Folgen Sie den Markierungen im Regierungsviertel und auf Utøya zehn Jahre nach dem Terror

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BT zeigt die Gedenkfeiern zehn Jahre nach dem 22. Juli.

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Heute 08:47

Am Donnerstag um neun Uhr begann die Feier im Regierungsviertel. Darunter waren unter anderem Mitglieder des Königshauses, des Stortings und der Regierung.

Viele versammelten sich am Donnerstag vor dem Osloer Dom zum Denkmal am 22. Juli. Foto: Beate Oma Dahle, NTB

– Lass den Hass nicht unangefochten

– Nach zehn Jahren darf man die Verzweiflung spüren. Nach zehn Jahren darf man die Sehnsucht spüren. Und man dürfe die Wut spüren, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg.

Der Premierminister sagte, es sei inakzeptabel, dass Überlebende von Utøya Anstiftung und Drohungen ausgesetzt seien. Darüber hinaus macht sie sich Sorgen, dass viele der Überlebenden immer noch im Alltag zu kämpfen haben.

– Es zeigt, wie wichtig es ist, dass wir den Kampf gegen Hassreden, Rassismus und Extremismus ernst nehmen. Wir dürfen den Hass nicht unangefochten lassen.

Solberg erklärte, dass man niemals akzeptieren sollte, dass jemand Gewalt anwendet, um Andersdenkende zu stoppen.

– Der Terror vom 22. Juli war ein Angriff auf unsere Demokratie. Es war ein politisch motivierter Terrorakt gegen die Arbeiterpartei AUF und ihre Ideen.

– Der Hass ist immer noch da

– Vor zehn Jahren begegneten wir Hass mit Liebe. Aber der Hass ist immer noch da. Das haben wir gesehen, als das Mahnmal nach Benjamin Hermansen auf gröbste Weise geschändet wurde, sagte der ehemalige Ministerpräsident und Labour-Chef Jens Stoltenberg in seiner Rede im Osloer Dom.

Er erwähnte auch den Angriff auf die Al-Noor-Moschee in Bærum, dass die Menschen Angst haben, sich zu äußern, und dass Überlebende nach dem 22. Juli immer noch mit dem Tod bedroht sind.

König Harald kam auf Krücken in der Kathedrale von Oslo an. Foto: Beate Oma Dahle/ NTB

Jens Stoltenberg sprach während des Gottesdienstes in der Kathedrale von Oslo. Foto: Torstein Bøe / NTB

– Niemand sollte sich im Kampf allein fühlen

Um 15 Uhr begann die Markierung auf Utøya. Dort werden zunächst Blumen an der Gedenkstätte niedergelegt, bevor es an mehreren Orten der Insel zu Programmen kommt.

Kronprinz Haakon sagte in seiner Rede, niemand solle sich im Kampf gegen die rechtsextremen Kräfte allein und entmutigt fühlen.

Kronprinz Håkon und Prinzessin Ingrid Alexandra legen am 22. Juli während der Trauerfeier auf Utøya Blumen nieder. Rechts Kronprinzessin Mette-Marit. Foto: Torstein Bøe / NTB

– Es ist unsere persönliche und kollektive Verantwortung, jeden Tag gegen diese Kräfte zu arbeiten. Unser Land habe schmerzlich erfahren, dass es notwendig sei, sagte der Kronprinz.

Im Laufe des Jahres trafen das Königspaar und das Kronprinzenpaar Verwandte, Überlebende, Rettungskräfte und Helfer bei dem Anschlag vor zehn Jahren.

– Es war schön und lehrreich. Wir müssen es wagen, über das Geschehene zu sprechen, auch wenn es unangenehm ist, sagte der Kronprinz.

AUF-Chefin Astrid Hoem forderte ein erneutes Versprechen der Bevölkerung, den Hass zu bekämpfen, der am 22. Juli vor zehn Jahren zum Terror führte.

– Vor zehn Jahren sind wir hier auf die Insel gereist, um die Welt zu verändern, aber dann hat sich unsere Welt für immer verändert, sagte Astrid Hoem vom Rednerpult am Boden auf Utøya.

Sie sagt, dass Hass in der norwegischen Gesellschaft immer noch lebendig ist. Damit muss man sich jeden Tag auseinandersetzen, sagt sie.

– Wenn wir als vom Terror betroffene Jugendorganisation es schaffen, wieder aufzustehen und dem gleichen Hass entgegenzutreten, der uns getroffen hat, ja, dann kann auch der Rest Norwegens damit fertig werden, sagt Hoem.

Konzert heute Abend

Am Abend, ab 19.15 Uhr, findet im Oslo Spektrum eine nationale Gedenkveranstaltung statt, bei der König Harald, Erna Solberg und Jonas Gahr Støre sprechen und unter anderem die Künstler Highasakite, Odd Nordstoga und Åge Aleksandersen auftreten werden.

Vollständiges Tagesprogramm ansehen ihr.

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Veröffentlicht: 22. Juli 2021 08:47

Aktualisiert: 22. Juli 2021 16:37

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