Die lokalen Transportpreise steigen

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Mie Fahrgäste von Stadtbussen, Straßenbahnen und U-Bahnen müssen zu Beginn des neuen Jahres vielerorts wieder tiefer in die Tasche greifen. Die meisten großen Verkehrsverbünde verteuern sich zum Jahreswechsel. Dies betrifft nach Einschätzung der Deutschen Presseagentur Kunden im Ruhrgebiet, im Rheinland, in Berlin und Brandenburg, im Großraum Hamburg und Bremen sowie im Rhein-Main-Gebiet. Hinzu kommt, dass jeder mit Regionalzügen außerhalb von Verkehrsverbünden fährt.

Transportunternehmen verlangen von ihren Kunden zwischen 1,3 und 3,3 Prozent mehr. Dies soll höhere Mitarbeitergehälter und höhere Kraftstoffpreise ausgleichen.

Viele Kunden in Süddeutschland kommen dagegen damit davon. Im Großraum München hat eine Tarifreform Mitte Dezember die Preise im Schnitt um sieben Prozent gesenkt. In und um Stuttgart verbilligten einfachere Tarifzonen viele Verbindungen. Im Nürnberger Verkehrsverbund bleiben die Preise gleich.

Regionalbahnen werden teurer

Ein Ziel des Klimaprogramms, das Bundestag und Bundesrat kurz vor Weihnachten beschlossen haben, ist es, dass mehr Menschen mit Bus und Bahn reisen, anstatt mit dem Auto zu fahren. Die Bundesregierung investiert darüber hinaus zusätzliches Geld in den Nahverkehr. Die Preiserhöhungen waren bereits beschlossen. Höhere Löhne, Diesel- und Strompreise sowie Materialkosten machten dies unumgänglich, argumentierte beispielsweise der Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Zwischen Aachen, Bonn und Remscheid steigen die Preise um 2,5 Prozent. Im benachbarten Rhein-Ruhr-Verbund liegt der Durchschnitt bei 1,8 Prozent, im Rhein-Main-Verkehrsverbund und damit bei den meisten hessischen Einwohnern um 1,5 Prozent, im Hamburger Verkehrsverbund um 1,3 Prozent.

"Die Klimaschutzziele im Verkehrssektor können nur mit starken öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden", sagte Ingo Wortmann, Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen. "Es ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern, Gemeinden und Verkehrsunternehmen." Massive Investitionen sind erforderlich, um die Netze vollständig zu erneuern und zu erweitern. Ausschlaggebend dafür sind die jährlichen Einnahmen aus dem Ticketverkauf in Höhe von 13 Milliarden Euro. Drei Viertel von ihnen deckten die Betriebskosten. Der Rest des Geschäfts und der Investitionen stammen aus öffentlichen Haushalten.

Zum Jahreswechsel fielen die Preise für ICE und Intercity der Deutschen Bahn erstmals seit 17 Jahren wieder. Für die Kunden wird es zehn Prozent günstiger. Möglich wird dies durch die Mehrwertsteuerermäßigung für Fernbahntickets. Wer im Regionalverkehr mit der Deutschen Bahn oder einem ihrer Konkurrenten unterwegs ist, kann im neuen Jahr mehr bezahlen. Reisen außerhalb von Verkehrsverbünden sind in Deutschland nach Angaben des Tarifverbands der Bundes- und Nicht-Bundesbahnen 1,7 Prozent teurer. Immerhin betrifft dies jeden fünften Kunden.

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