Der verrückte Dynamo stirbt aus: 8 von 10 Niederländern fahren mit funktionierendem Licht | Inland

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Die Zahl der Holländer, die ohne funktionierende Vorder- und Rücklichter herumradeln, ist laut neuen Zahlen von RAI Association und Bovag in zwanzig Jahren spektakulär zurückgegangen. Ursache ist unter anderem das Aufkommen der eingebauten Fahrradbeleuchtung. Veilig Verkeer Nederland und der Fietsersbond sind mit dem Trend zufrieden.

Ältere Niederländer werden manchmal daran zurückdenken. Fahrräder waren jahrzehntelang mit dem bekannten Dynamo ausgestattet, der am Rad befestigt wurde. Allerdings brachen leicht die Kabel zur Lampe, sodass die Beleuchtung oft nicht funktionierte. Diese Zeiten sind laut „Mobility in Figures Tweewielers 2022-2023“ der Wirtschaftsverbände RAI Association und Bovag vorbei.

Anfang 2003 hatten weniger als die Hälfte der Fahrräder eine funktionierende Front- und Rückbeleuchtung, heute sind es fast 80 Prozent. Fast acht von zehn Radfahrern haben demnach eine funktionierende Beleuchtung. Noch höher ist der Anteil der Fahrräder mit mindestens einem funktionierenden Licht: 87 Prozent haben ein gutes Frontlicht, 82 Prozent ein funktionierendes Rücklicht. Vor zwei Jahrzehnten waren diese Prozentsätze um 30 Prozent niedriger.

Dass Radfahrer zunehmend auf gutes Licht setzen, liegt zum Teil an der fortschreitenden Technologie, sagen RAI Association und Bovag. „Bei vielen neuen Fahrrädern, auch E-Bikes, ist die Beleuchtung automatisch in den Rahmen eingebaut“, sagt Sprecherin Lise-Lotte Kerkhof vom RAI-Verband. Eine solche Beleuchtung ist viel robuster, auch wenn es sich um LED-Lampen handelt.

Der Fietsersbond sieht noch weitere Ursachen, zum Beispiel werden überall klickbare Fahrradlichter verkauft. „Solche Lichter sind sehr einfach anzubringen, was auch das Anzünden erleichtert“, sagt Eelco den Boer, Sprecher des Fietsersbond.


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Fahrradbeleuchtung ist für die Holländer mittlerweile selbstverständlich und das ist sehr schön

Eelco den Boer, Sprecher des Fietsersbond

Beleuchtung natürlich

Er weist auf das Problem des alten Dynamos hin. ,,Es war oft kaputt und trat auch schwerer, was zu Lasten der Geschwindigkeit ging.” Geholfen haben laut Fietsersbond auch die vielen Aufklärungskampagnen. “Die Niederländer haben begonnen, die Fahrradbeleuchtung als selbstverständlich zu betrachten, und das ist sehr schön.”

Veilig Verkeer Nederland (VVN) freut sich über den Zuwachs. Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Umfrage unter tausend Radfahrern ab 15 Jahren, die der VVN im vergangenen Jahr durchgeführt hatte. „82 Prozent der Befragten gaben an, dass sie immer Beleuchtung verwenden“, sagt Rob Stomphorst. Als Gründe nannten Radfahrer nicht die Angst vor einem Bußgeld, sondern die Vermeidung eines Unfalls (47 Prozent) und bessere Sicht (32 Prozent).

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Ansteckbare Fahrradlichter erleichtern die Beleuchtung erheblich. © Ondine van der Vleuten

VVN ist nicht für aufsteckbare Fahrradbeleuchtung. „Es ist wirklich eine Notbeleuchtung. Sie reichen nicht aus“, sagt Stomphorst.

Bemerkenswerterweise wurde nie richtig untersucht, inwieweit Fahrradbeleuchtung das Risiko eines Fahrradunfalls senkt. Um 2010 hat das niederländische Institut für Verkehrssicherheitsforschung (SWOV) eine Analyse durchgeführt, die zeigte, dass das Risiko für einen Radfahrer, bei Dunkelheit Opfer eines Unfalls zu werden, mit funktionierender Front- und Rückbeleuchtung um etwa 17 Prozent sinkt. Die Forschung ist jedoch zu kurz, um irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen, sagt SWOV.

Prozentsatz der Radfahrer mit Front- und Rücklicht (2003-2022)

Prozentsatz der Radfahrer mit Front- und Rücklicht (2003-2022) © RWS/RAI Association & Bovag

Weniger Fahrräder verkauft

Der Bericht Mobility In Figures Tweewielers 2022-2023 des RAI-Verbandes und Bovag enthält außerdem viele weitere interessante Daten zu Fahrrädern, E-Bikes und anderen Fahrrädern. So sind beispielsweise die gesamten Fahrradverkäufe in unserem Land im vergangenen Jahr um fast 16 Prozent eingebrochen. Die Branche verkaufte 923.000 Exemplare, die niedrigste Zahl seit sechs Jahren. Der Absatz der E-Bikes ging um 13 Prozent zurück. Ursache für den Rückgang sind laut RAI Association und Bovag die Lieferschwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie.

Der Umsatzrückgang in der Fahrradbranche ist weniger stark zurückgegangen (8,7 Prozent) und beträgt 1,5 Milliarden Euro. „Die Niederländer kaufen immer häufiger ein teures E-Bike“, sagt Sprecherin Kerkhof vom RAI-Verband. Der Verkauf von E-Bikes über 2700 Euro legte um knapp 6 Prozent zu. Mehr als 1600 Euro geben die Niederländer mittlerweile für ein neues (E-)Fahrrad aus. Das ist deutlich mehr als die mehr als 1000 Euro im Jahr 2016. RAI Association und Bovag gehen davon aus, dass der Rückgang zufällig ist. „Es ist eine deutlich nachweisbare Corona-bedingte Delle. Wir rechnen auch in diesem Jahr wieder mit über einer Million verkauften Fahrrädern.“

Die Niederlande haben jetzt insgesamt 23,4 Millionen Fahrräder, 300.000 mehr als im Jahr zuvor. 3,4 Millionen davon sind E-Bikes. Auch die Zahl der Radwege ist im vergangenen Jahr gestiegen. Die Niederlande verfügen jetzt über 276.285 Kilometer Radwege, 2.800 Kilometer mehr als 2020. Die meisten Radwege wurden in Südholland und Nordbrabant hinzugefügt.

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