Inflation fällt mit Energiepreisobergrenze auf Dreijahrestief | Wirtschaftsnachrichten

Die Inflation ist auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren gefallen, nachdem eine neue Energiepreisobergrenze zu günstigeren Stromrechnungen führte.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) lag im Oktober bei 1,5% gegenüber 1,7% im Vormonat, so das Amt für nationale Statistiken (ONS).

Dies ist die niedrigste Inflationsrate seit November 2016.

Der Rückgang war auch größer als erwartet, da Analysten eine Rate von 1,6% prognostizierten.

Ein ONS-Sprecher sagte: "Ein Rückgang der Strompreise aufgrund einer Senkung der Energiepreisobergrenze hat im Oktober zu einem Rückgang der Inflation beigetragen.

"Dies wurde jedoch teilweise durch steigende Kleidungspreise ausgeglichen."

Das neue Energiepreisobergrenze für sechs Monate für Haushalte, die keine befristeten Verträge abgeschlossen haben, die am 1. Oktober eröffnet wurden.

Die Branchenregulierungsbehörde Ofgem traf die Entscheidung als Reaktion auf einen deutlichen Rückgang der Großhandelsenergiepreise.

Fraueneinkaufen in Ost-London-Gebrauchtmarkt
Bild:
Niedrigere Preise wurden weitgehend durch einen Anstieg der Kleidungskosten um 1% ausgeglichen

Infolgedessen sanken die durchschnittlichen Gas- und Strompreise für 15 Millionen Haushalte im Oktober um 8,7% bzw. 2,2%.

Sinkende Kraftstoffpreise trugen ebenso zur Senkung der Inflation bei wie der anhaltende Preisverfall bei Möbeln und Haushaltswaren.

Ein weiterer Faktor war die Verlangsamung der Inflation von Produkten in der Kategorie Freizeit und Kultur.

Bei den Spiel- und Spielzeugpreisen ging das Wachstum von 2,5% im Vormonat auf 1% zurück, während die Buchpreise aufgrund von Preisnachlässen um 3,8% fielen.

Die Lebensmittelpreise fielen im Oktober aufgrund billigerer Fleisch-, Fisch- und Gemüsepreise um 0,7%. Die Alkoholpreise stiegen jedoch nach einem Anstieg der Spirituosenpreise um 2,8%.

Die niedrigeren Preise wurden jedoch weitgehend durch einen Anstieg der Kleidungskosten um 1% ausgeglichen.

Der Einzelhandelspreisindex (RPI), ein separates Maß für die Inflation, fiel im vergangenen Monat von 2,4% im September auf 2,1%. Der RPI war zuletzt im Oktober 2016 niedriger.

Laut ONS stiegen die Immobilienpreise im September in Großbritannien jährlich um 1,3%, gegenüber August, nachdem sie im Juni ein fast siebenjähriges Tief von 1% erreicht hatten.

Allein in London gingen die Immobilienpreise den 15. Monat in Folge um 0,4% zurück.

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