DuMont verkauft seine Kölner Zeitungen nicht

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DDer traditionsreiche Medienkonzern DuMont bleibt zumindest in der Kölner Zentrale ein Zeitungshaus. Das Unternehmen kündigte an, den Plan, auch den Kölner Stadtanzeiger und das Tabloid „Express“ zu verkaufen, nicht weiter zu verfolgen. Die Hamburger Morgenpost des Verlags und die Mitteldeutsche Zeitung stehen noch auf der Verkaufsliste. Hier werden "nächste Ergebnisse" im Januar erwartet.

Michael Hanfeld

Michael Hanfeld

Verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und "Media".

Wenn DuMont alle Zeitungen übergeben hätte, wäre dies für die gesamte Branche von hoher Negativsymbolik gewesen.

Im Frühjahr stellte Vorstandsvorsitzender Christoph Bauer das gesamte Zeitungsportfolio des Hauses, das der 2015 verstorbene regionale Zeitungskonzern Alfred Neven DuMont geführt hatte, auf den Prüfstand. Es gibt keine Denkverbote, "alles ist möglich", sagte Bauer in einem Interview mit dem "Handelsblatt" im April.

Angesichts der abnehmenden Auflage sollte alles raus sein: die Drucker und die Zeitungen in Köln, wo DuMont auch die Verlagsrechte an der "Kölnischen Rundschau" in Berlin, Halle und Hamburg hat. Tatsächlich hat DuMont im September den Berliner Verlag mit der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier an die neuen Verlage Silke und Holger Friedrich verkauft. Die Geschäftsführerin Susan Molzow soll an der Übernahme der Hamburger Morgenpost interessiert sein; die bauer gruppe gilt als möglicher käufer der mitteldeutschen zeitung.

Infolgedessen würde DuMont als Zeitungsverlag schrumpfen, aber als solcher bleiben, was nicht nur die Belegschaft in Köln entlasten sollte, kündigte CEO Christoph Bauer die Neuigkeit bei einer Mitarbeiterversammlung am Mittwoch an. Im Frühjahr hatten die Mitarbeiter nur von anderen Zeitungen erfahren, welche Wirtschaftsspiele ihr Chef betrieb.

Das Unternehmen will nun weiterhin in drei Geschäftsbereichen vertreten sein – in den Regionalmedien (in Köln), in der Wirtschaftsinformation und in der Marketingtechnologie. DuMont sieht seine Zukunft auch als Daten- und Softwaredienstleister. Die DuMont-Gruppe erzielte im vergangenen Jahr in den drei Geschäftsbereichen einen Umsatz von 621 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 74,6 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 3900 Mitarbeiter.

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