Dieses Lied beginnt jeden Tag mit dem Präsidenten des Storting Gharahkhani

| |

Er war die beste Alternative, so das Storting, das am Donnerstagmorgen Masud Gharahkhani formell zum Storting-Präsidenten wählte.

Er hat dem neuen Büro noch nicht ganz seinen Stempel aufgedrückt, aber mit der Aussicht ist er zufrieden.

– Hier schaust du zum Schloss und zum König. Ich mag den König sehr.

– Jetzt bist du die Nummer zwei nach dem König.

– Ja, und das ist gut. Weil wir vielleicht sehr gute Freunde werden. Ich freue mich darauf.

Gharahkhani ist eigentlich ausgebildeter Röntgentechniker und hat unter anderem im Rjukan Hospital gearbeitet, aber sein Engagement in der Gemeinde führte ihn in die Politik.

Er war zuvor Bürgermeisterkandidat der Labour Party in Drammen, bevor er 2017 ins Storting gewählt wurde. Hier hat er unter anderem an der neuen Einwanderungspolitik der Partei mitgearbeitet und scheut auch anspruchsvolle und kontroverse Debatten nicht.

Er wird der erste Präsident des Stortings mit Migrationshintergrund.

Im Alter von fünf Jahren kam er aus dem Iran nach Norwegen.

– Ich wurde in Teheran geboren, und dann sind wir wegen des Krieges und der fehlenden Demokratie nach Norwegen geflohen.

“KLEINE MARADONA”: Der neue Präsident des Stortings verbrachte seine Kindheit in Øvre Eiker – mit Fußballschuhen. Foto: Aage Aune / TV 2

Der Kontrast zwischen der Millionenstadt Teheran und Øvre Eiker war groß, doch Gharahkhani fand schnell seinen Platz in seinem Heimatdorf Skotselv, und dafür dankt er seinen Eltern.

– Dort wurde ich schnell Masud aus Kopperud und Teil der örtlichen Gemeinde. Ich spielte bei Bakke IF und hieß kleine Maradona. Ich glaube, es lag hauptsächlich daran, dass ich eine exotische Hautfarbe habe und ein bisschen rund bin, aber ich lebe immer noch ein bisschen davon.

– Es war so groß

Zu Hause in Øvre Eiker hält Vater Bijan für seinen Sohn den Präsidenten des Stortings.

– Es muss für Masud bis Sonntag, wenn die Enkel ankommen, gekennzeichnet sein.

Bijan Gharahkhani war seinerzeit der erste mit Migrationshintergrund im Gemeinderat von Øvre Eiker. Irgendwann saßen Vater und Sohn zusammen im Gemeinderat für die Labour Party.

DIE GROSSE FAMILIE: Sie kamen als dreiköpfige Familie nach Norwegen.  Jetzt kann Bijan Gharahkhani stolz seine Schwiegereltern und Enkelkinder präsentieren.  Foto: Martin Berg Isaksen / TV 2

DIE GROSSE FAMILIE: Sie kamen als dreiköpfige Familie nach Norwegen. Jetzt kann Bijan Gharahkhani stolz seine Schwiegereltern und Enkelkinder präsentieren. Foto: Martin Berg Isaksen / TV 2

– Vielleicht hat er es von mir, sagt Gharahkhani weise.

Als er die Nachricht erhielt, dass seinem Sohn die Präsidentschaft geschenkt wurde, kamen ihm die Tränen.

– Es war so groß. Es hat mich wirklich ins Herz getroffen und mich inspiriert. Für ein Land, in dem wir leben, sagt Gharahkhani.

Während des gesamten Interviews von TV 2 klingelt sein Telefon und die Glückwunschnachrichten gehen ein. Der Wohnzimmertisch ist mit Blumen bedeckt.

– Wir haben so viele Freunde. Seit 34 Jahren sind wir Teil der Gemeinde in Øvre Eiker. Wir vermissen unsere alte Heimat nicht mehr.

Gharahkhani hat keinen Zweifel, dass sein Sohn die richtige Person für den Job ist.

– Er kümmert sich um die Leute um ihn herum, er spricht mit den Leuten und wenn du ihm etwas sagst, erledigt er die Arbeit.

– Inakzeptabel

Der im Iran geborene Gharahkhani kam 1987 mit seiner Familie nach Norwegen. Als die Nachricht kam, dass er von der Labour Party zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt worden war, schien es mehr rassistische Kommentare unter dem Artikel TV 2 auf Facebook geteilt.

“Sie schleichen sich überall ein”, schrieb eine Person. „Nein, das reicht. Sie werden bald das ganze Land erobern“, kommentierte ein anderer.

– Es ist mit Aufwiegelung inakzeptabel. Einige tun es, aber die allermeisten sind nicht da, sagt Gharahkhani und fährt fort:

– Ich bin unglaublich glücklich, dass Norwegen mein Land ist. Norwegen hat mir fantastische Möglichkeiten geboten. Deshalb bin ich Teil des Stortings und der Demokratie.

Fan

Und bei der Musikauswahl hat der jüngste Storting-Präsident einen klaren Favoriten.

– Ich mag Tina Turner sehr. Vielleicht können wir hier jeden Tag mit “The Best” auf die Redner starten, fragt der neu gewählte Storting-Präsident einen seiner Berater.

Previous

Mit Gummigeschossen und Tränengas getroffen – VG

Aldi enthüllt Pläne für einen zweiten neuen Laden in Limerick in nur einer Woche

Next

Leave a Comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.