Für 200.000 Beschäftigte: Der Mindestlohn für das Baugewerbe soll steigen

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Es wird erwartet, dass Bauarbeiter im Jahr 2020 mehr Geld bekommen. Der Arbeitgeber und die Gewerkschaft haben sich auf höhere Mindestlöhne geeinigt, wie die Gewerkschaft und der Arbeitgeber sagten. Dementsprechend erhöht sich die untere Lohngrenze für Nebentätigkeiten am 1. April um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde.

Der Mindestlohn für Fachkräfte in Westdeutschland und Berlin erhöht sich dann um 20 Cent auf 15,40 Euro bzw. 15,25 Euro. In den ostdeutschen Bundesländern gibt es keinen Mindestlohn für Fachkräfte.

Nach Angaben der Gewerkschaften profitieren mehr als 200.000 der rund 820.000 Bauarbeiter von den neuen Mindestlöhnen. Die Vereinbarung beruhte auf einem Schiedsspruch des Präsidenten des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel. Die Gewerkschaft Bau-Landwirtschaft-Umwelt hatte nach drei erfolglosen Verhandlungsrunden das Schiedsverfahren einberufen.

"Der Bau läuft gut", sagte Gewerkschaftschef Robert Feiger von der Deutschen Presseagentur. "In dieser Hinsicht war es für den Schiedsrichter ein kluger Schritt, das Tarifsystem beizubehalten und die Tarife zu erhöhen."

Eigentlich wollten die Gewerkschaften den Mindestlohn für Fachkräfte bundesweit einführen. Die Arbeitgeber hingegen wollten eine einheitliche Regelung, die im Westen zur Abschaffung geführt hätte.

"Unser Ziel, einen einheitlichen und leicht kontrollierbaren Mindestbaulohn zu schaffen, wurde nicht erreicht", sagte die Verhandlungsführerin des Arbeitgebers, Jutta Beeke. "Der Vorschlag vermeidet eine längere Mindestlohnlücke."

Der 1997 eingeführte Mindestlohn hat nichts mit normalen Tarifverhandlungen zu tun. Viele Mitarbeiter erhalten in ihren Unternehmen tarifvertraglich höhere Gehälter als der branchenübliche Mindestlohn. Diese laufen Ende April aus und die Verhandlungen beginnen, wie Feiger sagte, am 19. März.

Die Anmeldefrist für den Zentralverband der Deutschen Bauindustrie und den Zentralverband der Deutschen Bauindustrie sowie die Union für Mindestlöhne läuft bis zum 17. Januar. Der Kompromiss sieht eine Laufzeit bis Ende 2020 vor.

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