Experten: Risikogruppe gegen Affenpocken impfen

Die Virusinfektion wurde nach den neuesten am Montag veröffentlichten Zahlen bisher bei 352 Menschen in den Niederlanden festgestellt. Eine starke Steigerung im Vergleich zur Vorwoche.

Daher ist es laut Experten wichtig, dass der Ausbruch eingedämmt wird. Ende dieser Woche wird dem Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport ein Rat gegeben, wie dies geschehen soll.

Hohes Risiko

Eine vorbeugende Impfung ist eine mögliche Empfehlung. „Die Impfung einer Gruppe, die einem hohen Risiko ausgesetzt ist, hilft, das Virus einzudämmen“, sagt die Internistin und Infektiologin Chantal Bleeker-Rovers von Radboudumc. “Dann sinkt die Chance, die Infektion weiterzugeben.”

Doch welche Gruppe dann einen solchen Jab erhalten könnte, wird noch geprüft. „In Europa tritt das Virus hauptsächlich bei Männern auf, die Sex mit Männern haben. Aber nicht alle innerhalb dieser Gruppe sind einem erhöhten Virusrisiko ausgesetzt. Daher werden die genauen Kriterien noch geprüft“, sagt Bleeker-Rovers.

Der Arzt nennt ein Beispiel für ein solches Kriterium: „Männer, die PrEP verwenden, ein Mittel, das vor HIV schützt, haben häufiger vielfältige sexuelle Kontakte.

Vorbeugende Impfung

Auch der Virologe Jean-Luc Murk vom Elisabeth-TweeSteden-Krankenhaus ist der Meinung, dass wir das Virus so weit wie möglich eindämmen sollten. „Es kann nicht wenige Menschen krank machen. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können durchaus daran sterben“, sagt er.

Daher hält er eine vorbeugende Impfung von Risikogruppen für sinnvoll. Aufgrund der Gemeinschaft, in der das Virus mittlerweile hauptsächlich zirkuliert, hält Murk es in diesem Fall für sinnvoll, Männer, die Sex mit Männern haben und unterschiedliche Kontakte haben, präventiv zu impfen. Außerdem ist eine gute Erkennung wichtig. „Die GGD tut dies mit Quellen- und Kontaktrecherchen bei positiv getesteten Personen.“

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STI Aids Die Niederlande fordern seit einiger Zeit die Impfung von Risikogruppen. “Wer fällt unter diese Gruppe? Männer, die Sex mit Männern mit unterschiedlichen sexuellen Kontakten haben”, sagt Anna Nijsters. „Seit dem Ausbruch haben wir Informationen darüber verteilt, wie man es erkennt und wie man seine Ausbreitung verhindern kann. Das hat nicht gereicht, um das Virus einzudämmen. Deshalb sagen wir jetzt: Die Gruppe ist noch klein und begrenzt, gehe präventiv.“ impfen.”

Hat jemand einen Impfstoff?

Es empfiehlt sich daher abzuwarten, welche Personengruppe laut Experten geimpft werden soll. Aber warum werfen wir diese Kriterien nicht einfach über Bord und geben einfach jedem, der es will, einen Impfstoff? „In den Niederlanden gibt es nicht unendlich viele Impfstoffe. Deshalb sollten wir uns vor allem die besonders gefährdeten ansehen“, erklärt Bleeker-Rover.

6000 Fälle von Affenpocken weltweit

Weltweit wurden mehr als 6.000 Fälle von Affenpocken aus 58 Ländern gemeldet. Etwa 80 Prozent der Infektionsmeldungen kommen aus Europa, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie wird später in diesem Monat eine weitere Sitzung des Ausschusses organisieren, bei der darüber beraten wird, ob der Ausbruch ein Grund ist, eine globale Krisensituation auszurufen. Dieser Status ist die höchste Alarmstufe innerhalb der WHO.

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