DFB: Fritz Keller gibt Stehplatz für Länderspiel gegen Italien bekannt

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Wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft am 31. März des kommenden Jahres in Nürnberg ihr Freundschaftsspiel gegen Italien beginnt, dürften die Zuschauer erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder Stehplätze kaufen können. Das hat DFB-Präsident Fritz Keller in einem Beitrag für das Magazin "Kicker" angekündigt: "Weil Fußball für alle da ist. Und für alle bezahlbar sein muss."

So ideal die Maßnahme auch verpackt ist, sie ist eine Reaktion auf ein anhaltendes Problem des Verbandes: den Verlust von Zuschauern bei Spielen der Nationalmannschaft und die damit verbundene Verschlechterung der Stimmung in den Stadien.

Bereits vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 musste der DFB mit einem Rückgang der Zuschauerzahlen bei Länderspielen rechnen, und nach der Vorrunde in Russland war das Interesse des Publikums wieder deutlich zurückgegangen. Die Spiele wurden in immer kleineren Stadien ausgetragen, die jedoch nicht immer ausverkauft waren. Fans beschweren sich über hohe Ticketpreise.

Erster Test bereits gemacht

Der Deutsche Fußball-Bund nimmt die Anliegen der Fan-Kreise ernst, schrieb Keller. Im November fand in Freiburg ein erster Test mit Stehplatz statt, bei dem die EM-Qualifikation gegen die belgischen U21-Mannschaften ausverkauft war. Die Tickets kosten fünf Euro. Uefa hatte diesen Test im Voraus genehmigt. Wie hoch der Preis für Stehplätze für die A-Nationalmannschaft sein wird, ist noch unklar.

1998 haben der Weltverband FIFA und der europäische Verband Uefa festgelegt, dass nur Sitze für internationale Spiele zugelassen sind. Das Verbot gilt seitdem sowohl für Klubwettbewerbe als auch für internationale Spiele nach dem Vorbild des britischen Fußballs, bei denen seit der Hillsborough-Katastrophe am 15. April 1989 Stehplätze aus den Stadien verbannt wurden.

Keller verwies auch auf eine andere Kritik: die späten Anstoßzeiten. "Wir werden nie aus den Augen verlieren, dass immer noch viele Familien mit Kindern unter unseren Zuschauern sind", sagte der 62-Jährige. "In der Vergangenheit gab es ein oder zwei Familienpraktikanten mit einem früheren Startzeitpunkt und familienfreundlichen Eintrittspreisen. Ich würde mich freuen, wenn wir dies auch im nächsten Jahr tun würden." Es war jedoch nicht konkret.

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