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Früher war der Škoda 120 in der Luxusausführung GLS das Flaggschiff der Marke. Das Škoda-Museum verfügt nach der Renovierung über ein schönes Stück

Der Škoda 120 GLS war seinerzeit das Flaggschiff des Automobilunternehmens Mladá Boleslav. Die meisten der produzierten Stücke waren auch für den Export bestimmt.

Und es war das Modell 120 in der GLS-Version, an das sich Škoda im Zusammenhang mit der Präsentation eines interessanten Exemplars aus dem Besitz des Škoda-Museums erinnerte. Das grüne Stück, das im April 1978 die Produktionsstätte in Vrchlabí verließ, wurde im Juni 2012 vom Museum vom Erstbesitzer erworben und anschließend umfassend renoviert. Sie wurde letztes Jahr fertiggestellt. Wie die Renovierung ausgegangen ist, können Sie in der Galerie sehen.

Die Bezeichnung GLS trugen die bestausgestatteten „Hundertzwanziger“ der damaligen Zeit, das Kürzel bedeutet schließlich „Grand de Luxe Super“. Die damalige Hierarchie war wie folgt: Über der Standardversion des Škoda 120 stand der 120 L (de Luxe), dann der 120 LE (de Luxe Économique) mit einem sparsameren Getriebe für den Straßenverkehr, der 120 LS (de Luxe Super). mit vier Frontscheinwerfern statt den üblichen zwei und endlich 120 GLS.

Die Geschichte der Top-Version begann Ende 1976, als in Vrchlabí eine 40-teilige Eichserie einer Limousine mit einer mit Edelstahlelementen ausgekleideten Vierlicht-Frontmaske entstand. Im Vergleich zu den Serienmodellen bestand es aus einem glänzenden Rahmen, einem anderen Kühlergrill und geformten Blenden unter den vier Hauptscheinwerfern. Die Heckschürze, Motorhauben, Seitenfensterrahmen und andere kleinere Zierelemente der Karosserie wurden ebenfalls aus Edelstahl gefertigt. Seit dem Modelljahr 1981 sind im Zuge der Modernisierung Edelstahlelemente zurückgegangen.

Die Serienproduktion begann im August 1978. Interessanterweise waren über 70 Prozent aller produzierten GLS für den Export bestimmt. Zur Komfort- und Sicherheitsausstattung gehörten unter anderem wertigere Türverkleidungen, Lenkradverkleidungen, verstellbare Kopfstützen und eine Heckscheibenheizung.

Den Antrieb übernimmt ein 1174 Kubikzentimeter großer Vierzylindermotor hinter der Hinterachse, der eine Höchstleistung von 43 kW (58 PS) bereitstellt. Nach dem Einlegen des höchsten Gangs, vier, konnte das Auto mit 150 km/h fahren. Wer sich einen Grand de Luxe Super leisten konnte, akzeptierte in der Regel den Anspruch des Motors auf höherwertigen Kraftstoff, unter den Bedingungen der Tschechoslowakei Ende der 1970er Jahre war es beispielsweise Superbenzin mit einer Oktanzahl von 96.

Dass von insgesamt mehr als einer Million Vertretern der Baureihe 120, die bis 1989 die Škoda-Produktion dominierte, nur ein Bruchteil die luxuriöse GLS-Version war, muss wohl nicht extra betont werden.

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