Geiseldrama in einer Bank

Berichten zufolge fordert ein bewaffneter Mann in Beirut die Auszahlung seiner eingefrorenen Ersparnisse.

Laut Reuters soll er mehrere Menschen als Geiseln genommen haben.

Libanesische Banken haben für die meisten Einwohner eine begrenzte Bargeldabhebung.

Einigen Kunden in der Bank muss es gelungen sein, zu entkommen, bevor der Mann die Türen schloss. Wie viele Personen sich in dem Gebäude aufhalten, ist nicht bekannt.

Zwei Schüsse sollen laut dem libanesischen Mediensender Al Jadeed gefallen sein.

Der Mann soll am Donnerstag kurz vor 12 Uhr die Federal Bank of Lebanon in Hamra betreten haben

Laut Al Jazeera hat der Mann damit gedroht, sich selbst anzuzünden, wenn er sein Geld nicht bekommt.

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BEDROHUNGEN: Leute vom libanesischen Militär stehen vor der Bank.  Foto: Mohamed Azakir/Reuters

BEDROHUNGEN: Leute vom libanesischen Militär stehen vor der Bank. Foto: Mohamed Azakir/Reuters
Meerblick

Der Mann hat innerhalb des Bankgebäudes im belebten Stadtteil Hamra in Beirut Warnschüsse abgegeben und ist mit einem Benzinkanister ausgestattet. Laut Sicherheitskreisen hält er sechs oder sieben Mitarbeiter als Geiseln.

Laut libanesischen Medien hat der Mann rund 200.000 Dollar auf seinem Bankkonto, aber der Libanon steckt mitten in einer bodenlosen Wirtschaftskrise, und die Banken des Landes haben seit 2019 strenge Beschränkungen für das Abheben von Devisen eingeführt.

Große Sicherheitskräfte haben das Bankgebäude umzingelt und versucht, den Mann zu überreden, sich zu ergeben oder zumindest einige der Geiseln freizulassen, aber er hat sich bisher geweigert.

Ein Kunde der Bank, der aus dem Gebäude geflohen ist, teilt lokalen Medien mit, dass der Mann 2.000 Dollar verlangt habe, um Medikamente für seinen im Krankenhaus liegenden Vater bezahlen zu können.

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