Durch CCN: Vor einigen Monaten war der japanische Technologiekonzern Softbank an der Weltspitze, und CEO Masayoshi Son erhöhte sein Nettovermögen nach einem zeitlich gut abgestimmten Aktienrückkaufprogramm um 5 Mrd. USD. Aber das Glück hat sich für Softbank und Mr. Son gewendet. Die Softbank-Aktie ist seit den Höchstständen im April um fast 20 Prozent eingebrochen, die Investition in Uber sieht wackelig aus und neue Spendenbemühungen scheitern. Unterdessen enthüllte Mr. Son seine ungeheuren Verluste durch eine katastrophale Bitcoin-Wette.

Softbank-Gründer leidet unter Bitcoin-Blues

Bitcoin-Preis

Die Bitcoin-Investition von Masayoshi Son schlug fehl, weil er hohe und niedrige Preise kaufte. Dies scheint in letzter Zeit die Strategie von Softbank zu sein. | Quelle: CoinMarketCap

Im April berichtete CCN über Sons kurze, aber bedauerliche Investition in Bitcoin und schrieb:

„Es ist nicht genau bekannt, wie viel Masayoshi Son im Wert von geschätzten 24 Milliarden US-Dollar in Bitcoin geflossen ist. Aber er scheint Ende 2017 gekauft zu haben, als sich der Bitcoin-Preis einem Rekordhoch von 20.000 US-Dollar näherte. Er hat Anfang 2018 verkauft, als der Preis zusammenbrach und einen Verlust von 130 Millionen US-Dollar hinnehmen musste. “

Für jemanden im Wert von 24 Milliarden US-Dollar ist ein Hit von 130 Millionen US-Dollar nicht das Ende der Welt. Aber auch für ihn ist es kein Trottelwechsel. Und leider werden Son und Softbank in Zukunft möglicherweise schlechtere Verluste erleiden.

Softbank-Strategie: Hoch kaufen, niedrig verkaufen?

Der Bitcoin-Handel von Son könnte eine bedrohliche Warnung vor dem sein, was kommen wird. Das liegt daran, dass Softbank stark in eine Reihe von technischen Einhörnern investiert ist, die enorme Geldsummen verlieren. Zum Beispiel ist Softbank massiv an der umstrittenen WeWork Co-Working Space Company beteiligt. Die New York Times berichtete über die jüngste Kapitalzufuhr von Softbank in das Unternehmen:

“Die jüngste Investition – die von SoftBank selbst und nicht von ihrem Vision Fund in Höhe von fast 100 Milliarden US-Dollar stammt – bewertet WeWork mit 47 Milliarden US-Dollar und erhöht die Gesamtinvestition von SoftBank in WeWork auf rund 10,5 Milliarden US-Dollar.”

Unheilverkündend heißt es in dem Artikel, dass Softbank 16 Milliarden US-Dollar in WeWork stecken wollte, diese aber auf nur 2 Milliarden US-Dollar reduzierte. Mit mehr als 10 Milliarden US-Dollar, die für WeWork bereitgestellt werden, hat Mr. Son jedoch ein großes Problem, wenn das Unternehmen abstürzt und brennt, wie einige erwarten:

WeWork ist nicht die einzige Investition von Softbank.

Sie investierten stark in Uber, nachdem die Bewertung bereits gestiegen war. Softbank wollte sein Geld für den Uber-Börsengang verdoppeln. Stattdessen brach die IPO-Preisgestaltung ein und nahm die potenziellen Gewinne von Softbank mit.

Wenn Ubers steinige Fahrt weitergeht, könnte Softbank stattdessen große Verluste bei Uber und den anderen fahrerischen Investitionen des Unternehmens wie dem chinesischen Didi Chuxing erleiden.

Wenn dies nicht ausreichte, investierte Softbank 1 Milliarde US-Dollar in Wirecard, ein deutsches Unternehmen, das des Betrugs beschuldigt wurde und dessen Aktien am Freitag um 9 Prozent eingebrochen waren.

Investoren lehnen Softbanks neuen 100-Milliarden-Dollar-Technologiefonds ab

Dies alles geschieht für Softbank zu einem für sie ungünstigen Zeitpunkt.

Sie vermarkten ihren Vision Fund II, der 100 Milliarden US-Dollar in Technologie-Start-ups investieren will. Aber mit Uber kämpfen und WeWork sieht aus wie ein Fiasko in der Entstehung, haben die Investoren das Interesse verloren.

Das Wall Street Journal berichtete, dass der Saudi Arabia Public Investment Fund eine Investition in den Vision Fund II ablehnte. Das ist ein schwerer Schlag, denn Saudi-Arabien war einer der wichtigsten Geldgeber des ursprünglichen Vision Fund und hat 45 Milliarden US-Dollar aufgebracht. Andere bekannte Namen wie das Canada Pension Plan Investment Board wollen ebenfalls nichts mit dem Vision Fund II zu tun haben.

Meltem Demirors, Chief Strategic Officer bei CoinShares, fragte sich, welche Strategie Softbank verfolgt und schlug vor, dass Probleme auftreten könnten:

Theoretisch könnte Softbank einen Großteil des Geldes für den Fonds selbst aufbringen. Die Bilanz ist jedoch hoch verschuldet, und die Pläne des Unternehmens, sein Sprint-Geschäft an T-Mobile zu verkaufen, stehen aufgrund kartellrechtlicher Bedenken unter Druck. Das neue Vorgehen des DoJ gegen Google zeigt, dass die Regierung ernsthaft gegen Monopole kämpft.

Masayoshi-Sohn ist ehrgeizig, aber kann er hingerichtet werden?

Mr. Son hat große Pläne. Zum Beispiel ist er einer der führenden Futuristen, zusammen mit Elon Musk, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg.

Aber wie Mr. Musk möchte Son sich vielleicht ein wenig mehr auf seine geschäftlichen Angelegenheiten konzentrieren, bevor er sich in den Sternen verliert. Die Geduld der Anleger lässt nach.

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