Expedition: Diese Kreuzfahrten werden selbst die am meisten Reisenden in Erstaunen versetzen

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KDie Stimmen des Waldes verstummen für eine Sekunde. Papageien kreischen und Affen plappern, nie gehört Vogelstimmen. Ein Surren, Surren und Summen von unzähligen Insekten. Und hin und wieder erschütternde Schreie wie aus einem Horrorfilm. Brüllaffen verteidigen ihr Territorium gegen Rivalen mit ohrenbetäubendem Lärm.

Das Schlauchboot Zodiac gleitet langsam durch enge grüne Gänge. Nur ein paar Paddelschläge vom "Basisschiff" entfernt, der Explorer mit allem modernen Komfort ausgestattet, beginnt die Reise in die Unermesslichkeit immer wieder.

Eine Expeditionskreuzfahrt ist mit keiner anderen Seereise zu vergleichen. Wer sie bucht, sucht unberührte Natur, interessiert sich für unbekannte Kulturen und Gebiete, die nur wenige Menschen sehen.

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Das südamerikanische Amazonasgebiet, das millionen Quadratkilometer große Regenwaldimperium mit seinen Tausenden von Nebenflüssen, ist eine einmalige Erfahrung, die selbst die am weitesten gereisten Menschen immer wieder in Erstaunen versetzt. Ein einziger Amazonasbaum kann mehr verschiedene Lebensformen beherbergen als die gesamten britischen Inseln.

Tellergroße Schmetterlinge, bienengroße Kolibris, kleine Affen, die nur einen Apfel wiegen, elf Meter lange Anakondaschlangen. Wenn etwas schützenswert ist, dann ist es dieser Schatz unseres Planeten – und die Neugier desselben breitet sich nun in einer ganzen Branche aus.

U-Boot und Hubschrauber an Bord des Kreuzfahrtschiffes

Das Expeditionssegment boomt. Die Reedereien reagieren auf die zunehmenden Buchungen und rüsten ihre Flotten auf. Hapag-Lloyd Cruises, die seit Jahren mit der MS Bremen und der MS Hanseatic auf Abenteuerkurs ist, hat zwei neue Expeditionsschiffe im Programm: die "Hanseatic Nature" und die "Hanseatic Inspiration".

Hurtigruten aus Norwegen erweiterte die Flotte um die Schiffe "Roald Amundsen" und "Fridtjof Nansen", die beide nach großen Entdeckern benannt wurden. Die französische Reederei Ponant ist Marktführer bei Polarexpeditionen. Die vier Schiffe "Le Boréal", "L’Austral", "Le Soléal" und "Le Lyrial" gehören zur regulären Flotte. Es gibt auch vier neue Schiffe. Silversea Cruises hat vier Expeditionsschiffe.

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Die agilen Entdecker unterscheiden sich von den riesigen Unterhaltungskreuzern mit ihren Tausenden von Passagieren nicht nur in der Größe. Für den Amazonas beispielsweise ist ein geringer Tiefgang erforderlich, um kleine Inseln und flache Buchten, die vom Land aus kaum zugänglich sind, besuchen zu können.

In Polarregionen müssen Schiffe eine "Eisklasse" mit verstärkten Rümpfen haben, um bei gefrorenem Meer wendig zu bleiben. Ein Luxus-Entdecker wie die neue "Scenic Eclipse" hat sogar ein U-Boot und zwei Hubschrauber an Bord.

Die Airbus H130-Hubschrauber gehören zu den leisesten der Welt. Man kann sich angesichts dieser Ausstattung leicht vorstellen, warum Expeditionsreisen nicht billig sind.

Kreuzfahrt mit Abenteuer und viel Luxus

Reisen in die Arktis oder Antarktis, d. H. Gebiete, zu denen keine einzige Landroute führt, kosten häufig ab 20.000 Euro. Reedereien wie Hapag-Lloyd, Silversea Cruises oder Ponant bieten auch Luxus auf höchstem Niveau für Abenteuer im ewigen Eis.

Machen Sie sich tagsüber mit dem Zodiac auf den Weg zu Eisschollen, beobachten Sie Eisbären und erleben Sie abends die Erlebnisse mit Champagner und Gourmetdinner. Die "Silver Cloud", immerhin ein echter Eisbrecher, wirbt sogar für das einzige Relais & Chateau Restaurant in der Antarktis.

Zivilisation und Wildnis lassen sich auch wie bei den 24-tägigen Ausflügen der "Seabourn Quest" von der argentinischen Metropole Buenos Aires zum chilenischen San Antonio verbinden. Dazwischen liegen die eisige Schönheit der Antarktis, die beeindruckenden Gletscher und Fjorde Patagoniens und die atemberaubende Inselwelt Südgeorgiens.

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Kaum eine Region der Erde ist abgelegener als der fast unbewohnte Archipel mit seinen Pinguinen, Pelzrobben und Seeelefanten. Die „Seabourn Quest“ kreuzt dann sechs Tage lang durch die größte Eiswüste der Erde, die Antarktis. Kosten: ab 13.000 Euro, Flüge extra.

Mit dem stärksten Eisbrecher der Welt zum Nordpol

Wenn das zu edel ist, freuen Sie sich vielleicht über den Atomeisbrecher "50 Years of Victory". Das 75.000-PS-Monster kann drei Meter dicke und einjährige Eisschichten durchbrechen und schafft es in den Sommermonaten bis zum Nordpol. In der geografischen Position 90 ° Nord können die rund 100 Passagiere des stärksten Eisbrechers der Welt im Schein der Mitternachtssonne auf dem Eis grillen.

Die „50 Years of Victory“ wurde gebaut, um Forschungs- und Frachtschiffe durch die schwer erreichbaren Regionen der Arktis und entlang der Nordostpassage zu führen. Die 13-tägigen Reisen für den kommenden Sommer beginnen im russischen Murmansk und beginnen bei 26.130 Euro.

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Die Nordwestpassage ist der rund 5.780 Kilometer lange Seeweg, der den Atlantik und den Pazifik nördlich des amerikanischen Kontinents verbindet. Im Winter ist dieses "Dach der Welt" eine weiße Wüste. Wenn die Temperatur im Sommer für einige Wochen das Eis zum Schmelzen bringt, ist die legendäre Passage für Schiffe befahrbar.

Eine Kreuzfahrt auf der "L’Austral" von Ponat jenseits des Polarkreises, von Kangerlussuaq auf Grönland nach Nome in Alaska dauert 23 Tage. Inuitdörfer und die größten Eisberge der Arktis erwarten die Passagiere an der Westküste Grönlands. Die Route führt weiter nach Westen durch die Baffin Bay, wo die Vogelkolonien des Fairway Rock eines der Höhepunkte der Reise sind.

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Vulkane, Regenwald und wunderschöne Strände

Wenn Sie bei dem Gedanken an Polarreisen zittern, können Sie sich für das Naturwunder der Galapagos-Inseln erwärmen. Vulkane, Regenwald, Traumstrände und Korallenriffe: Auf dem Archipel rund tausend Kilometer vor der Küste Ecuadors gibt es eine Flora und Fauna, die Sie sonst nirgendwo finden werden.

Auf einer Kreuzfahrt mit der "Silversea" (8 Tage ab 6930 Euro inkl. Flug) lernen Sie die an Minidrachen und Landleguane erinnernden Meeresleguane kennen, die wie Reste der Dinosaurier aussehen.

Ab 2022 können sie auch Rose und Jack sein – auf der Titanic II

Es klingt wie ein Märchen, aber die Titanic sollte wieder in See stechen – als Replikat, aber auf der ursprünglichen Route und mit allen heutigen Sicherheitsstandards. Der australische Milliardär Clive Palmer schwärmt davon – natürlich ohne Untergangsszenario.

Quelle: WELT / Marc Pfitzenmaier und Mick Locher

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