DNB warnt Kaag vor Verlusten durch hohe Zinsen | Finanziell

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Besonders schmerzhaft sind die Gebühren, die die DNB den Banken für ihr Geld zahlt, das sie bei der Zentralbank lagern. Diese steigen aufgrund der höheren Zinsen stark an. Gleichzeitig hat die DNB Schuldtitel im Wert von Hunderten Milliarden Euro in ihrer Bilanz, die nach der Finanzkrise und während der Corona-Pandemie gekauft wurden. Aber die Erträge aus diesen Anleihen sind gering.

Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht nun ebenso wie die Federal Reserve und andere Banken die Zinsen in rasantem Tempo, um extreme Preissteigerungen zu bekämpfen. Aber die Zentralbanken in der Eurozone und darüber hinaus schaden sich selbst.

„Das sich jetzt abzeichnende Szenario entspricht in etwa dem, was wir Ende letzten Jahres als extremes, aber plausibles Zinsszenario betrachteten“, schreibt DNB-Präsident Klaas Knot. „Die Puffer, die der DNB zur Verfügung stehen, können erhebliche Erschütterungen absorbieren, sind aber nicht unbegrenzt“, stellt er später in dem Schreiben fest.

In bestimmten Szenarien können die Verluste größer sein, als die Puffer von DNB absorbieren können. Die DNB darf zwar kurzzeitig negatives Kapital haben, die Zentralbank muss dies dann aber nach europäischen Regeln schnell wieder rückgängig machen. Die Möglichkeiten, die eigenen Puffer wieder aufzufüllen, sind jetzt begrenzt, weil es schwierig ist, Gewinne zu erzielen.

„Wenn das Defizit jedoch zu groß oder die erwarteten Gewinne zu niedrig sind, können zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein, um eine solide Bilanz wiederherzustellen. Im Extremfall kann eine Kapitaleinlage des Gesellschafters erforderlich sein“, heißt es in dem Schreiben.

Knot verteidigt die Buyout-Programme in seinem Brief. Als die Corona-Pandemie eine Finanzkrise auszulösen drohte, kündigte die EZB an, Unternehmens- und Staatsanleihen im Gesamtwert von 1.850 Milliarden Euro aufzukaufen. Dies hielt das Finanzsystem über Wasser und die Banken verliehen weiterhin Geld. Er betont auch, dass die Zentralbanken jetzt gezwungen sind, die Zinsen zu erhöhen, weil es ihre Pflicht ist, die Inflation einzudämmen.

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