– Die schlimmsten Tage meines Lebens

| |

– Ich dachte ich würde sterben. Es war die Hölle auf Erden, sagt der Brite Shaun Pinner in einem Interview mit The Sun.

Der 48-jährige Brite blieb Mittwoch aus russischer Gefangenschaft entlassennachdem er im Juli vom Gericht im von Separatisten kontrollierten Donezk als ausländischer Söldner zum Tode verurteilt worden war.

Die Freilassung war Teil des wohl größten Gefangenenaustauschs zwischen der Ukraine und Russland seit Februar, bei dem insgesamt 270 Kriegsgefangene freigelassen worden sein sollen.

Mit ABBA gefoltert

Pinner erzählt der Boulevardzeitung, dass er in Gefangenschaft gezwungen war, ABBA und Cher wiederholt zu hören, außerdem wurde er erstochen und Elektroschocks ausgesetzt. Er sagt weiter, dass ihm nur altes Brot und schmutziges Wasser serviert wurde.

Nachdem er im Juli zusammen mit dem Briten Aiden Aslin und dem Marokkaner Brahim Saadum zum Tode verurteilt worden war, wurden sie an einen anderen Ort gebracht, wo die Musikfolter fortgesetzt wurde.

– Die Bedingungen waren besser, aber sie spielten immer noch Musik – und dieses Mal war es Believe von Cher, sagt er zu The Sun und fügt hinzu:

– Die letzten sechs Monate waren die schlimmsten meines Lebens. Ich will nie wieder einen ABBA-Song hören oder einen Laib Brot sehen. Ich bin so glücklich, zu Hause zu sein, sagt er.

WURDE GERICHTET: Die Briten Aiden Aslin (rechts) und Shaun Pinner (rechts) sowie der Marokkaner Saaudun Brahim (Mitte) wurden im Juli zum Tode verurteilt.  Sie wurden am Mittwoch freigelassen.  Foto: AP/NTB

WURDE GERICHTET: Die Briten Aiden Aslin (rechts) und Shaun Pinner (rechts) sowie der Marokkaner Saaudun Brahim (Mitte) wurden im Juli zum Tode verurteilt. Sie wurden am Mittwoch freigelassen. Foto: AP/NTB
Meerblick

Pinner hat in der Ukraine gelebt und soll als Marinesoldat in den ukrainischen Streitkräften gearbeitet haben.

Ergibt sich

Auch Aiden Aslin, der gleichzeitig mit Pinner zum Tode verurteilt wurde, hat davon erzählt harte Zeiten in Gefangenschaft in Russland.

– Ich hätte nie gedacht, dass ich es lebend heraus schaffen würde, sagt Aslin in einem Interview mit Die Sonne.

Kriegsgefangener: Der britische Auslandskämpfer Aiden Aslin (28) soll sich russischen Streitkräften ergeben haben, nachdem er zusammen mit der Verteidigung der Ukraine die Hafenstadt Mariupol verteidigt hatte.  Foto: Screenshot / Twitter-Seite von Aslin

Kriegsgefangener: Der britische Auslandskämpfer Aiden Aslin (28) soll sich russischen Streitkräften ergeben haben, nachdem er zusammen mit der Verteidigung der Ukraine die Hafenstadt Mariupol verteidigt hatte. Foto: Screenshot / Twitter-Seite von Aslin
Meerblick

Der 28-Jährige hatte mehrere Jahre in der Ukraine gelebt und sich den ukrainischen Regierungstruppen angeschlossen, als im Februar ein ausgewachsener Krieg ausbrach, schreibt NTB. Während der Belagerung von Mariupol gingen seinem Bataillon jedoch sowohl Nahrung als auch Munition aus, bevor es sich ergab.

Laut Aslin wurde er ins Gesicht geschlagen, als sie herausfanden, dass er Brite war. Anschließend wurde er von den anderen getrennt und in die sogenannte Volksrepublik Donezk gebracht.

Probleme bekommen: Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif geriet bei seinem Treffen mit Putin auf dem Gipfeltreffen der Schanghai-Gruppe am 15. September in Schwierigkeiten. Video: Ruptly / Reuters. Reporter: Vegard Krüger.
Meerblick

Er sagt auch, dass ihm in den Rücken gestochen wurde und gefragt wurde, ob er einen “schnellen Tod” oder einen “schönen Tod” wünsche.

Am Mittwochabend wurde ein Videogruß veröffentlicht Instagramwo Shaun Pinner und Aiden Aslin allen danken, die daran gearbeitet haben, sie aus der Gefangenschaft zu befreien.

Previous

5 unerwartete Vorteile von Apfelessig für die Gesundheit

Espedalen, Polizei | Frau in ihren 40ern kehrte nach ihrer Wende nicht zurück – die Polizei leitete eine Suchaktion ein

Next

Leave a Comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.