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Der Nationaltrainer und die Leere

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Blick in eine unklare Zukunft: Nationaltrainer Joachim Löw
Bild: dpa

Nach 14 Jahren als Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft mit all ihren Vorzügen und Auslassungen hat Joachim Löw nun einen ganz besonderen Rekord aufgestellt. Aber das sollte ihm kaum gefallen.

J.oachim Löw hat momentan nicht viel zu tun – außer: Rekorde aufstellen. Das letzte Länderspiel des Nationaltrainers war im November ein 6: 1-Sieg gegen Nordirland. Die Europameisterschaftstests gegen Spanien am vergangenen Freitag und gegen Italien am Dienstag waren genauso schlecht wie die Europameisterschaft selbst. Derzeit gibt es viele Anhaltspunkte dafür, dass sich die Spielpause der Nationalmannschaft auf fast ein Jahr erstrecken wird.

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In dieser Phase der Unterbeschäftigung stellte Löw zwei Rekorde auf. Bereits im Februar überschritt er die Amtszeiten von Sepp Herberger (1950 bis 1964) und Helmut Schön (1964 bis 1978) – zumindest wenn man Herbergers Jahre als Reichstrainer von 1936 bis zur kriegsbedingten Unterbrechung 1942 nicht mitzählt. Seit diesem Mittwoch ist er auch der dienstälteste Nationaltrainer der Welt. Es ist kein Scherz, dass dies am 1. April passiert ist, aber es ist auch kein Unfall. An diesem Tag endete die Anstellung von Óscar Tabárez, der sechs Monate länger als Löw Trainer Uruguays gewesen war, jetzt aber – wie sein gesamtes Personal – wegen der Corona-Krise von seinem feuchten Verein entlassen wurde.

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