Ergebnis der Transplantation menschlicher Nabelschnurblut-Stammzellen (CBT) bei akuter myeloischer Leukämie bei Patienten, die nach einem versus zwei Induktionskursen eine erste vollständige Remission erreichten: eine Studie der Acute Leukemia Working Party der European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT)

Wir verglichen die Transplantationsergebnisse von erwachsenen Patienten mit AML, die sich einer Nabelschnurbluttransplantation (CBT) in CR1 nach 1 versus 2 Induktionszyklen unterzogen. Die Studie umfasste 325 Patienten, 243 (75 %) mit 1 und 82 (25 %) mit 2 Induktionskursen. Das Engraftment war bei Patienten, die CR1 nach 1 vs. 2 Induktionskursen erreichten, geringer: 91 % vs. 99 % (p = 0,02). Die Inzidenz der akuten GVHD war ähnlich, 38 % und 36 % (p = 0,81), ebenso wie die 2-jährige chronische GVHD mit 23,4 % bzw. 27,5 % (p = 0,65). Die zweijährige Nicht-Rückfallmortalität (NRM), die Rückfallinzidenz (RI), das leukämiefreie Überleben (LFS), das Gesamtüberleben (OS) und das GVHD-freie, rückfallfreie Überleben (GRFS) unterschieden sich statistisch nicht zwischen Patienten, die CR1 erreichten mit 1 vs. 2 Einführungskursen mit 23 % vs. 24 % (p = 0,87), 25 % vs. 30 % (p = 0,4), 52 % vs. 46 % (p = 0,3), 59 % vs. 50 % (p = 0,2) bzw. 44 % vs. 41 % (p = 0,66). Die Ergebnisse wurden durch multivariable Analyse, NRM (Hazard Ratio (HR) = 1,1; 95 % KI, 0,6–1,8, p = 0,7), RI (HR = 1,4; 95 % KI, 0,9–2,3, p = 0,1), LFS bestätigt (HR = 1,3; 95 % KI, 0,9–1,8, p = 0,2), OS (HR = 1,3; 95 % KI, 0,9–1,9, p = 0,1) und GRFS (HR = 1,1; 95 % KI, 0,8– 1,5, p = 0,5). Insgesamt sind die Ergebnisse von AML-Patienten, die sich einer CBT in CR1 unterziehen, nach 1 oder 2 Induktionskursen ähnlich.

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