Der lettische Bauherrenverband warnt vor einer drohenden Notlage in der Branche – BNN

Im 1. Quartal dieses Jahres ist das Gesamtniveau der Baukosten im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 16,6 % gestiegen, so das Zentralamt für Statistik. Angesichts steigender Preise für Baumaterialien und Energieressourcen sowie Verzögerungen bei der Lieferung von Materialien können die größten Akteure auf dem lettischen Immobilienmarkt ihre Partner neu profilieren und neue Lösungen finden.

„Jeder leidet unter den Marktbedingungen, und um eine Einigung mit unseren Partnern zu erzielen, muss jeder auf etwas verzichten. Verantwortungsbewusste Immobilienentwickler gleichen in dieser Situation die Geschäftsmodule aus und reduzieren die Gewinnindikatoren, um alles Begonnene abzuschließen Projekten», erklärt der estnische Immobilienentwickler. Kaamos Kopf in Lettland Guntars Cauna.

Steigende Preise und Verzögerungen bei der Materialversorgung stellten die Branche bereits 2021 vor große Probleme, doch seit Beginn des Krieges in Russland hat sich die Situation in der Ukraine weiter verschlechtert.

insbesondere aufgrund steigender Energiepreise, und der Arbeitskräftemangel im Bauwesen bleibt ein großes Problem. Der Lettische Bauunternehmerverband (LBA) warnt daher vor der nahenden Notsituation in der Branche, die die Umsetzung von Bauprojekten verzögern oder auf unbestimmte Zeit verschieben könnte.

Gleichzeitig hat sich bei den Dämmförderprogrammen für Mehrfamilienhäuser eine paradoxe Situation entwickelt. „Aufgrund der Energiepreise und des europäischen Öko-Wechselkurses ist es einerseits notwendig, die Energieeffizienz von Gebäuden mehr denn je zu steigern, andererseits ist dieser Prozess für den Bauherrn zu langwierig zu planen und durchzuführen Baumaterial aufgrund steigender Preise und Verfügbarkeit“, äußert sich Normunds Grinbergs, der Leiter des LBA, besorgt.

Da sich das Problem der Energieeffizienz in alten Mehrfamilienhäusern verschärft, besteht eine wachsende Nachfrage auf dem Markt für hochwertige neue Projektwohnungen, die die Kriterien für ein Niedrigstenergiehaus erfüllen. Dies wird auch durch flexible Kreditbedingungen erleichtert – einige Banken sind bereit, Käufern von energieeffizienten Wohnungen Kredite zu günstigeren Kreditkonditionen anzubieten. Aber selbst unter solch günstigen Bedingungen hinkt Lettland seinen Nachbarn Estland und Litauen hinterher.

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„Riga hat immer noch das langsamste Tempo bei der Entwicklung neuer Wohnungen im Baltikum, und daher wird erwartet, dass sich der Wettbewerb auf dem Immobilienmarkt in den kommenden Jahren verschärfen wird, wovon der Käufer profitieren wird. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Preise für neue Wohnungen werden zurückgehen, der Markt wird anspruchsvoller und die Reputation des Bauträgers sowie der angebotenen Energieeffizienzlösungen für den Wohnungsbau werden immer wichtiger“, betont Guntars Cauna.

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