Ein Rückblick auf den legendären Audi 5000CS Turbo Quattro aus Mitte der 1980er Jahre

Der Geschwindigkeitsrekordhalter wehrte sich gegen einen schlechten Ruf. Ungeachtet der Klagen fasziniert die Technik ebenso wie die schlichten Formen eines der ersten Vierräder in einer Limousine.

Die 1980er Jahre scheinen eine Menge Spaß zu machen, da alles, von Fahrzeugen über Musik und Kleidung bis hin zur Fernsehkultur, sofort mit der historischen Etappe verbunden ist, als der charakteristische Audi 5000CS Turbo Quattro debütierte. Die Ikone Mitte der 1980er-Jahre war eine der ersten, die permanenten Allradantrieb in einer Serienlimousine anbot. Die Deutschen führten etwa drei Jahrzehnte vor dem Aufkommen der modernen Stufe des 4×4-Antriebs in Luxusautos eine gewisse Traktion der Dreikammerkarosserie in die Serienproduktion ein.

Die damalige viertürige Limousine 5000 mit Frontantrieb wurde 1978 als Ersatz für den alternden 100LS eingeführt. In den folgenden Jahren wurden nach und nach die Versionen S, S Wagon und CS Turbo enthüllt, aus denen die Topversion des Nachfolgers CS Turbo Quattro entstand.

Über einen zehnjährigen Produktionslauf von mehr als 830.000 Einheiten hat sich der erfolgreiche Audi 5000 als begehrtes und einflussreiches Fahrzeug etabliert, da fortgesetzte Käufer die Straßen mit einer Prämie in einem einzigartigen Paket bereicherten, das leistungsstarke Motoren, fortschrittliche Antriebsstränge und wegweisende Aerodynamik verbirgt Styling eines konservativen Designs.

Erfolg macht neidisch, und auch der scharf geschnittene Audi war vor einem angeschlagenen Ruf nicht gefeit, der zum Beispiel bei Rückrufaktionen stattfand. Die Verkäufe in den Vereinigten Staaten gingen zwischen 1983 und 1987 stetig zurück, wobei als einer der Hauptgründe die wiederholte Bearbeitung von Fertigungsrückständen angeführt wurde. Etwa 700 Unfälle und sechs Todesfälle gingen den Massengarantiereparaturen voraus. Damals untersuchte die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) 50 verschiedene Modelle von 20 Herstellern auf vermutete Elektronikprobleme.

Am 23. November 1986 strahlte CBS in der Nachrichtensendung 60 Minutes einen Bericht mit dem Titel „Außer Kontrolle“ aus. Der Bericht enthielt Interviews mit sechs Personen, die Audi wegen Selbstbeschleunigung verklagten. Die Anklage sollte durch Videoaufnahmen untermauert werden, die den Audi 5000 angeblich beim Beschleunigen trotz getretenem Bremspedal zeigen.

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Eine anschließende Inspektion ergab, dass das Fernsehen möglicherweise eine Rolle bei dem nicht standardmäßigen Verlauf der gefilmten Fahrt gespielt hat. Die NHTSA bestätigte die Lügen und leugnete vor Gericht, dass die beschleunigungsbedingten Vorfälle eher durch einen Fahrerfehler als durch ein mechanisches oder konstruktives Problem verursacht wurden, aber die Deutschen verloren ihren Ruf für Zuverlässigkeit. Die unbewiesenen Probleme spiegelten den Absatzeinbruch wider, wobei die Audi 5000-Auslieferungen in den USA zwischen 1985 und 1991 um 84,3 % auf nur 7.497 fielen. Sogar die Umbenennung des Modells in 100beziehungsweise 200Der Marketingtrick war nur ein vergeblicher Versuch, das Auto vom Skandal zu distanzieren.

Ungeachtet der Schuld an Hunderten von Unfällen und verschwendeten Menschenleben bescherte die Audi 5000-Ära der Autowelt ein äußerst leistungsfähiges Flaggschiff, den CS Turbo Quattro. Die verwendete Technologie und die Dynamik des Autos sind mehr wert als die unbewiesene Bedrohung durch unvorhersehbares Verhalten. Bei richtiger Handhabung ist die fünfsitzige Superlimousine ein problemloser Autobahnexpress.

Besondere Bewunderung verdient der flüssigkeitsgekühlte Reihen-Fünfzylinder OHC mit 2,2 Liter Volumen. Der längs eingebaute Benziner hatte ein Verhältnis von Bohrung zu Hub von 81:86,4 Millimetern bei einer Verdichtung von 7,8. Die Benzinverbrennung wird durch die Bosch-Einspritzung unterstützt, der KKK-Turbolader steigert die Leistung auf 118 kW (160 PS) bei 5.500/min. Nach Hochdrehen des aufgeladenen Fünfzylinders auf 3.000 U/min steht ein maximales Drehmoment von 225 Nm zur Verfügung.

Die Serienkonfiguration mit einem Gesamtgewicht von ca. 1,5 Tonnen wurde mit Schaltgetriebe ausgegeben, die Beschleunigung auf 100 km/h war im höchsten (fünften) Gang in neun Sekunden möglich, und der revolutionäre Turbomotor beschleunigte auf einen Wert von 210 km/h.

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Kraftvolle Technik bildete die Basis der neuen Platte. Im Rahmen einer Rettungsaktion gegen sinkende Verkaufszahlen hat Audi einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Eine sehr medienfreundliche Veranstaltung fand am 4. März 1986 auf dem Oval des Talladega Superspeedway in Alabama statt. Weniger als 4,3 km des gleichmäßigen Rundkurses reichten für ein Durchschnittstempo von 332,88 km/h, was einer Geschwindigkeit von über 350 km/h auf der Geraden entspricht. Der Motor mit einer Leistung von ca. 660 PS (485 kW) drehten auf 7.700 U/min, daher mussten verstärkte Einspritzdüsen, Trockenschmierung, Titankolben und -pleuel und ein leistungsfähigeres Kühlsystem verwendet werden.

Die äußeren Karosserieformen wurden ebenfalls neu gestaltet, der Luftwiderstandsbeiwert betrug 0,33. Auch der verkleinerte Audi durchlief zusammen mit dem Fahrer Robert Unser eine Entfettungskur, das resultierende Gewicht lag bei rund 1,1 Tonnen. Mit einem Rekord startete der mehrfache Champion in die Audi 5000-Werbetour durch die USA.

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