Einfaches Tool zeigt die Lebenserwartung nach Demenzdiagnose

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BILD: Die Tabellen veranschaulichen die dreijährigen Überlebenswahrscheinlichkeiten für Menschen mit Demenz, die in der Grundversorgung diagnostiziert wurden. Dunkelgrün bedeutet ein geringes Sterberisiko, während Dunkelviolett ein hohes Sterberisiko bedeutet …
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Bildnachweis: Karolinska Institutet / Neurology

Forscher am Karolinska Institutet und aus den Niederlanden haben ein einfaches Tool entwickelt, das die Überlebenswahrscheinlichkeit einer Person mit Demenzerkrankung über drei Jahre zeigt. Sie hoffen, dass dies den Dialog mit den am schwersten Betroffenen erleichtern und Ärzten und anderen helfen wird, die notwendige Pflege zu planen. Die Studie wird heute im Fachjournal veröffentlicht Neurologie.

Demenzerkrankungen sind derzeit nicht heilbar. Es gibt jedoch viele Arten von Demenz, die sich von Person zu Person unterschiedlich entwickeln. Einige Menschen können viele Jahre mit ihrer Krankheit leben, während andere eine Krankheit haben, die aggressiver fortschreitet. Dies bedeutet, dass Ärzte ein einfaches Instrument benötigen, um die Schwere der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose anzuzeigen. Dies kann bei der Pflegeplanung hilfreich sein und diesen Patienten helfen, die wahrscheinliche Entwicklung ihrer Krankheit zu verstehen.

Für ihre Studie überwachten die Forscher Patienten über 65 Jahre, bei denen Demenz diagnostiziert und die zwischen 2007 und 2015 im schwedischen Demenzregister registriert wurden. Die Studie umfasste über 50.000 Personen, die über verschiedene Gesundheitsdatenregister bis 2016 überwacht wurden. Zu diesem Zeitpunkt waren 20.000 von ihnen gestorben, im Durchschnitt nach einer mittleren Zeit von 4,8 Jahren nach der Diagnose. Die Forscher untersuchten die Auswirkung einer Reihe leicht identifizierbarer Faktoren auf die Lebenserwartung nach der Diagnose und erstellten zwei klare, schematische Tabellen.

Die erste Methode richtet sich an Hausärzte, die eine Prognose erstellen, die auf Geschlecht, Alter, kognitiven Fähigkeiten (gemessen mit der MMSE, Mini-Mental State Examination) und Komorbidität (gemessen mit dem Charlson Comorbidity Index) basiert.

Die zweite Tabelle richtet sich an Fachkliniken wie beispielsweise Gedächtniskliniken, die auch den spezifischen Subtyp der Demenz berücksichtigen (beispielsweise ist die Alzheimer-Krankheit häufig weniger aggressiv). Ausgestattet mit diesen Parametern kann der Arzt einen Einzelfall in die schematische Tabelle eintragen, um zu zeigen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Patient innerhalb von drei Jahren nach der Diagnose stirbt.

Das Tool ist für Menschen gedacht, die Demenzpatienten in der Grundversorgung oder in Fachkliniken betreuen oder behandeln. Ein Ziel ist es, Ärzten und Leistungserbringern ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, welche Patienten dringend einen Pflegeplan benötigen und wer möglicherweise von einer zusätzlichen Überwachung profitiert. Ein weiteres Ziel ist es, Ärzten und anderen Leistungserbringern zu helfen, mit ihren Patienten in einen Dialog über ihre Krankheit und das Sterberisiko zu treten.

Die korrespondierende Autorin der Studie, Sara Garcia-Ptacek, Neurologin am Stockholm South General Hospital, sagt, dass viele Patienten nach dem Fortschreiten ihrer Krankheit fragen und dass ein solches Tool hilfreich sein kann, um diese Fragen zu beantworten.

"Es kann auch in Gesprächen über die zukünftige Versorgung von Patienten verwendet werden, die das Problem nicht selbst ansprechen", sagt Garcia-Ptacek, der auch am Institut für Neurobiologie, Gesundheitswissenschaften und Gesellschaft (NVS) des Karolinska Institutet forscht. "In solchen Fällen kann ein solches Tool ein Anreiz sein, ein solches Gespräch zu beginnen, das stattfinden sollte, bevor es zu viele kognitive Hindernisse gibt. Bei diesem Gespräch könnte es sich um einen Ort handeln, an dem jemand lieber zu Hause oder in einer anderen Unterkunft leben möchte." oder irgendetwas anderes, das Planung braucht. "

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Die Studie wurde mit Forschern des Radboud University Medical Center in den Niederlanden durchgeführt und mit Zuschüssen des schwedischen Forschungsrats, des schwedischen Forschungsrats für Gesundheit, Arbeitsleben und Wohlfahrt (Forte), der schwedischen Gesellschaft für medizinische Forschung und des schwedischen Ordens finanziert von St John, Region Stockholm (ALF), der Stiftung für geriatrische Erkrankungen am Karolinska Institutet, der Loo und Hans Osterman Stiftung für medizinische Forschung, dem Radboud University Medical Center in den Niederlanden und Alzheimer Nederland.

Publikation: "Überlebenszeit-Tool zur Steuerung der Pflegeplanung bei Demenzkranken", Miriam L. Haaksma, Maria Eriksdotter, Debora Rizzuto, Jeannie-Marie S. Leoutsakos, Marcel GM Olde Rikkert, René J. F. Melis und Sara Garcia-Ptacek, 16. Dezember 2019, online ausgabe von Neurologie®, das medizinische Journal der American Academy of Neurology.

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