Foto einer abgeflachten Mücke soll Forschern helfen: „Nicht zu hart zuschlagen“

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In der Natur wissen die Forscher relativ gut, wo sich die Mücken aufhalten. “Aber in städtischen Gebieten sieht das anders aus”, sagt Maarten Schrama, Ökologe an der Universität Leiden.

Ein unter Wasser stehendes Flachdach kann beispielsweise ein Nährboden sein. “Aber wir können nicht einfach in den Garten der Leute gehen, um nachzusehen. Wenn es viele Berichte aus einer solchen Straße gibt, können wir mit der Suche beginnen.”

Spanier schicken Tausende von Fotos

In Spanien hat sich die App bereits bewährt; Spanier reichten in kurzer Zeit mehr als 18.000 Fotos ein, die die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke genau abbilden. Diese südostasiatische Mücke kann Krankheiten wie Dengue-Fieber, Chikungunya und Zika übertragen.

Um die Niederlande besser auf die Ankunft krankheitserregender Insekten vorzubereiten, wurden 2019 10 Millionen Euro bereitgestellt. Die Forschung fällt in das Projekt One Health Pact, in dem verschiedene Universitäten und Forschungsinstitute zusammenarbeiten.

Pap von Mücken

Der Mückenforscher Schrama macht jetzt seine Feldforschung rund um Utrecht, wo es an dreißig Orten Mückenfallen gibt. Aus den gefangenen Mücken wird eine Paste hergestellt, die unter ein Mikroskop gebracht wird, um zu sehen, ob Viren darin enthalten sind.

Darüber hinaus wird an sechzehn Vogelringstandorten geforscht. Vögel werden auch von Mücken gebissen und können Viren übertragen. Den gefangenen Vögeln wird Blut abgenommen und ein Rachenabstrich gemacht. Auch dies wird im Labor untersucht.

“Die erste Charge Forschungsmaterial ist gerade erst im Labor angekommen, daher wissen wir nicht, ob noch etwas drin ist. Die Chance scheint mir ziemlich hoch, denn es ist ein sehr gutes Mückenjahr.”

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