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EU-Green Deal zur Förderung von Projekten

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Berlin Wenn es nach Manon van Beek geht, muss die Verwirklichung eines integrierten europäischen Energiesystems heute und nicht morgen Realität werden. “Wir dürfen keine Zeit verschwenden und müssen jetzt handeln”, sagte der Leiter der niederländischen Tennet Holding BV, Handelsblatt. Der deutsche Übertragungsnetzbetreiber Tennet gehört zum niederländischen Unternehmen. Laut Tennet ist es “der größte Investor in der deutschen Energiewende”.

Sie verfügen über ein Projekt- und Investitionsportfolio, das mittlerweile größer ist als das der anderen drei deutschen Übertragungsnetzbetreiber zusammen. Nach Ansicht des Tennet-Chefs ist eine enge europäische Zusammenarbeit erforderlich, um ein integriertes europäisches Energiesystem zu schaffen.

Deutschland spielt eine Schlüsselrolle bei der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres 2020, meint Van Beek: Das Land muss die sechs Monate der Ratspräsidentschaft nutzen, um “grenzüberschreitende Projekte und Ideen aktiv zu initiieren und zu fördern, wie z Europäische Vision für die Wasserstoffproduktion “, schlägt van Beek vor.

“Mit dem Green Deal, der von einem deutschen Kommissionspräsidenten vorangetrieben wurde, kann viel erreicht werden”, sagte sie. Ursula von der Leyen hat kürzlich ihre Pläne für den Wandel Europas zu einem klimaneutralen Kontinent vorgestellt. Der Umbau des Energieversorgungssystems spielt eine wichtige Rolle. Der Chef der EU-Kommission hält Milliarden von Dollar in Aussicht, um das Mammutprojekt zu finanzieren.

Es gehe darum, die Grenzen der Infrastruktur zu überwinden und grenzüberschreitende Projekte wie die von Tennet und anderen Unternehmen konzipierte “Windenergieinsel” in der Nordsee zu initiieren, so van Beek. Sie wünsche sich “mehr Mut, die Energiewende voranzutreiben und klare regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen zu entwickeln”.

Grüner Wasserstoff für die Industrie

Tennet setzt sich seit langem für die Zusammenführung der Strom- und Gasinfrastruktur ein. Ein Beispiel dafür ist das von Tennet und dem Gasnetzbetreiber Gasunie geplante Projekt „Element One“: In der Anlage der 100-Megawatt-Klasse soll aus überschüssiger Windenergie Wasserstoff mittels Elektrolyse erzeugt werden. In einem zweiten Verfahrensschritt kann der Wasserstoff in Methan umgewandelt werden.

Der Prozess, den Experten als „Power to Gas“ oder kurz PtG bezeichnen, elektrifiziert derzeit den Energiesektor und die Industrie. Das in einer PtG-Anlage mit Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugte Gas ist klimaneutral und kann vielfältig eingesetzt werden, beispielsweise als Rohstoff in der Industrie oder im Mobilitätsbereich.

Das Gas kann auch in das bestehende Gasnetz eingespeist werden. Auf diese Weise verschmelzen Strom- und Gasnetzinfrastruktur. Die PtG-Technologie könnte somit als saisonaler Speicher für erneuerbaren Strom dienen. Auf diese Weise könnte das bestehende Gasnetz stärker genutzt und der Bedarf an neuen Stromübertragungsleitungen verringert werden.

In einer Machbarkeitsstudie, deren Zusammenfassung im Handelsblatt vorliegt, wird die mögliche Ausgestaltung des Projekts “Element One” festgelegt. Dementsprechend bietet der niedersächsische Diele-Standort die besten Voraussetzungen für das Projekt. Ein “hohes Nutzungspotential” ist gewährleistet.

„Wir müssen die Gas- und Stromnetze integrieren, um die energiepolitischen Ziele zu erreichen“, sagt van Beek. Sie müssen jetzt groß denken.

Gasunie fördert auch die Vernetzung der Systeme: „Das Gas- und Stromnetz zusammen wird im Energiesystem der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Um den zunehmenden Schwankungen im Energienetz gerecht zu werden, müssen unsere Gas- und Strominfrastrukturen nahtlos aufeinander abgestimmt werden “, sagt Gasunie-Chef Han Fennema.

Im Projekt “Element One” geht es darum, die Technologie in großem Maßstab zu testen. “In Zukunft werden alle kommerziellen Anbieter von dieser Erfahrung profitieren”, ist van Beek überzeugt.

Die Behörden zögern immer noch

Die Bundesnetzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium sehen das jedoch anders. Der Investitionsantrag von Tennet wurde monatelang bei der Regulierungsbehörde eingereicht, ebenso wie der Antrag für ein vergleichbares Projekt von Amprion und Open Grid Europe (OGE) mit dem Namen “Hybridge”. Die Netzagentur hat noch keine Entscheidung getroffen, ist jedoch bislang der Ansicht, dass es nicht Aufgabe des Netzbetreibers ist, PtG-Anlagen zu errichten.

Manon von Beek hat kein Verständnis für die zögerliche Haltung. „Wenn wir in zehn Jahren Power-to-Gas in großem Maßstab nutzen wollen, müssen wir jetzt anfangen. Wir brauchen also eher früher als später grünes Licht von den Behörden und der Politik “, sagt sie.

Van Beek stützt ihre Überlegungen auf die Aktualisierung des “Infrastructure Outlook 2050”, die Tennet und Gasunie in diesen Tagen vorlegen werden. Der Ausblick wurde maßgeblich von der RWTH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich und dem Beratungsunternehmen DBI Gas- und Umwelttechnik, einer Tochtergesellschaft des Deutschen Gas- und Wasserverbandes (DVGW), geprägt. Eine erste Version von Outlook stammt aus dem letzten Jahr.

Um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zur CO2-Reduzierung zu erreichen, müsste die Energieinfrastruktur nach dem aktuellen Stand der Studie einen “tiefgreifenden Wandel” erfahren. Die Kopplung der Energieinfrastrukturen für Gas und Strom ist von großer Bedeutung, PtG wird in der nächsten Phase der Energiewende eine Schlüsselrolle spielen.

Mehr: Viele Herausforderungen im Klimaschutz lassen sich mit grünem Wasserstoff bewältigen. Der Weg vom Labor zur Praxis ist jedoch lang und die Bundesregierung zögert.

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