoch keine Hinweise darauf geben, dass der Arzt zu diesen Kräften gehört oder Verbindungen zum Regiment hat.

VERLETZTE SOLDATEN: Im Video zu Paievska sind mehrere verletzte Soldaten zu sehen, die erzählen, wie sie den Krieg erleben.  Foto: Juliia Paievska / AP / NTB

VERLETZTE SOLDATEN: Im Video zu Paievska sind mehrere verletzte Soldaten zu sehen, die erzählen, wie sie den Krieg erleben. Foto: Juliia Paievska / AP / NTB
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-Propaganda

Der Ehemann des Arztes, Vadim Puzanov, erzählt AP dass er nicht weiß, wie es seiner Frau geht.

Damit reagiert er allerdings auf angeblich russische Vorwürfe gegen Paievska.

– Einem Arzt alle Todsünden, einschließlich des Organschmuggels, vorzuwerfen, ist eine Einstellungspropaganda, aber ich weiß nicht, für wen sie nicht ist.

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