Die Regierung werde eine Nullsteuer auf Bücher einführen, sagte Pekarová. Nach Angaben des Gewerkschaftsführers können sie es billiger machen

Das Paket der Regierung zur Reduzierung der Staatsverschuldung wird unerwartet die Einführung eines Nullzinses auf Bücher beinhalten. Dies gab die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Markéta Pekarová Adamová von TOP 09, am Donnerstag bekannt. „Eine gebildete Gesellschaft ist eine Voraussetzung für den Wohlstand des Landes, das auch immer resistenter gegen Fehlinformationen ist. Dies ist nicht der einzige Grund.“ „Es war uns wichtig, die Buchbranche auf diese Weise zu unterstützen“, begründete sie.

Die Nachricht ist überraschend. Am Donnerstagmorgen warnte Martin Vopěnka, Vorsitzender des Verbands tschechischer Buchhändler und Verleger, bei der Eröffnung der Messe „Welt der Bücher“ in Prag, dass die Kultur nicht „der Hauptverlierer des Stabilisierungspakets“ sein dürfe. Er äußerte seine Besorgnis darüber, dass die Regierung die Literatur einem höheren Mehrwertsteuersatz unterwerfen wird.

Nun begrüßt er die Entscheidung der Regierung. „Eine Null-Mehrwertsteuer auf Bücher war schon lange unser Ziel und Traum. Wir glaubten, dass wir es erreichen würden, aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass es heute passieren würde“, sagt Vopěnka, der sich bei mehreren Kulturministern für die Änderung eingesetzt hat. „Das sind natürlich auch tolle Neuigkeiten für die Leser und die tschechische Öffentlichkeit, denn dadurch wird es wirklich möglich sein, die Buchpreise deutlich zu senken“, fügt er hinzu.

Seit 1993 unterliegen Bücher in der Tschechischen Republik einem niedrigeren Mehrwertsteuersatz, der Betrag hat sich jedoch geändert. Zunächst waren es fünf Prozent, später fünfzehn Prozent. Im Jahr 2015 erhöhte die Regierung von Ministerpräsident Bohuslav Sobotka von der ČSSD Bücher zusammen mit Medikamenten oder Babynahrung auf einen Satz von zehn Prozent. Dies galt zunächst nur für die gedruckte Produktion, seit 2019 gilt es auch für elektronische Bücher und Hörbücher. Auch für sie soll der jetzt angekündigte Nullsatz gelten, sie bestätigte auf Twitter vom Sprecher der Kammer.

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Bisher wendete die Tschechische Republik diesbezüglich einen der höchsten Steuersätze in Europa an. In Großbritannien, Norwegen oder Irland gibt es einen Nullsatz auf Bücher, in Spanien beträgt er vier Prozent, in Schweden sechs Prozent, in Deutschland sieben Prozent. Im vergangenen Jahr bezifferte der Buchhändler- und Verlegerverband die mögliche Befreiung von Büchern von der Mehrwertsteuer auf rund 600 Millionen Kronen. Dem letzten veröffentlichten Bericht zufolge belief sich das Gesamtvolumen des lokalen Buchmarktes im Jahr 2021 inklusive Mehrwertsteuer auf rund 8,6 Milliarden Kronen. Im Vergleich zum ersten Jahr der Pandemie ist es um rund 600 Millionen Kronen gewachsen.

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