Erfolg für Boeing. Der Starliner war wieder in Schwierigkeiten, aber er schloss sich der ISS an

„Heute (Samstag) um 2:28 MESZ hat sich das Raumschiff CST-100 Starliner erfolgreich mit dem IDA-2-Andockknoten auf dem Harmony-Stationsmodul verbunden. Dies geschah am Ende des zweiten Verbindungsfensters und eine Stunde und 18 Minuten später als ursprünglich geplant“, resümierte der Raumfahrtspezialist Michal Václavík vom Tschechischen Weltraumamt und der Fakultät für Maschinenbau der Tschechischen Technischen Universität in Prag.

Die Mannlöcher zwischen dem Starliner-Raumschiff und dem Orbitalkomplex sollen an diesem Tag erst gegen 18:30 Uhr geöffnet werden.

Diesmal hat die Anomalie die Reise nicht ruiniert

Dies ist der zweite Testflug des CST-100 Starliner-Moduls, das seine Sicherheit für den Personentransport unter Beweis stellen soll. Die erste fand 2019 statt, doch dann musste das Schiff aufgrund von Softwarefehlern vorzeitig zur Erde zurückkehren, ohne die ISS zu erreichen.

Im August 2021 musste der Test wegen eines Problems mit den Ventilen kurz vor dem Start abgebrochen werden.

Einige Probleme sind sogar jetzt aufgetreten. Laut Boeing fielen zwei OMAC-Triebwerke aus (Anomalie), während sie das Raumschiff CST-100 Starliner navigierten. Ein weiteres gemeldetes Problem war das langsamere Hochfahren des Innenkühlsystems des Raumfahrzeugs. Trotzdem konnte das Modul in dieser Mission namens OFT-2 weitermachen, die Temperatur darin soll stabil gewesen sein.

Es gibt eine “Beauty” an Bord

Der einzige „Passagier“ des Raumfahrzeugs in diesem unbemannten Test ist diesmal eine Puppe namens Rosie the Rocketeer, die nach dem Helden des Zweiten Weltkriegs namens Rosie the Riveter – Růženka Nýtovačka – benannt wurde. Sie wurde zu einer Ikone der Frauen, die während des Krieges in Fabriken und Werften arbeiteten und an der Herstellung von Munition für die Armee teilnahmen.

Boeing will bis Ende dieses Jahres den ersten bemannten Raumflug absolvieren. Der genaue Zeitplan hängt jedoch davon ab, wie das Modul funktioniert.

Boeing glaubt, dass es nach SpaceX des Milliardärs Elon Musk das zweite Unternehmen sein wird, das als „Taxi“ für Astronauten der US-amerikanischen National Aeronautics and Space Administration (NASA) fungiert. SpaceX hat bereits 18 Astronauten und vier Weltraumtouristen in seinem eigenen Dragon-Modul in den Orbit transportiert.

Sieben Personen am Bahnhof

Kürzlich, am 6. Mai, kehrten vier Astronauten, bestehend aus den Amerikanern Thomas Marshburn, Kayla Barron und Raja Chari von der NASA und dem Deutschen Matthias Maurer von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), aus dem Orbitalkomplex zur Erdoberfläche zurück.

Für diese Crew-3-Crew dauerten ihre Missionen 176 Tage, zwei Stunden und 40 Minuten, während sie 174 Tage, fünf Stunden und 48 Minuten direkt auf der Raumstation verbrachten. Dies war die dritte langfristige ISS-Mission von SpaceX.

Ende April trafen vier neue Bewohner in der Crew Dragon Freedom auf der Station ein: die amerikanischen Astronauten Jessica Watkins, Robert Hines und Kjell Lindgren von der NASA und ihre italienische Kollegin Samantha Cristoforetti von der ESA (Crew-4-Crew).

Neben dem neuen Quartett befinden sich derzeit die russischen Kosmonauten Oleg Artemev, Denis Matveyev und Sergei Korsakov im Orbit.

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